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USB 2.0 und Firewire nachrüsten

Diagnose-Tool gscanbus

Als Diagnose-Tool für Firewire hat sich gscanbus bewährt. Das GTK-Programm zeigt Ihnen die Firewire-Controller mit allen angeschlossenen Geräten grafisch an. So können Sie leicht feststellen, ob ein Gerät überhaupt erkannt wurde und welche Eigenschaften ihm zugeordnet sind. gscanbus gibt es derzeit nur im Quellcode, den Sie auf der Heft-CD unter /cdrom/LinuxUser/firewire finden. Um das Programm zu übersetzen, benötigen Sie neben Compiler und Standardbibliotheken auch die Pakete glib-devel, gtk-devel, libraw1394 und libraw1394-devel. Die letzten beiden haben wir als RPM-Paket, Debian-Paket und im Quellcode auf die Heft-CD genommen. Zum Installieren von gscanbus rufen Sie zunächst im Verzeichnis des Quellcodes ./configure und anschließend make install auf.

Die Auswahl der richtigen Firewire-Karte ist nicht leicht. Nur selten geben die Hersteller die volle Chipsatz-Bezeichnung an. Uns standen zwei Karten mit dem weit verbreiteten Texas-Instruments-Chipsatz zur Verfügung: die Exsys EX-6450 von IT-Saw mit TSB-43AB22 sowie die DC-1394 PCI von Dawicontrol [3] mit TSB-12LV26. Laut Kompatibilitätsliste unter [4] werden beide Chipsätze vom Modul ohci1394 voll unterstützt.

Firewire-Festplatte einbinden

Zunächst laden Sie das Modul ohci1394 mittels modprobe, und falls Sie gscanbus benutzen möchten, noch das Modul raw1394. Spätestens jetzt schließen Sie die Firewire-Festplatte an und laden erst danach das Modul sbp2. In der Datei /var/log/messages wird Ihnen ähnlich wie in Listing 2 angezeigt, welche Devices der Festplatte zugeordnet wurden.

Listing 2

Kernel-Meldungen des

sbp2

-Moduls bei angeschlossener Festplatte

01:  ieee1394: sbp2: Logged into SBP-2 device
02:  ieee1394: sbp2: Node[01:1023]: Max speed [S400] - Max payload [2048]
03:  SBP-2 module load options:
04:  - Max speed supported: S400
05:  - Max sectors per I/O supported: 255
06:  - Max outstanding commands supported: 8
07:  - Max outstanding commands per lun supported: 1
08:  - Serialized I/O (debug): no
09:    Vendor: TOSHIBA   Model: MK3017GAP         Rev:
10:    Type:   Direct-Access                      ANSI SCSI revision: 06
11:  scsi1 : IEEE-1394 SBP-2 protocol driver (host: ohci1394)
12:  Attached scsi disk sdb at scsi1, channel 0, id 0, lun 0
13:  SCSI device sdb: 58605120 512-byte hdwr sectors (30006 MB)
14:   sdb: sdb1 < sdb5 sdb6 sdb7 >
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Infos zum Autor

Mirko Dölle

Redakteur für Linux bei c't, Heise Zeitschriften Verlag; ehemals Competence Center Hardware/Linux-Magazin, Linux New Media AG


Infos zur Publikation

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LinuxUser 06/2012

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