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Scheibenweise

Digitaler Linux-Videorekorder im Eigenbau, Teil 5

Handhabung

Um einen Film für die automatische Konvertierung auszuwählen, gehen Sie mit dem farbigen Balken im Aufzeichnungsmenü (Abbildung 1) auf die Sendung und drücken die Taste "1". Es erscheint dann kurz die Meldung "zur Konvertierungsliste hinzugefügt" in einem grünen Balken. Eine Bearbeitung der Konvertierungsliste /etc/vdr/toconvert.txt ist derzeit von VDR aus nicht möglich, dazu müssen Sie einen gewöhnlichen Texteditor bemühen und die betreffende Zeile einfach löschen. Das kann auch geschehen, während convert.pl gerade mit einer anderen Aufzeichnung beschäftigt ist.

Abbildung 1: Wird in der Aufzeichnungsliste die Taste "1" auf der Fernbedienung gedrückt, wird der aktuell unterlegte Film für die Konvertierung eingetragen

Das Ergebnis der Konvertierung, ob VCD-Image oder MPEG-Datei, erhält den Namen des Films. Einzig Prozent-Zeichen werden herausgefiltert, Teile der Konvertierungsstrecke haben damit Probleme.

To-SVCD

Zentrales Konvertierungs-Tool für convert.pl ist das Programm tosvcd. In der aktuellen Version 0.6 von [4] erzeugt es MPEG-2-Dateien, SVCD-Images, MPEG-1-Dateien und VCD-Images. Welches Ergebnis bei der Konvertierung entsteht, entscheiden die Parameter "-M" und "-1". Mit "-M" ist das Ergebnis stets eine MPEG-2-Datei, ganz ohne Parameter erzeugt tosvcd SVCD-Images. Der Parameter "-1" steht für MPEG-1, das Ergebnis ist also entweder ein VCD-Image (nur "-1") oder eine MPEG-1-Datei (Parameter "-M -1").

Da tosvcd bei keiner aktuellen Distribution mitgeliefert wird, muss das Programm von Hand übersetzt werden. Dafür sind keine speziellen Bibliotheken nötig, auf einer SuSE 8.0 mit den Standard-Entwicklungspaketen lief das Kompilieren nach einem simplen Aufruf von make durch. Das fertige Programm wird in /usr/bin/tosvcd installiert.

Für die Konvertierung benötigt tosvcd noch einige der "mjpegtools", und vcdimager für (S)VCD-Images. Diese Programme werden jedoch automatisch aufgerufen, so dass Sie sich nicht mit den teils komplizierten Aufrufen zu beschäftigen brauchen.

Lediglich das Brennen der (S)VCD-Images mittels cdrdao muss weiterhin in Handarbeit erfolgen. Eine detaillierte Anleitung zur Installation der Zusatzprogramme sowie deren Handhabung finden Sie im Artikel "Futter für den DVD-Player" in Ausgabe 08/2002.

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Infos zum Autor

Mirko Dölle

Redakteur für Linux bei c't, Heise Zeitschriften Verlag; ehemals Competence Center Hardware/Linux-Magazin, Linux New Media AG


Infos zur Publikation

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LinuxUser 06/2012

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