Untermieter
VMware Workstation 3.2
…und unechten CD-ROM-Laufwerken
Zum Testen und um Applikationen zufrieden zu stellen, die auf eine eingelegte CD-ROM bestehen, bietet VMware die Möglichkeit, dem Gastbetriebssystem eine solche vorzuspiegeln. Dafür legt man unter Linux ein ISO-Image an:
dd if=/dev/cdrom of=cdrom-image1.iso
Dieser Befehl liest die eingelegte CD aus und erzeugt im aktuellen Verzeichnis das Image meinelieblingscd.iso.
mount -o ro,loop cdrom-image1.iso /mnt/cdrom
wie einen externen Datenträger behandeln und ins Linux-Dateisystem einhängen. Im Beispiel sind die Daten aus cdrom-image1.iso anschließend unter /mnt/cdrom einsehbar.
In VMware klicken Sie nun (nach dem Laden der Konfigurationsdatei für das Gastsystem) den Menüpunkt Settings / Configuration Editor an. Um das Image wie eine CD-ROM abzusprechen, gehen Sie auf IDE Drives und wählen ein noch nicht installiertes Gerät. Diesem geben Sie den Device Type CD-ROM Image und wählen den Dateinamen Ihrer erstellten Image-Datei aus (Abbildung 5). Ein Klick auf Install macht das Laufwerk ab dem nächsten Start des Gastsystems verfügbar. Solchen Laufwerken lässt sich auch während des Betriebs ein neues Image zuordnen – ganz so, wie man eine CD wechselt. Dafür klickt man auf Devices / Name_des_CD-ROM-Laufwerks / Disconnect and Edit und landet im selben Dialog wie bei der Neueinrichtung.
Netzwerk für Windows
Das Netzwerk stellt unter VMware die (mit Ausnahme der Zwischenablage) einzige Möglichkeit dar, mit der Außenwelt und damit mit dem Host-Betriebssystem Daten auszutauschen. Hierfür bietet sich ein Samba-Server an, den das Tool vmware-config.pl bei der Konfiguration auch automatisch einrichtet. Weiterhin stellt VMware in seinem privaten Netzwerk einen DHCP-Server [3] bereit, der die virtuellen Maschinen mit allen benötigten Netzwerkdaten (etwa einer IP-Adresse) versorgt. Die Konfigurationsdateien für diesen Server finden sich unter /etc/vmware/vmnet@L: */dhcpd/dhcpd.conf. Jeder eingerichteten Netzwerkverbindung teilt VMware einen eigenen DHCP-Server zu.
Probleme bekommt der Emulator allerdings, wenn die Netzwerklast im NAT-Modus stark ansteigt. Bei einer Vielzahl aktiver Verbindungen überlastet das die CPU im schlimmsten Fall so stark, dass der gesamte PC samt Host-Betriebssystem zum Stillstand kommt. Hier muss der Hersteller noch nachbessern. Allerdings macht der NAT Daemon in Version 3.2 bereits eine viel bessere Figur als im Vorgänger. So war es im Test nicht mehr möglich, VMware mit vielen NAT-Verbindungen so auszulasten, dass der Rechner wie bei VMware 3.1 nur noch durch einen Reset wiederzubeleben war.
Unter Windows 2000 und ME kommt es zudem vor, dass nach einer gewissen Zeit keine Netzwerkzugriffe mehr möglich sind. Schuld hieran ist der Netzwerktreiber, der versucht, den Link Status, also den Status der Verbindung des Netzwerkkabels, festzustellen – ein Feature, das Microsoft "Media Sensing" nennt. Da ein virtuelles Netzwerk wie im Fall von VMware nicht aus Kabeln besteht, scheitert der Treiber hier oft. Die Lösung des Problems beschreibt VMware Inc. auf seinen Support-Seiten [4]: "Schalten Sie Media Sensing ab!" Für Windows ME geht dies über die Netzwerk-Konfiguration in der Systemsteuerung. Dort wählt man aus dem Kontextmenü des "TCP/IP -> AMD PCNET adapter"-Icons den Eintrag Eigenschaften an und entfernt das Kreuz in der Checkbox Verbindung zu Netzwerkmedien feststellen. Bei Windows 2000 bedarf es einer Registry-Änderung, die http://support.microsoft.com/default.aspx?scid=kb;de;Q239924 beschreibt.



