Leergefegt

Das begrüßt Sie zunächst einmal mit einem völlig leeren Desktop. Kein Button, kein Menü und kein Icon sagt: "Drück mich!" Die UDE-Entwickler meinen, das gehöre so, denn Ihren Desktop sollen Ihre Anwendungen füllen und nicht ein Window-Manager.

Die UDE-Bedienelemente verstecken sich hinter den Maustasten, mit denen Sie nun geradezu fingerbrecherische Übungen absolvieren dürfen: Um das Startmenü (Abbildung 1) zu öffnen, drücken Sie die rechte Maustaste. Lassen Sie sie erst wieder los, wenn sich der Mauszeiger über der auserkorenen Anwendung befindet.

Abbildung 1: Startmenü nicht als Leiste

Elegant ist die Option, mehr als eine Anwendung aus einem einzigen Menüaufruf zu starten: Lassen Sie Maustaste drei einfach nicht locker, und drücken Sie bei den gewünschten Applikationen statt dessen zusätzlich noch die linke Maustaste. Anschließend bewegen Sie den Mauszeiger einfach weiter zum nächsten gewünschten Eintrag, den Sie ebenfalls mit links starten.

Die Fenster weisen keine Fensterleiste auf – lediglich eine Beschriftung innerhalb (!) des Programmfensters gibt es (Abbildung 2). Kommen Sie mit der Maus in den Bereich einer Beschriftung, so verschwindet diese. Sie erscheint erst wieder, wenn das Fenster den Fokus verliert.

Abbildung 2: Innenliegende Beschriftung

Im Fokus oder im Vordergrund?

Sobald sich mehrere Anwendungen auf Ihrem Desktop versammeln, fällt auf, dass lediglich das sogenannte "Sloppy focus"-Verhalten geboten wird: Dabei reagiert das zuletzt mit der Maus überfahrene Fenster automatisch auf Tastatureingaben (Fokus), aber es bleibt so lange von anderen Anwendungen überdeckt, bis Sie es manuell in den Vordergrund holen ("raise"). Fokus und Raising behandelt UWM getrennt.

Obenauf legt sich ein Fenster, wenn Sie es mit der linken Maustaste am Fensterrahmen anklicken. Es erhält hierbei auch automatisch den Fokus. Verwenden Sie hingegen die mittlere Maustaste, so schiebt es sich unter alle anderen Fenster – ohne den Fokus zu verlieren.

Zunächst aufwändiger, aber langfristig komfortabler ist folgende Herangehensweise: Klicken Sie das zu verändernde Fenster stets mit der mittleren Maustaste an, und halten Sie diese gedrückt. Nehmen Sie nun die linke Maustaste hinzu, so thront das gewählte Fenster über den restlichen.

Drücken Sie hingegen zur mittleren noch die rechte Maustaste, so rückt das Fenster in der Rangfolge nach hinten ("lower"). Oftmals ist es schlauer, dem aktuellen (ungewünschten) Fenster ein "lower" zukommen zu lassen, statt das gewünschte herbei zu bemühen. (Wer lediglich über eine Zwei-Tasten-Maus verfügt, kann diese Funktion – neben zahlreichen anderen – nicht nutzen; UDE setzt die dritte Maustaste zwingend voraus.)

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