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Distri-Bits

Es gibt sie doch!

Wer nach all den Ankündigungen und Verschiebungen schon nicht mehr daran glaubte, dass Debian 3.0 mit dem Codenamen woody jemals das Licht der Welt erblicken würde, kann seit dem 19. Juli 2002 aufatmen. Erstmalig hat KDE offiziell Einzug in eine stabile Version von Debian/GNU Linux gehalten, allerdings nur in Version 2.2. Zudem gibt es GNOME 1.4 und endlich auch XFree86 4.1. Beim Linux-Kernel hat man die Wahl zwischen der 2.2er und der 2.4er Serie. Erstmalig nimmt die Distribution für sich in Anspruch, kompatibel zum "Filesystem Hierarchy Standard" 2.2 zu sein, und unterstützt Software, die für die Linux Standard Base geschrieben wurde, auch wenn sie selbst noch nicht LSB-zertifiziert ist. Ausfürliche Informationen sind unter http://www.debian.org/releases/woody/releasenotes zu finden; CD-Images unter http://www.debian.org/CD/.

Sichergehen bei Debian, SSH und LPRng

Kurz vor dem langersehnten Release von Debians neuer stabiler Version 3.0. veröffentlichte das Projekt noch schnell die siebte Revision von Debian GNU/Linux 2.2 (Codename "Potato"). Sie enthält hauptsächlich Sicherheitsaktualisierungen und Korrekturen ernsthafter Fehler.

Potato-Anwender, die ihr System regelmäßig über security.debian.org aktualisieren, dürften kaum Pakete updaten müssen. Doch auch sonst fällt der Umstieg auf die neue Revision mit dem APT-Paketmanager [2] leicht. Passende Mirror-Server finden Sie unter http://www.debian.org/distrib/ftplist.

Auch Mandrake-User sollten sich umgehend darum kümmern, diverse Sicherheitslücken zu schließen: So steht ein Update für das Print-Spool-System LPRng aus Linux Mandrake 8.1 und 8.2 bereit, das die unsichere Standardeinstellung behebt, bei der es von jedem Host im Netzwerk Druck-Jobs entgegen nimmt.

Ein Update von openssh empfiehlt sich derzeit allen Usern, egal welcher Distribution, um externe Angriffsmöglichkeiten auszuschließen.

Bei Mandrake geht dies recht komfortabel mit MandrakeUpdate; welche weiteren Updates aktuell anstehen, erfahren Sie nach Versionsnummern fein säuberlich sortiert auf http://www.linux-mandrake.com/en/updates/.

Nicht über MandrakeUpdate gehen Kernel-Upgrades; dazu finden Sie eine Anleitung unter http://www.mandrakesecure.net/en/docs/magic.php.

Infos

[1] Patricia Jung, Hans-Georg Eßer: "Handgemacht", LinuxUser 01/2002, S. 34 f.

[2] Martin Loschwitz: "Packman", Linux-Magazin 07/2002, S. 65 ff.

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