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Gnomogram

News und Programme rund um Gnome

01.11.2002

GTelnet 2.5

Der Zugriff auf Rechner über ein Netzwerk ist unter Linux nichts Außergewöhnliches. Programme wie Telnet oder das wesentlich sicherere OpenSSH erlauben dem Benutzer transparentes Arbeiten auf fernen Maschinen. Allerdings verfügen weder Telnet noch SSH oder RLogin über eine grafische Oberfläche, welche die Anmeldung bzw. Konfigurationsänderungen in bestehenden Verbindungen erleichtert. Unter Gnome existiert mit GTelnet (http://www.cyest.org/) aber eine komfortable Oberfläche, die dem Benutzer die Arbeit erleichtert.

Auf den ersten Blick wirkt GTelnet spartanisch. Wenige Symbole und nur notwendigste Konfigurationsparameter sorgen dafür, dass sich der Anwender nicht in den Einstellungen verliert. Zum Beispiel können alle wichtigen SSH-Einstellungen wie komprimierte Verbindung, Port und X11-Weiterleitung, Verschlüsselungsverfahren und Benutzeridentität bequem in der Konfiguration geändert werden. Auch eine Umleitung von Eingaben in das Null Device kann der Benutzer einstellen. Kosmetische Komponenten wie Schrift- oder Hintergrundfarbe sowie die verwendete Terminal-Emulation lassen sich sogar bei bestehender Verbindung wechseln. Allerdings wäre ein Adressbuch, in welchem der Nutzer wiederkehrende Verbindungen samt Einstellung speichern kann, sehr praktisch. Zwar speichert GTelnet alle erfolgreichen Verbindungen in einer Art Liste, die man über ein Pull-Down-Menü erreicht - das ist jedoch keine Alternative zu einem strukturierten Adressbuch.

Schön wäre es auch, wenn man in GTelnet festlegen könnte, welche Ports vom oder zum entfernten Rechner umgeleitet werden sollen. Wer jedoch mit ssh Ports umleitet, scheut sich sicher nicht vor der SSH-Kommandozeile. Für das normale Spektrum an Remote-Zugriffen ist der Nutzer aber mit GTelnet bestens gewappnet.

Abbildung 2: Mehrere Terminal-Sitzungen in einem Fenster erlaubt dzt

dzt 1.0.3

Jeder, der schon einmal mit KDE gearbeitet hat, kennt sicher die Möglichkeit, mehrere Terminals über Tabs in einem Fenster zu verwalten. Gerade wenn auf der Oberfläche nur begrenzt Platz ist, weil zum Beispiel der Monitor keine höhere Auflösung unterstützt, sind solche Tabs sehr praktisch. Leider kennt das Gnome-Terminal diese Funktion noch nicht, aber mit dzt (http://dzt.sourceforge.net/) gibt es eine nette Alternative.

Vom Funktionsumfang reicht dzt zwar nicht an das Multi Gnome Terminal heran, aber elementare Eigenschaften wie die Definition eines Hintergrundbildes und die Festlegung von Tastaturkürzel für Fenstereigenschaften sind vorhanden. Natürlich lassen sich auch Kürzel zum Aufruf externer Programme definieren. Je nach Wunsch öffnet sich entweder ein neues Tab oder das Programm startet in einem eigenen Fenster. dzt kennt auch eine Reihe kosmetischer Einstellungen. Dazu zählen eine modifizierte Symbolleiste und das Ändern von Schriftart, Größe und Hintergrundfarbe. Wechselnde Hintergrundbilder wie bei Eterm gibt es jedoch nicht.

Alles in allem ist dzt eher ein kleines und kompaktes Terminal-Programm, das die System-Ressourcen schont und ohne besondere Extras auskommt.

Abbildung 2: Mehrere Terminal-Sitzungen in einem Fenster erlaubt dzt

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