Basteln mit Ebenen

Ebenen erlauben es schnell und einfach verschiedene Versionen eines Bildes auszuprobieren. Sie lassen sich ein- und ausgeschalten. Verschiedensprachige Beschriftungen in ein- und demselben Bild sind daher kein Problem mehr.

Ebenen lassen sich vervielfältigen, so dass Retuschen, Zeichnungen, Texte oder Effekte beliebig oft identisch reproduziert oder in andere Bilder übertragbar sind.

Ebenen können jedoch noch mehr. Sie haben die Eigenschaft beliebig transparent oder opak zu sein. Damit erstellt man die sogenannten Masken. Ein Effekt, zwei Bilder sanft in einander zu überblenden, lässt sich mit zwei Bildern auf eigenen Ebenen und einer oder zwei Maskenebenen erreichen.

Der Vorteil: Sowohl die Grenze zwischen beiden Bildern als auch die Gradation können jederzeit bequem verändert werden. Farbverläufe lassen sich so hübscher gestalten. Wenn der Verlauf auf seiner eigenen Ebene sitzt, kann dieser beliebig verschoben oder in der Größe verändert werden, bis alles sitzt.

Mit dieser Methode lässt sich ebenfalls stanzen. So wird ein Objekt in ein bestehendes Bild eingeklebt. Dies bringt Vorteile. Das Objekt muss nicht durch Beschneiden passend gemacht und einzuklebt werden, sondern mit Masken: Das Ergebnis ist nicht endgültig und jederzeit justierbar. Einmal definiert, lässt sich die Maske zudem auf eine Vielzahl von Bildern anwenden.

Kanäle

Bilder bestehen aus verschiedenen Farbtönen, deren Darstellung durch geeignete Mischung aus den Grundfarben zustande kommt. Im Monitor sind dies die Farben Rot, Grün und Blau.

In der Drucktechnik verwendet man subtraktive Farbmischung mit den Farben Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz. Höhere Bildbearbeitungen wie Gimp sind in der Lage, die Grundfarben einzeln zu behandeln, in den sogenannten Kanälen.

Mit dieser Aufteilung können Farben viel selektiver und damit präziser bearbeitet werden als zusammen. Leider beherrscht Gimp jedoch nicht das kanalseparierte Abspeichern in einzelnen TIFF-Dateien, so dass eine Separierung nur innerhalb von Gimp funktioniert.

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