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VMware Workstation 3.2

Fit für den täglichen Gebrauch

Außer vorkompilierten Modulen für einige neuere Kernel und Bugfixes bietet die neue Version 3.2 der VMware Workstation nicht viel Neues für den Linux-Host-Rechner. Im Test liefen drei Gast-Betriebssysteme parallel auf einem Rechner, die den Athlon-1200-MHz-Prozessor nicht in die Knie zwangen. Dabei ließ sich mit allen Standard-Windows-Anwendungen problemlos arbeiten.

Die Stärken von VMware liegen großteils in der Linux-Host-Umgebung. So möchte man nach einer Zeit das Gefühl nicht mehr missen, nach einem Windows-Bluescreen einfach den Reset-Knopf anzuklicken und nebenbei dennoch E-Mails schreiben zu können.

Glossar

virtuellen Maschinen

Eine virtuelle Maschine gaukelt ihrem Gastbetriebssystem einen echten Rechner vor. Sie besteht unter VMware aus einer Umgebung emulierter Standard-PC-Komponenten. Dabei kann man dem Gastsystem Eigenschaften wie Arbeitsspeicher-Größe, Peripherie und Festplatten vorspiegeln, die die der tatsächlichen Hardware-Spezifikation unterschreiten.

Host-Rechner

Der VMware-Host-Rechner kann mehrere virtuelle Maschinen beheimaten. Der Begriff bedeutet, dass die Applikation VMware auf diesem Rechner ausgeführt wird.

RPM-basierten Distributionen

Linux-Distribution, die zur Verwaltung der eingespielten (und zu installierenden) Software das Paket-Format rpm ("Red Hat Package Manager") benutzt. Dazu zählen unter anderem SuSE, Mandrake und Red Hat Linux.

Header-Dateien

Eine Datei, die die Schnittstellenbeschreibung von (meist C- oder C++-) Funktionen enthält, nicht aber den dazugehörigen Code (die Implementierung). Soll ein Programm gegen externe Bibliotheken gelinkt werden, werden die entsprechenden Header-Dateien zwingend benötigt.

Dual-Boot-Installation

Sie liegt dann vor, wenn zwei Betriebssysteme auf einem Computer, jedoch auf verschiedenen Partitionen installiert wurden. Die Betriebssysteme können im Wechsel gebootet werden und greifen auf ihren eigenen Plattenplatz zu. Den Auswahl-Vorgang beim Rechnerstart realisiert ein Bootloader wie GRUB oder LILO.

ISO-Image

Das als Datei vorliegende Abbild einer CD können Sie mit

NAT Daemon

Ein VMware-Hilfsprogramm, dass den ausgehenden Netzwerk-Verkehr der virtuellen Maschinen nach dem Prinzip des Masquerading (einem Spezialfall von NAT, "Network Address Translation") umschreibt. Das bedeutet, dass Netzwerk-Pakete mit der IP-Adresse des Host-Betriebssystems versehen werden und die IP-Adresse des Gastbetriebssystems nicht nach außen gegeben wird.

Infos

[1] Hans-Georg Eßer: "Aller guten Dinge", LinuxUser 03/2002, S. 46 ff.

[2] Website von VMware, Inc.: http://www.vmware.com/

[3] Miriam Busch: "Eine IP-Adresse, bitte", LinuxUser 03/2002, S.32 ff.

[4] VMware-Support: http://www.vmware.com/support/ws3/ts/ws32ts_networking2.html#1015316

Der Autor

Frederik Bijlsma benutzt Linux seit 1994 und studiert Betriebswirtschaftslehre in Magdeburg.

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LinuxUser 06/2012

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