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01.11.2002

"Im traurigen Monat war's, die Tage wurden trüber, der Wind riss von den Bäumen das Laub, da reist' ich nach Deutschland hinüber." Im Jahre 1844 war es Heinrich Heine, der von Frankreich nach Deutschland reiste. Reichlich anderthalb Jahrhunderte später findet der Berliner Ästhetik-Professor Friedrich Kittler, "…, dass ich diese Form von Literatur, die da Quellcode heißt, ein bisschen spannender finde als jene andere Form von Literatur, die Literatur heißt" [1] und erlaubt so den Brückenschlag zu den Distri-Bits: Die Literatur, die Deutschland aus Frankreich im November 2002 erreicht, trägt den Titel "Linux Mandrake 9.0".

Vive le dauphin!

Kurz vor Druckunterlagenschluss war es soweit: LSB-1.2-zertifiziert präsentierte MandrakeSoft "Dolphin", die neue Ausgabe von Linux Mandrake. Neben dem überarbeiteten Installationsprogramm DrakConf und dem Versprechen, NTFS-Partitionen zu unterstützen, fallen vor allem die zahlreichen Updates ins Auge: XFree 4.2.1, KDE 3.0.3 mit KOffice 1.2, GNOME 2.0.1 und Mozilla 1.1 sind ebenso wie OpenOffice 1.0.1 mit von der Partie.

Ungeduldige Zeitgenossinnen laden sich die CD-Images von einem der unter http://www.mandrakelinux.com/ aufgeführten FTP-Mirrors herunter. Die Box-Produkte (Standard Edition zu 35 Euro, PowerPack Edition zu 79 Euro und ProSuite zu 199 Euro) sollen ab Ende Oktober lieferbar sein.

Neues aus Nürnberg

Seit dem 30. September gibt es SuSE Linux zumindest für PCs in der Version 8.1. Zu den Highlights zählen KDE 3.0.3, GNOME 2.0, GCC 3.2, der flexiblere Boot-Manager GRUB, der LILO ersetzt, und OpenOffice 1.0.1. Bessere Unterstützung finden USB- und FireWire-Geräte sowie Wireless LAN. Die Personal Version kostet 49,90 Euro, die Professional-Version schlägt mit 79,90 Euro zu Buche.

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