Englisch für Nicht-Vegetarier

Übersetzungshilfe KSteak

01.10.2002
Ihr Englisch lässt zu wünschen übrig? Schneiden Sie sich mit KSteak einen ordentlichen Happen englischen Wortschatzes ab!

Korner

In dieser Rubrik stellen wir Monat für Monat Tools vor, die sich bei der Arbeit unter KDE als besonders nützlich erweisen, eine Aufgabe erfüllen, die sonst geflissentlich unbeachtet bleibt, oder einfach nur zu den netten Dingen im Leben gehören, die man – einmal entdeckt – nicht mehr missen möchte.

Zwar herrscht im World Wide Web nicht durchgehend das berüchtigte babylonische Sprachgewirr, aber noch lange nicht jede Lieblingsseite im Netz kommt auf Deutsch daher. Vor allem News aus der Linux-Welt finden sich häufig in englischer Sprache. Wenn die Englischkenntnisse zwar für den Besuch beim Bäcker reichen, aber nicht unbedingt fürs topaktuelle C++-Tutorial, dann schauen Sie sich doch einmal KSteak an, ein Übersetzungstool im gewohnten KDE-Look&Feel.

Das nützliche Helferlein gibt es in zweierlei Versionen: Version 0.4.3 für alle, die sich immer noch nicht von KDE 2.2 trennen können, und die diesem Artikel zugrunde liegende Version 0.9.2 für KDE 3.0.1.

SuSE-User bekommen unter http://www.suse.de/en/private/download/linuks/i386/update_for_8_0/extra.html ein passendes RPM-Paket, Nutzer anderer Distributionen finden die Sourcen auf der Homepage des Autors unter http://www.der-fritz.de/ksteak/. Außer diesem Frontend brauchen Sie noch das Ursprungsprogramm Steak. Auch hier stellt SuSE unter ftp://ftp.suse.com/pub/suse/i386/8.0/suse/ap2/ ein RPM-Paket bereit; den passenden Sourcecode gibt es auf der Steak-Homepage unter http://www.tm.informatik.uni-frankfurt.de/~razi/steak/steak.html. Letzterer enthält sogar eine deutsche Installationsanleitung in der Datei README, und auch das Installationsskript install spricht Deutsch. Für ksteak kommt anschließend wieder der Dreisatz ./configure; make; make install zur Anwendung.

Nach dem Starten mit dem Kommandozeilenbefehl ksteak & begrüßt Sie ein ziemlich leeres, dafür sehr gelbes Fenster. Zumindest gegen die Leere lässt sich etwas tun, wenn Sie im weißen Feld einen Begriff Ihrer Wahl eingeben. Wie die Suche nach dem Wort "Wörterbuch" in Abbildung 1 zeigt, gibt KSteak zunächst einmal verschiedene Möglichkeiten zur Übersetzung des gesuchten Begriffs aus.

Optional können Sie sich die gesuchten Wörter im Kontext eines Satzes oder einer Phrase anzeigen lassen. Aktivieren Sie dazu den Menüpunkt Optionen / Kontext anzeigen, denn Beispiele für den Gebrauch eines Wortes schaden auf keinen Fall. Auch mit deutschen Umlauten hat KSteak keinerlei Probleme. Möchten Sie mehrere Begriffe auf einen Schlag angeben, müssen Sie diese in Anführungszeichen setzen.

Abbildung 1: Wörter im Kontext

Symbolisch

KSteak kommt mit einer Menüleiste daher, die Ihnen den Zugriff auf die wichtigsten Funktionen per Mausklick ermöglicht. Sie sollten auf jeden Fall die Icons der britischen und deutschen Flagge anklicken. So stellen Sie sicher, dass das Programm bei seiner Suche sowohl auf den englischen als auch den deutschen Teil des Wörterbuchs zugreifen kann.

Mit einem Klick auf die Lupe sorgen Sie dafür, dass jedes Wort, das in der KDE-Zwischenablage (Clipboard) landet, an KSteak zur direkten Übersetzung weitergereicht wird. Das Icon mit dem Buch stellt die bereits angesprochene Kontext-Option bereit. Direkt daneben bringen Sie KSteak dazu, beim eingegebenen Begriff auf Groß- und Kleinschreibung zu achten.

Die Plus- und Minus-Icons sorgen wiederum für die logische Verknüpfung der eingegebenen Suchbegriffe mit "UND" und "ODER". Bei der Eingabe von Suchbegriffen akzeptiert KSteak übrigens auch reguläre Ausdrücke. Ein vollständige Erklärung der zulässigen "Regexps" finden Sie in der Online-Hilfe.

Angedockt

Wenn Sie nicht die ganze Zeit auf das Programm-Fenster starren möchten, verstauen Sie es doch einfach in der Kontrollleiste. Das geht über die Tastenkombination [Strg-D]. Alternativ wählen Sie in der Menüleiste den Eintrag Datei / In Andockleiste.

