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MP3-Dateien überblicken

KMp3Indexer

01.11.2002 So inspirierend Chaos auch sein mag – ein wohlgeordneter Index der Lieblings-MP3s erspart eine Menge Sucherei, und mit dem KMp3Indexer fällt das Auflisten noch einmal so leicht.

Korner

In dieser Rubrik stellen wir Monat für Monat Tools vor, die sich bei der Arbeit unter KDE als besonders nützlich erweisen, eine Aufgabe erfüllen, die sonst geflissentlich unbeachtet bleibt, oder einfach nur zu den netten Dingen im Leben gehören, die man – einmal entdeckt – nicht mehr missen möchte.

Nutzen Sie Ihren Rechner auch als JukeBox? Sie haben unzählige MP3s auf Ihrer Festplatte und verlieren langsam den Überblick über Ihre musikalischen Schätzchen? Dann sind Sie ein Kandidat für KMp3Indexer. Dieses Tool hilft dabei, alle auf der Festplatte oder auf CDs vorhandenen Mp3s fein säuberlich in einem Index zusammenzufassen. Dank der schnellen Suchfunktion ist das Auffinden des Lieblings-Songs dann nur noch einen Mausklick entfernt.

Die aktuelle Version des Programms finden Sie auf der Homepage von KMp3Indexer unter http://sourceforge.net/projects/kmp3indexer. Einzige Voraussetzung ist eine funktionstüchtige KDE-3.0-Installation. Nach dem Entpacken müssen Sie das Programm nur noch mit dem altbekannten Linux-Dreisatz ./configure; make; make install auf Ihrem System installieren.

So leicht gerät man auf den Index

Seien Sie nach dem ersten Start (z. B. kmp3indexer & auf der Kommandozeile) des Programms nicht allzu enttäuscht, denn das Hauptfenster des Index-Tools sieht erst einmal recht spartanisch aus (Abbildung 1).

Abbildung 1: Zum Einstieg gibt sich der Indexer recht spartanisch.

Das leere Fenster können Sie sehr schnell mit Inhalten füllen, indem Sie in der Menüleiste den Punkt File/Read files... auswählen und im daraufhin erscheinenden Fenster (Abbildung 2) das Verzeichnis herauspicken, das die Mp3s, die Sie auf den Index packen wollen, enthält.

Abbildung 2: In welchem Verzeichnis befinden sich Ihre Dateien?

Wie Sie in Abbildung 3 sehen, hat sich nun zumindest die linke Seite schon merklich gefüllt. Von Ihrem Index trennt Sie jetzt nicht mehr viel. Sie haben dabei zwei Möglichkeiten: Entweder erstellen Sie das Verzeichnis anhand des ID3-Tags oder Sie entscheiden sich für den Dateinamen.

Abbildung 3: Vorher…

Entscheiden Sie sich für das ID3-Tag, markieren Sie im linken Fenster die Dateien, die Sie dem Index hinzufügen wollen, und klicken Sie in der Menüleiste auf Index / Index by ID3/OggVorbis Tag, oder merken Sie sich den Shortcut [Ctrl-i]. Das war's – der Index ist fertig, wie die gut gefüllte rechte Seite in Abbildung 4 beweist. Dieses Verzeichnis lässt sich übrigens problemlos erweitern: Einfach die entsprechenden Dateien auswählen und die Prozedur von vorne starten.

Abbildung 4: …und nachher.

Um einen Index anhand der Dateinamen zu erstellen, wählen Sie auch hier zuerst die jeweiligen Dateien aus dem linken Listenfeld aus und klicken danach auf Index/Index by filename. In dem daraufhin erscheinenden Dialogfeld (Abbildung 5) können Sie genauer festlegen, in welcher Reihenfolge KMp3Indexer die Informationen aus dem Dateinamen auslesen soll und durch welche Zeichen die Informationen getrennt sind. Wenn Sie nicht alle drei Auswahlfelder benötigen, lassen Sie einfach von rechts beginnend die entsprechende Zahl frei.

Abbildung 5: Im Gegensatz zum ID3-Index müssen Sie beim Auflisten der Dateinamen noch selbst Hand anlegen.

Grundeinstellungen

Ihren Indexer können Sie über die Menüeinträge File/KMp3Indexer Ihren persönlichen Wünschen anpassen. Dazu schauen Sie sich die einzelnen Optionen aus Abbildung 6 an. Mit path to the directory legen Sie fest, in welchem Verzeichnis das Programm automatisch nach MP3-Dateien suchen soll. Ein Klick auf den Drei-Punkte-Button bringt Sie übrigens in das Auswahl-Fenster, das Sie schon aus Abbildung 2 kennen. use relative paths kümmert sich um die Ausgabe von KMp3Indexer. Ist diese aktiviert, gibt Ihnen der Indexer alle eventuell ausgegebenen Pfade relativ zum oben angegebenen Verzeichnis an. Mit add filename to path erweitern Sie bei der Ausgabe alle eventuell ausgegebenen Pfade um den Dateinamen. Auch die Option show zeros betrifft die Ausgabe des Indexers. Ist diese aktiviert, wird für alle Einträge, deren Track-Nummer 0 (Null) ist, beim Speichern selbige durch ein Leerzeichen ersetzt.

Abbildung 6: KMp3Indexer konfigurieren.

Das Listenfeld im rechten unteren Teil repräsentiert die Reihenfolge, in der die Informationen in die Index-Datei geschrieben werden. Sie können zwischen folgenden Einträgen wählen: Track (die Track-Nummer des Songs; ist keine Track-Nummer verfügbar, wird sie auf 0 gesetzt, und in weiterer Folge nicht ausgegeben), Artist (der Name der Gruppe oder des Interpreten), Title (der Titel des Tracks), Album (der Name des Albums, auf dem der Song eventuell enthalten ist) sowie File (der Dateiname). Mit den vier Buttons direkt daneben können Sie (von oben nach unten betrachtet) das ausgewählte Element um eine Position nach oben verschieben, es neu laden (damit löschen Sie das Listenfeld und reinitialisieren alle Einträge), das Element löschen (die damit assoziierten Informationen werden nicht länger gespeichert) und das ausgewählte Element um eine Position nach unten verschieben.

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LinuxUser 03/2012

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