Linux-Firewalls
Spätestens seit dem Virus Melissa wiegen sich viele Linux-Anwender in der trügerischen Sicherheit, dass Plagegeister aus dem Internet ein Problem der Windows-Anwender sind. Das mag in diesem einen Fall richtig sein. Aber in der Regel hält das Internet noch ein umfangreiches Panoptikum bereit, in dem sich der eine oder andere Horror für Linux-User befindet. “Linux-Firewalls” hilft, den Rechner gegen Gefahren zu sichern.
Das Buch von Autor Robert Ziegler in der Übersetzung von Marc Andre´ Selig beschäftigt sich ausschließlich mit der Konzeption von Firewalls und Sicherheitsstrategien für kleine Netzwerke in Firmen und Privathaushalten. Letztendlich kann es sich auch nur um einen Rechner handeln, der mit dem Internet verbunden ist.
Es geht dem Autor in erster Linie um Gefahren, die von außen in das System einzudringen drohen, und die mit geeigneten Mitteln ferngehalten werden. Es wird untersucht, welche Formen von Abwehrmaßnahmen die Richtigen sind, wie diese geplant und letztendlich umgesetzt werden.
Aber mit dem einfachen Aufsetzen einer Firewall ist es meist nicht getan. Jeder Schutz ist überwindbar. So gilt es in einem nächsten Schritt, Kontrollmechanismen zu etablieren. Das kann so etwas Simples sein, wie das regelmäßige Lesen der System-Logs oder so etwas anspruchsvolles, wie das Aufsetzen und Einrichten von Tripwire, einem Programm, das dabei hilft, Manipulationen an Dateien zu entdecken.
Ziegler führt den Leser an die Technik heran und erläutert mit zahlreichen Beispielen. So lernt der Anwender die Konzepte verstehen, die mit der neuen Filtersystem IP-Tables noch mal ein Stück weit komplexer geworden sind. Gerade weil es sich an Heimanwender richtet und auch in der Übersetzung gut nachvollziehbar ist, bietet es sich als Leitfaden für diese Materie an.
Infos
| Autor | Robert L. Ziegler |
| Titel | Linux-Firewalls |
| Preis | 49,95 Euro |
| ISBN | 3-8272-6257-7 |
| Web | http://www.mut.de |
Linux Ge-packt
Kompakt ist das richtige Wort für die Kurzreferenz, die Karsten Günther vorgelegt hat. Das kleine Format der Gepackt-Reihe eignet sich idealerweise für die Ablage auf dem Schreibtisch, wo es immer gleich zur Hand ist, wenn ein Problem auftaucht.
Aber lohnt sich der Griff? Ja, denn hier sind die wichtigsten Kommandozeilenwerkzeuge mit den Optionen erläutert, die am häufigsten gebraucht werden. Der Autor macht sich zudem die Mühe, mit vielen Beispielen den Einsatz der Programme zu illustrieren. Dies hilft in der Praxis manchmal mehr als manch aufwendige Manpage.
Über eine reine Befehlsreferenz hinaus liefert das kleine Buch Informationen zu den wichtigsten Bestandteilen eines Linux-Systems. Erläutert werden die Hilfe, das Drucksystem, der richtige Umgang mit Textdateien und die Überwachung von Systemressourcen.
Das Buch ist im Kapitel Drucken erfreulicherweise auf dem Stand der aktuellen Technik: Cups und das BSD-Spooling-System stehen hier gleichberechtigt nebeneinander, was in Anbetracht der rückwärtskompatiblen Syntax von CUPS besonders interessant ist.
Für Wanderer zwischen den Welten bringt das Kapitel über die M-Tools Licht in so manche Kommandozeilenoption, die die Arbeit mit Dateien auf einem MS-DOS-Systemen einfacher machen. Der Erstellung von CDs widmet sich Günther in einem eigenen Kapitel, wobei auch hier der Schwerpunkt auf Kommadozeilenwerkzeugen liegt.
Das Buch macht einen runden Eindruck. Es ist sicher nicht vollständig, aber dafür ist es ein wenig handlicher, als viele andere Referenzen, die allzu sehr versuchen, alle Themen zu erschlagen und sich dabei ein wenig in der Breite verlieren.
Infos
| Autor | Karsten Günther |
| Titel | Linux Ge-packt |
| Preis | 14,95 Euro |
| ISBN | 3-935922-41-8 |
| Web | http://www.ge-packt.de |






