Für viele Umsteiger auf Linux war der Verlust einer einfachen Programmiersprache wie Basic, mit deren Hilfe schnell und unkompliziert Programme geschrieben werden können, schwer zu verschmerzen. Gambas [1] steht für "Gambas Almost Means BASic" und stellt ein Visual-Basic-ähnliches Programmiersystem auf die Beine. Der Autor von Gambas, Benoît Minisini, hat eine Software entwickelt, mit der Sie grafische Oberflächen mit wenigen Mausklicks erstellen und den Quelltext in einem komfortablen Editor schreiben.
Installation
Sie finden Gambas auf der Projekt-Homepage und auf unserer Heft-CD im Verzeichnis… Zum Übersetzen benötigen Sie neben den Gambas-Quellen noch QT in einer Version > 3.0.2. Benutzer von SuSE Linux in der Version 8.0 benutzen bitte Gambas 0.37, das ebenfalls auf der Heft-CD zu finden ist, da Gambas 0.38 mit dieser Distribution nicht zu übersetzen ist.
Um das Archiv gambas-0.38.tar.gz auszupacken, geben Sie auf der Konsole den Befehl tar -xzvf gambas-0.38.tar.gz ein. Jetzt wechseln Sie in das neu entstandene Verzeichnis gambas-0.38 (cd gambas-0.38)) und geben nacheinander die Befehle ./configure, make und als root make install ein. Das Programm ist jetzt installiert und wird durch Eingabe von gambas & in einer Shell gestartet.
Der erste Start
Nach dem Start präsentiert das Programm einen Dialog, in dem Sie auswählen, ob Sie ein neues Projekt anlegen oder ein bestehendes öffnen möchten. Nach der Auswahl von New Project fragt Sie Gambas nach dem Verzeichnis, in dem die zum Projekt gehörenden Dateien gespeichert werden und öffnet schließlich eine Reihe von Fenstern, in denen Sie die zum Projektdateien bearbeiten (siehe Abbildung 1).
Links sehen Sie ein Übersicht über das aktuelle Projekt in einer Baumstruktur, oben eine Auswahl von GUI-Elementen zum Einfügen in die Programmoberfläche und rechts schließlich das Eigenschaftsfenster des ausgewählten Elements. Sie beginnen die Programmierung damit, dass Sie ein oder mehrere Fenster, in Gambas Forms genannt, zeichnen.



