Völlig losgelöst
Wireless LAN nachgerüstet
Elito-Epox Wireless-Access-Router EWL-R410
Der EWL-R410 von Elito Epox ist ein Kombination aus DSL-Router, 4-Port-Switch, Wireless Access Point und Modem-Zugang. Das über 300 Euro teure Gerät reicht also aus, um mit einem drahtlos angebundenen Laptop ohne zwischengeschalteten Rechner über DSL oder externes Modem im Internet zu surfen. Dank der Netzwerkanschlüsse am EWL-R410 können zudem bis zu vier Computer oder Netzwerk-Drucker angeschlossen werden, je nach Konfiguration verbindet der Access-Router sogar nahtlos das drahtgebundene Netz mit dem drahtlosen - oder arbeitet als Masquerader zwischen beiden.
Die Konfiguration des EWL-R410 erfolgt einfach und komfortabel über das Web-Frontend (Abbildung 2). Als Besonderheit lässt sich neben dem DSL- oder Netzwerk-Zugang ein serielles Modem einbinden, über das bei Ausfall von DSL die Internet-Verbindung hergestellt wird. Schade nur, dass es das Web-Frontend nur in Englisch gibt.
Zur Absicherung verfügt der Access-Router über eine Liste erlaubter oder verbotener Hardware-Adressen und 128-Bit-Verschlüsselung. Die Hardware-Adresse lässt sich zwar auch fälschen, stellt aber eine zusätzliche Hürde für einen Angreifer dar.
Insgesamt macht der Elito-Epox EWL-R410 einen sehr ausgereiften Eindruck. Uns gefiel besonders die Idee, bei Ausfall von Netzwerk oder DSL über ein externes Modem eine Ersatzverbindung aufzubauen - ohne Eingriff eines Administrators, versteht sich. Das englische Web-Frontend ist der einzige Kritikpunkt.
IEI NAS-101RW Wireless NAS Access Router
Als Weltneuheit erreichte uns kurz vor Redaktionsschluss noch der NAS-101RW von IEI Electronics. Das Gerät kommt der viel beschworenen "eierlegenden Wollmilchsau" sehr nahe: Es vereint 4-Port-Switch, Wireless Access Point, DSL-Router, Netzwerk-Bridge und Netzwerk-Speicherlaufwerk in einem überaus kompakten Gehäuse. Damit kann der NAS-101RW die Aufgaben eines Servers in einem kleinen Netzwerk vollständig übernehmen.
Die Konfiguration erfolgt wie beim Elito-Epox EWL-R410 über ein Web-Frontend (Abbildung 3), das in verschiedenen Sprachen - darunter Deutsch - angeboten wird. Die Konfiguration kann wahlweise durch die Beantwortung von zehn Fragen oder fein detailliert über ein komplexes Menü erfolgen. Statusabfragen und Netzwerkgrundkonfiguration können zudem über das Display und die Knöpfe an der Front vorgenommen werden.
Das Netzwerk-Laufwerk kann auf verschiedene Benutzergruppen aufgeteilt und an Windows-Rechner, Macs, Novell- und natürlich auch Linux-Clients per NFS, HTTP und FTP verteilt werden. Dafür bringt der NAS-101RW sogar eine komplette Benutzerverwaltung mit. Unter der Haube werkelt übrigens ein Embedded Linux.
Als Schutz gegen Eindringlinge bietet der NAS-101RW allerdings nur die 128-Bit-Verschlüsselung, eine Liste mit erlaubten Hardware-Adressen gibt es nicht. Der Zugriff auf das Web-Frontend ist aber deutlich restriktiver gehandhabt als beim R410 von Elito-Epox, ohne Passwort geht fast nichts.
Der NAS-101RW überzeugt durch die sehr leichte Konfiguration und das ausgereifte Web-Frontend. Negativ fielen uns nur die zwei Lüfter sowie der stolze Preis von über 1000 Euro auf. Dennoch, in kleinen Netzen ist der NAS-101RW durchaus eine Alternative zum herkömmlichen und deutlich wartungsintensiveren Server. Das Gerät kann in Deutschland über Unicon Networks (http://www.unicon-networks.de) bezogen werden.



