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Saurier im Netz

Internet-Anwendungen für den Sharp Zaurus

Auf der Kommandozeile

Doch wer braucht schon den kompletten Desktop eines entfernten Rechners auf dem Zaurus-Schirm? Weitaus praktischer und obendrein sicherer sind Verbindungen über SSH. Das entsprechende Paket auf ZaurusZone heißt openssh. Nach der Installation steht auf der Kommandozeile (anstelle des mitgelieferten Terminal-Programms empfehlen wir das Paket embeddedkonsole-tabs, das die Arbeit in mehreren virtuellen Fenstern ermöglicht) das Kommando ssh zur Verfügung. Damit können Sie sich vom Zaurus aus auf beliebigen Rechnern, auf denen ein SSH-Server läuft, einloggen (Abbildung 7). Das Display und die Tasten des PDAs sind zwar relativ klein, aber mit etwas Übung lassen sich die meisten Programme ganz gut bedienen (Abbildung 8).

Abbildung 7: Nach dem SSH-Login auf dem entfernten Rechner …

Abbildung 8: … liest man mit dem dort installierten Mail-Programm mutt die Zaurus-Mailingliste

Auch der umgekehrte Weg ist möglich: Der Zaurus kann einen SSH-Dienst anbieten. Dafür muss zunächst ein Host Keygeneriert werden. Tippen Sie dafür das Kommando ssh-keygen in der Kommandozeile ein. Als Ort für den Schlüssel geben Sie /usr/local/etc/ssh_host_key an, nebst einer leeren Passphrase. Von nun an können Sie den Dienst mittels sshd hoch- und mittels killall sshd herunterfahren. Achtung, bei einem leeren Passwort kommt man mit dem Kommando ssh root@IP.Adresse.des.Zaurus von einem Fremdrechner aus direkt zu einer Verbindung! Wenn Sie das Passwort von root (denn das ist der einzige Benutzer auf dem Zaurus) ändern wollen, benutzen Sie wie vom Linux-PC bekannt das Kommando passwd.

Das Paket servermanager erlaubt es übrigens, den SSH-Server (und auch den eingebauten Telnet-Server sowie den Web-Server boa) von einer grafischen Oberfläche zu starten und zu beenden.

Viele weitere praktische und vom Desktop-Linux-Rechner bereits bekannte Netzwerk-Kommandos wie ping, scp oder ftp sind ebenfalls auf dem Zaurus verfügbar oder lassen sich leicht nachinstallieren. Fortgeschrittene Zaurus-Nutzer können sogar NFS-exportierte Verzeichnisse eines Linux-Servers auf dem PDA einbinden: Auf ein

mount server
:/pfad
 /mnt/net

in der Zaurus-Kommandozeile hin stehen die Daten des Servers unter /mnt/net zur Verfügung. Das ist beispielsweise sehr praktisch, um Pakete, die nicht im Feed vorliegen, zu installieren. Einfach

ipkg install /mnt/net/NeuesPaket
.ipk

eingeben und abwarten. Danach müssen Sie Qtopia allerdings mittels Einstellungen / Shutdown / Qtopia neu starten von Hand neu starten.

Noch mehr Netz-Anwendungen

Zu den interessanteren Anwendungen, für deren genauere Vorstellung hier der Platz fehlt, zählt beispielsweise das Programm OpieFTP aus dem ZaurusZone-Paket opieftp. Dabei handelt es sich um einen FTP-Client, mit dem sich Daten dank grafischer Oberfläche leichter auf den PDA schaufeln lassen als mit dem kommandozeilenbasierten Pendant.

Wer gerne chattet, freut sich über Zic, ebenfalls über ZaurusZone erhältlich, das einen grafischen Zugang zu IRC-Servern bietet. Für Freunde des Instant Messaging ist kinkattalite (ZaurusZone-Paket kinkattalite) ein Muss, denn das Programm ermöglicht die Teilnahme am AOL-Instant-Messaging-Netz. Die Entwickler von Kismet [6], einem Programm zum Auffinden von WaveLANs, stellen inzwischen ebenfalls ein Zaurus-Paket ihrer Software zur Verfügung. Das Paket kismet-qt enthält die passende grafische Oberfläche dazu.

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