Scheibenkleister

Wenn Ihr Computer mehrere Festplatten beinhaltet, sollten Sie ernsthaft in Erwägung ziehen, die Festplatte, die Sie nur selten brauchen, nur bei Bedarf zu mounten. So kommt Linux erst gar nicht auf die Idee, auf diese zuzugreifen. Gerade Festplatten, auf die wir unsere Sicherheitskopien ziehen, könnten z. B. auch zum Backup-Zeitpunkt gemountet werden; das ist früh genug. Eine weitere Möglichkeit, die Schreibzugriffe auf die Festplatte zu reduzieren, ist, sie mit den Parametern noatime und nodiratime zu mounten.

Kasten 2: Die Datei

/etc/fstab

mit einem

noatime

-Eintrag

/dev/hda6 /              ext2  defaults   1   1
/dev/hdb2 swap           swap  defaults   0   0
/dev/hdb6 /neu           ext2  rw,suid,dev,exec,auto,nouser,async,noatime   1   1
/dev/hdc  /media/cdrom   auto  ro,noauto,user,exec 0   0
/dev/fd0  /media/floppy  auto  noauto,user 0   0
proc      /proc          proc  defaults   0   0

Im Beispiel aus Kasten 2 ist die Partition /dev/hdb6 mit noatime gemountet. Aber was passiert dann? Nun, Linux hält, wenn es entsprechend konfiguriert ist, auch die Zeit des letzten Dateizugriffs fest (diese Einstellung gehört tatsächlich zu den Standardeinstellungen). Probieren Sie doch einmal

ls -lu datei

Das u sorgt dabei für die Ausgabe des letzten Zugriffs auf die Datei. Wenn Sie jetzt ein more datei machen (also nur lesen), wird von Linux der letzte Zugriffszeitpunkt vermerkt. Wenn Sie nun erneut

ls -lu datei

aufrufen, hat sich das Datum geändert. Ich habe diese Information wirklich noch nie gebraucht, also spare ich mir diesen schreibenden Zugriff auf meine Festplatte. Insbesondere, wenn auf die Datei häufiger zugegriffen wird (und Linux sie ohnehin schon in den Hauptspeicherbereich verschoben hat), ist der Zugriff umso überflüssiger.

on the road

Ganz wichtig sind die Stromsparvorsätze für diejenigen, die ihr Linux durch die Welt tragen. Es gibt nur wenige Dinge, die lästiger sind, als eine Batterie auf einem Laptop, die fast leer ist. Und das am besten genau dann, wenn man wirklich dringend Dinge zu erledigen hat und keine Steckdose weit und breit in Sicht ist. Diesen Anwendern kann ich nur alle oben bereits erwähnten Sparmaßnahmen wärmsten ans Herz legen. Hier noch die letzten Watts zu vermeiden, ist schon eine etwas fortgeschrittenere Aufgabe. Lesen Sie doch mal unter [2] nach, ob etwas für Sie dabei ist.

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