LGames, spielen unter Linux

Auch wenn mit Loki Games die bekannteste Spieleschmiede unter Linux den Weg alles Irdischen gegangen ist, bedeutet das nicht das Ende der Kurzweil. Schließlich gibt es noch eine ganze Reihe von kleineren, freien Spieleschmieden, wie zum Beispiel LGames. Zwar findet man hier keine komplexen Strategiespiele, doch Titel wie LGeneral, LBreakout2 oder LTris gehören im Prinzip auf den Rechner jedes Zockers und haben außerdem einen gewissen Suchtcharakter, dem fast dieser Artikel zum Opfer gefallen wäre. Werfen wir einen Blick auf die beiden aktuellen Releases.

LTris ist ein Klon des bekannten Tetris für bis zu drei Spieler. Da LTris nicht netzwerkfähig ist, müssen diese sich die Tastatur teilen, was aber dennoch für einigen Spielspaß sorgt. Ist kein menschlicher Gegner greifbar, lässt sich LTris aber auch in der klassischen Variante alleine oder gegen den Computer spielen. Der Spieler kann dabei auf jeder beliebigen Schwierigkeitsstufe starten. Wem das immer noch zu simpel ist, dem bietet LTris die Möglichkeit, mit Mustern vordefinierter Zeilen zu starten. Neben der Geschwindigkeit ändert sich auch das Muster in jedem Level. Besonders bei höheren Levels wird so das Knacken des High-Score sicher nicht zur langweiligen Angelegenheit.

Ein weiterer Schützling aus der LGames-Schmiede ist LGeneral, das dem bekannten Panzer General nachempfunden wurde. Mit Hilfe eines Konverters, der ebenfalls bei LGames erhältlich ist, können sogar die alten Panzer-General-Daten übernommen werden. LGeneral bietet einen Satz eigener Szenarien in einem separaten Archiv, die allesamt Schlachten aus dem zweiten Weltkrieg nachempfunden sind. Einen Linux-Editor zum Erstellen neuer Karten und Szenarien gibt es im Augenblick noch nicht. Allerdings würde sich der Autor sehr freuen, falls sich jemand dieser Aufgabe annimmt. Bis dahin muss mit den Windows-Editoren für Panzer General Vorlieb genommen werden. Ziel des Spiels ist es, seine Einheiten strategisch zu plazieren, um je nach gewählter Nation sein Terrain zu sichern oder neues zu erobern. Als Gegner stehen der Computer oder ein anderer Spieler, der aber am gleichen Rechner sitzen muss, zur Auswahl. Wie LTris ist auch LGeneral leider nicht netzwerkfähig. Bei LGames gibt es noch eine Reihe weiterer Spiele, die alle unter der GPL zum freien Download bereit stehen. Wer also Ablenkung unter Linux sucht, sollte dort auf jeden Fall vorbei schauen. http://www.lgames.org

PDF-Viewer

Adobe stellt mit zirka einem Jahr Verspätung endlich den Acrobat Reader 5.05 für Linux bereit. Lange erwartet, liegen die Neuerungen primär im Darstellungsbereich. Verbesserte Lesbarkeit von Texten auf LCD-Display zählt ebenso dazu wie die Unterstützung von transparenten Illustrator-9.0-Grafiken und optimierte automatische Ausrichtung von PDF-Dokumenten nach einer größeren Veränderung des Fensters. Doch es gibt auch neue Funktionen: So ist der Acrobat Reader nun endlich in der Lage, mit dem Browser geladene Dokumente auf der lokalen Festplatte zu speichern - eine Funktion, die schon lange fällig war. Ebenfalls neu ist die Möglichkeit, die Icons in der Symbolleiste frei anzuordnen. Damit erschöpfen sich aber schon die funktionellen Unterschiede zum Vorgänger. http://www.adobe.org

Wem der Acrobat Reader zu ressourcenhungrig ist, für den ist Xpdf eine schlanke Alternative. Neben einem reinen PDF-Betrachter gehören verschiedene Konverter und ein Tool zur Extraktion von Bildern aus PDF-Dokumenten zum Xpdf-Paket. Ansonsten gibt sich Xpdf im Vergleich zu Adobes Produkt eher spartanisch, bietet es doch weder Navigation mit Bookmarks noch Thumbnails zur Seitenvorschau. Dies macht Xpdf mit seinem geringen Ressourcenbedarf jedoch wieder wett. Schließlich benötigt es nur ein Achtel des Speichers, den der Acrobat Reader reserviert, und ist damit gerade für kleinere Systeme eine leistungsfähige und schnelle Alternative. http://www.foolabs.com/xpdf/

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