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Distributionen im Vergleich

In regelmäßigen Abständen schauen wir uns Linux-Distributionen an, um Ihnen neue Entwicklungen zu zeigen und generell einen Leistungsvergleich vorzunehmen. Auch diesmal standen natürlich die "großen Drei", SuSE, Mandrake und Red Hat im Rampenlicht, aber mit Lycoris und SOT Linux präsentieren wir auch zwei Neueinsteiger.

In Ausgabe 01/2002 hatten wir zuletzt verglichen - jetzt war es wieder so weit. Die letzten Monate haben uns ja Einiges an interessanten Software-Neuerscheinungen gebracht: OpenOffice, Mozilla und KDE sind in ersten stabilen oder wichtigen neuen Versionen erschienen. Ob die neuen Distributionen genauso viel Neues mitbringen, haben wir uns angesehen.

XP: Extended Problems

Eigentlich ist inzwischen alles so einfach: Viele aktuelle Linux-Distributionen haben ein Programm in ihre Installationsroutine integriert, mit dem sich Windows-Partitionen verlustfrei verkleinern lassen. Das ist wichtig, weil auf einem Rechner mit vorinstalliertem Windows oft der gesamte Plattenplatz von einer einzigen Windows-Partition belegt wird. Da Linux eigene Partitionen braucht, muss ansonsten die Windows-Partition gelöscht werden, wenn es keinen solchen "Resizer" gibt.

Seit sich Microsoft von der Windows-95-Linie (zu denen noch die Versionen 98 und Me gehören) verabschiedet hat und mit XP komplett auf die NT-Plattform umgestiegen ist, werden mehr und mehr Rechner ausgeliefert, bei denen wiederum die Platte komplett mit Windows belegt ist - diesmal aber in Gestalt von NTFS-Partitionen, mit denen die Repartitionierer nichts anfangen können. Es gibt keine einzige Linux-Distribution, die in der Lage wäre, auf einem solchen System zu installieren, ohne Windows komplett von der Platte zu löschen.

Nur kommerziell zu lösen

Das Problem lässt sich zur Zeit nur durch zusätzliche Ausgaben lösen: Am unproblematischsten ist in einem solchen Fall der Kauf und Einbau einer zusätzlichen Festplatte - dadurch bleibt für Windows alles beim Alten, und Linux kann bequem auf der Zweitplatte installiert werden.

Die zweite Möglichkeit kostet ebenfalls: Sie können ein kommerzielles Tool wie Partition Magic oder Paragon Partition Manager verwenden, um die Größe der NTFS-Partition (datenerhaltend) zu verkleinern.

Jedenfalls ist es an der Zeit, dass auch ein freies Tool zur NTFS-Partitionsbearbeitung entsteht. Das ntfs-tools-Projekt (http://linux-ntfs.sourceforge.net/status.html#ntfstools) hat zwar ein resize in der Liste der Tools, dieses Unterprojekt hat jedoch den Status "noch nicht gestartet".

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