Einmal angedockt, wartet KSteak als kleines gelbes Buch (Abbildung 2) auf seinen Einsatz. Steuern lässt sich das Programm nun mit der linken, der mittleren und der rechten Maustaste. Wenn Sie in einer anderen KDE-Anwendung ein Wort markiert und das Wort damit in die Zwischenablage gebracht haben, ploppt nach einem Links-Klick auf das KSteak-Icon ein gelbes Zettelchen auf, das die passende Übersetzung für das Wort anzeigt. Ein Klick mit der rechten Maustaste zeigt die Panel-Optionen zum Maximieren, Einrichten und Beenden des Tools an (Abbildung 3). Hier legen Sie außerdem fest, ob der Übersetzer die Zwischenablage im Auge behalten soll. Aktivieren lässt sich dies auch mit einem Klick auf die mittlere Maustaste. Dann springt das Übersetzungspopup immer auf, wenn ein neues Wort markiert wird. Dass diese Funktionalität aktiviert ist, zeigt der rote Pfeil im KSteak-Icon.

Abbildung 2: KSteak lauert auf den Einsatz
Abbildung 3: Das Kontext-Menü hat einige interessante Optionen zu bieten

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 

Ähnliche Artikel

  • Korner: Suchen und Finden mit Kdict
    Vergesslich darf man ruhig sein – man sollte nur wissen, wo man suchen muss. Bei der Fahndung nach Definitionen, Erklärungen und Vokabeln hilft Kdict, die virtuelle Übersetzungshilfe des KDE-Projekts.
  • Korner: Bookcase
    Spätestens wenn die Suche nach einem Buch mehr als fünf Minuten dauert, wird es Zeit für eine Literaturdatenbank. Bookcase verwaltet die Büchersammlung, ohne dass ein Datenbankserver aufgesetzt werden muss.
  • Korner: KWordQuiz
    Der nächste Auslandsaufenthalt kann kommen, denn mit KWordQuiz lernen Sie spielerisch Vokabeln oder pauken nebenher die wichtigsten Fachbegriffe.
  • Programme übersetzen
    Für das Sprachgewirr auf dem Linux-Desktop gibt es eine Lösung: selbst Programme übersetzen. Damit ist sogar ein KDE "op Platt" kein Problem mehr.
  • Kdict
    Keine Lust, echte Wörterbücher aus Papier zu wälzen? Mit Kdict ist die Online-Alternative nicht weit.
Kommentare

Infos zur Publikation

LU 12/2014: ANONYM & SICHER

Digitale Ausgabe: Preis € 4,95
(inkl. 19% MwSt.)

Mit der Zeitschrift LinuxUser sind Sie als Power-User, Shell-Guru oder Administrator im kleinen Unternehmen monatlich auf dem aktuelle Stand in Sachen Linux und Open Source.

Sie sind sich nicht sicher, ob die Themen Ihnen liegen? Im Probeabo erhalten Sie drei Ausgaben zum reduzierten Preis. Einzelhefte, Abonnements sowie digitale Ausgaben erwerben Sie ganz einfach in unserem Online-Shop.

NEU: DIGITALE AUSGABEN FÜR TABLET & SMARTPHONE

HINWEIS ZU PAYPAL: Die Zahlung ist auch ohne eigenes Paypal-Konto ganz einfach per Kreditkarte oder Lastschrift möglich!       

Tipp der Woche

Ubuntu 14.10 und VirtualBox
Ubuntu 14.10 und VirtualBox
Tim Schürmann, 08.11.2014 18:45, 0 Kommentare

Wer Ubuntu 14.10 in einer virtuellen Maschine unter VirtualBox startet, der landet unter Umständen in einem Fenster mit Grafikmüll. Zu einem korrekt ...

Aktuelle Fragen

Nach Ubdates alles weg ...
Maria Hänel, 15.11.2014 17:23, 4 Antworten
Ich brauche dringen eure Hilfe . Ich habe am wochenende ein paar Ubdates durch mein Notebook von...
Brother Drucker MFC-7420
helmut berger, 11.11.2014 12:40, 1 Antworten
Hallo, ich habe einen Drucker, brother MFC-7420. Bin erst seit einigen Tagen ubuntu 14.04-Nutzer...
Treiber für Drucker brother MFC-7420
helmut berger, 10.11.2014 16:05, 2 Antworten
Hallo, ich habe einen Drucker, brother MFC-7420. Bin erst seit einigen Tagen ubuntu12.14-Nutzer u...
Can't find X includes.
Roland Welcker, 05.11.2014 14:39, 1 Antworten
Diese Meldung erhalte ich beim Versuch, kdar zu installieren. OpenSuse 12.3. Gruß an alle Linuxf...
DVDs über einen geeigneten DLNA-Server schauen
GoaSkin , 03.11.2014 17:19, 0 Antworten
Mein DVD-Player wird fast nie genutzt. Darum möchte ich ihn eigentlich gerne abbauen. Dennoch wür...