Suchvergnügen und -leid

Damit braucht man es beim gegenwärtigen Entwicklungsstand des Programms allerdings nicht übertreiben. Denn obwohl man im Reiter Suche (Abbildung 4) vorgeblich die Möglichkeit hat, nur in Beschreibungen zu suchen, funktioniert dies momentan ebensowenig wie das Stöbern im Datenträgernamen (Platte) oder in den Schlagworten (Kategorie). So bleibt derzeit lediglich die Suche nach Datei- und/oder Verzeichnisnamen.

Will man nicht nach vollständigen Namen forsten, schaltet man den Punkt Regulärer Ausdruck zu. Dann findet GWhere beim Suchbegriff png beispielsweise alle Dateien, die den String png enthalten, etwa libpng.so.2 und top-bg.png. Hat man es lediglich auf PNG-Grafiken abgesehen, deren Namen auf png oder PNG enden, nimmt man den Dollar als String-Ende-Markierung hinzu und sucht nach png$. Ist Gross-/Kleinschreibung hinzugeschaltet, achtet GWhere pedantisch auf die Schreibweise des Suchbegriffs: Ein Großbuchstabe darin passt dann nur noch auf Dateien, die diesen Großbuchstaben an der passenden Stelle enthalten.

Abbildung 4: Suche nach PNG-Dateien

Ärgerlich wird es, wenn das Programm nichts findet: Nichts, kein Fortschrittsbalken, kein Statustipp, verrät, ob die Suche erfolglos abgeschlossen wurde oder noch in Gang ist.

Genau diese Ungereimtheiten im User-Interface sorgen immer mal wieder für kleine Adrenalinschübe, doch eigentlich ist das Tool ein Muss für alle, die in ihrer Daten-CD-Sammlung langsam nicht mehr durchblicken. Schade auch, dass GWhere immer nur eine Index-Datei liest und bearbeitet. Wer die MP3-Sammlung nicht mit den LinuxUser-CDs vermischen will, muss die jeweiligen CDs in zwei verschiedenen Dateien katalogisieren. Zum Glück kann man mehrere GWhere-Prozesse nebeneinander laufen lassen …

Glossar

; (Semikolon)

Ein Semikolon zwischen zwei Befehlen auf der Kommandozeile wirkt wie ein Druck auf [Enter]: Sobald das erste Kommando abgearbeitet ist, kommt das zweite an die Reihe. So lassen sich mehrere kurze Befehle schnell hintereinander absetzen.

runde Klammern

In runde Klammer gesetzte Befehle werden nicht in der aktuellen Shell, sondern einer neuaufgerufenen (und nach Ende der Abarbeitung automatisch wieder geschlossenen) Sub-Shell abgearbeitet. Damit gibt es die Möglichkeit, ihnen mit Environment-Variablen eine eigene Umgebung zu schaffen. Im Beispiel bezieht sich der Wert von LANG nur auf die Sub-Shell, in der GWhere gestartet wird, nicht auf die Arbeitsshell. Somit muss nur GWhere Deutsch sprechen; andere, ebenfalls in der Arbeitsshell aufgerufene Programme (und die Arbeitsshell selbst) arbeiten weiterhin mit dem Standard-Setting für LANG.

Infos

[1] Christian Perle: "Installieren mit Rückwärtsgang", LinuxUser 05/2002, S. 62 f., http://www.linux-user.de/ausgabe/2002/05/062-ootb/checkinstall-3.html

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 
TABLET & SMARTPHONE APPS
Bald erhältlich
Get it on Google Play

Deutschland

Ähnliche Artikel

  • Pakete bauen ohne Mehraufwand
    Selbst kompilierte Software fällt durch das Paketmanagement-Raster – oft mit unangenehmen Folgen. Hier schafft Checkinstall unkompliziert Abhilfe.
  • checkinstall
    Wer unter Linux viel aktuelle Software ausprobiert, kennt das Problem: Neueste Programmversionen existieren oft nur als tar-Archiv und lassen sich lediglich unter Klimmzügen wieder deinstallieren. Checkinstall schafft Abhilfe.
  • Paketbau in Eigenregie mit Checkinstall
    Ihr Lieblingsprogramm gibt es nur als Quelltext zum Selberbauen? Kein Problem: Mit Checkinstall bekommen Sie die Software sauber ins System und auch wieder heraus.
  • Baumeister
    Beim Bau von Softwarepaketen für eine bestimmte Distribution führen viele Wege zum Ziel. Checkinstall bietet vermutlich den einfachsten Weg, um selbst kompilierte Software mit der Paketverwaltung zu versöhnen.
  • Deutlich leichter
    KDE 4 gilt inzwischen auch bei Kritikern des neuen Desktops als stabil. Die Entwickler haben deshalb in Version 4.4 eine Handvoll neuer Fähigkeiten eingebaut und an zahlreichen Details gefeilt, um KDE 4 noch besser zu machen.
Kommentare

Infos zur Publikation

LU 10/2017: Daten retten & sichern

Digitale Ausgabe: Preis € 8,50
(inkl. 19% MwSt.)

LinuxUser erscheint monatlich und kostet 5,95 Euro (mit DVD 8,50 Euro). Weitere Infos zum Heft finden Sie auf der Homepage.

Das Jahresabo kostet ab 86,70 Euro. Details dazu finden Sie im Computec-Shop. Im Probeabo erhalten Sie zudem drei Ausgaben zum reduzierten Preis.

Bei Google Play finden Sie digitale Ausgaben für Tablet & Smartphone.

HINWEIS ZU PAYPAL: Die Zahlung ist ohne eigenes Paypal-Konto ganz einfach per Kreditkarte oder Lastschrift möglich!

Aktuelle Fragen

IT-Kurse
Alice Trader, 26.09.2017 11:35, 1 Antworten
Hallo liebe Community, ich brauche Hilfe und bin sehr verzweifelt. Ih bin noch sehr neu in eure...
Backup mit KUP unter Suse 42.3
Horst Schwarz, 24.09.2017 13:16, 1 Antworten
Ich möchte auch wieder unter Suse 42.3 mit Kup meine Backup durchführen. Eine Installationsmöglic...
kein foto, etc. upload möglich, wo liegt mein fehler?
kerstin brums, 17.09.2017 22:08, 5 Antworten
moin, zum erstellen einer einfachen wordpress website kann ich keine fotos uploaden. vom rechne...
Arch Linux Netzwerkkonfigurationen
Franziska Schley, 15.09.2017 18:04, 0 Antworten
Moin liebe Linux community, ich habe momentan Probleme mit der Einstellung des Lan/Wlan in Arc...
WLan mit altem Notebook funktioniert nicht mehr
Stefan Jahn, 22.08.2017 15:13, 0 Antworten
Ich habe ein altes Compaq-6710b Notebook mit Linux Mint Sonya bei dem WLan neulich noch funktioni...