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Apple Airport Basisstation mit Linux einrichten

Vom anderen Stern

Nicht nur das Design sticht bei der Airport Basisstation ins Auge, sie ist mit zwei Netzwerkschnittstellen und internem Modem auch gut ausgestattet. Und ein nicht ungefährliches Java-Programm sorgt dafür, dass es auch mit Linux klappt.

Die Airport Basisstation von Apple ist ein überaus formschöner Wireless-Access-Router. Die aktuelle "Snow"-Version kommt mit zwei Netzwerkschnittstellen und einem 56k-Modem und hat intern eine Airport-Karte für drahtlose Netzwerke nach IEEE 802.11b. Einen externen Antennenanschluss bietet die Airport Basisstation wie die meisten der Testgeräte nicht, mit dem beigelegten Wandhalter lässt sie sich immerhin an einem exponierten Standort befestigen.

Die Airport Basisstation ist sehr weitreichend konfigurierbar, sie unterstützt bis 128 Bit Verschlüsselung, die Vergabe einer SSID und die Beschränkung des Zugangs auf bekannte Wireless-Network-Karten.

Der erste Netzwerkanschluss mit 100 MBit/s ist für das interne Netzwerk bestimmt und verbindet die drahtlosen Rechner mit den drahtgebundenen. Wahlweise können die drahtlos angebundenen Rechner ein eigenes IP-Subnetz benutzen, wobei die Basisstation als Masquerader fungiert, oder transparent mit dem gleichen Subnetz wie die drahtgebundenen Rechner arbeiten - in diesem Fall stellt die Basisstation eine Bridge dar.

DSL-Router

Die zweite Netzwerkschnittstelle hat 10 MBit/s und dient dem Anschluss eines externen Netzwerks oder eines DSL-Modems. Alternativ kann das 56k-Modem für die Internet-Einwahl benutzt werden, ISDN ist mit der Airport Basisstation nicht möglich. Bei DSL muss unbedingt darauf geachtet werden, dass der Provider die Airport Basisstation auch unterstützt - so scheiterten wir im Test mit Arcor und T-Online. Der Grund ließ sich bis Redaktionsschluss nicht mehr klären.

Die Konfiguration der Basisstation ist eigentlich nur über ein spezielles Programm unter MacOS möglich. Jon Sevy bietet auf seiner Homepage ([1]) einen Java-Configurator ([2]) an, der sich unter Windows wie unter Linux benutzen lässt. Bei den Java Runtime Environments (JRE) der meisten Distributionen fehlt allerdings eine wichtige Bibliothek, wir empfehlen deshalb, die JRE 1.4 von Sun zu verwenden. Dazu wird das gut 21 MByte große "GNUZIP"-Paket von [3] nach dem Download mit chmod a+x j2re-1_4_0_01-linux-i586.bin ausführbar gemacht und dann von Root aufgerufen. Der Configurator wird mit unzip configurator_20.zip ausgepackt und dann als normaler Benutzer per

java -jar configurator_20/Airport2BaseStationConfig.jar

gestartet.

Ersteinrichtung

Für die Ersteinrichtung muss die Airport Basisstation mit der internen Netzwerkschnittstelle an einen Rechner angeschlossen werden. Dazu verwenden Sie entweder einen Hub oder Switch oder aber ein sogenanntes Cross-Patch-Kabel mit gedrehten Adern. Die Basisstation hat ab Werk die IP 10.0.1.1, der Konfigurationsrechner muss entsprechend eine IP aus diesem Subnetz bekommen - zum Beispiel 10.0.1.2. Dazu brauchen Sie kein Werkzeug Ihrer Distribution zu benutzen, in den meisten Fällen reicht es völlig, als Root den Befehl ifconfig eth0:0 10.0.1.2 (wenn eth0 verwendet wird) einzugeben.

Abbildung 1: Der Java-Configurator für die Airport Basisstation

Den Java-Configurator gibt es derzeit nur in Englisch. Nach Aufruf müssen Sie die IP der Basisstation sowie deren Passwort eingeben - werksseitig ist public eingestellt. Das Passwort sollten Sie im Rahmen der Ersteinrichtung ändern. Die wichtigste und gleichzeitig kritischste Stelle ist die Einrichtung der "Bridging Functions": Hier sollten Sie unbedingt die Einstellung "Provide network address translation (NAT)" auswählen. Damit arbeiten die drahtlos angebundenen Rechner mit einem eigenen IP-Bereich. Als Beispiel verwenden wir hier den Bereich 192.168.2.1 bis 192.168.2.254, das entspricht dem Netzwerk 192.168.2.0 und einer Subnetz-Maske von 255.255.255.0.

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