Der andere Desktop

Red Hat ist der einzige Distributor, der beim Desktop in erster Linie auf GNOME setzt. Zwar ist KDE 3 Teil des Pakets, doch wer alle Vorgaben übernimmt, landet schließlich auf einem GNOME-Desktop. Außerdem sind im KDE-Startmenü nicht alle Anwendungen eingetragen, so war etwa der Video- und DVD-Player Xine nur unter GNOME zu finden. GNOME als Standard einzusetzen, ist ansonsten prinzipiell kein Nachteil, zumal sich bei jedem Anmeldevorgang neu entscheiden lässt, welcher Desktop gestartet werden soll. Das Desktop-Icon, über das ein "Kontrollzentrum" mit Tools für die wichtigsten Konfigurationsaufgaben erreichbar ist, steht unter beiden Desktops gut sichtbar auf der ansonsten sehr aufgeräumten Oberfläche bereit.

Abbildung 1: Der Standard-Desktop unter Red Hat Linux ist GNOME

Freie Wahl beim Internet-Zugang

Das Programm zur Internet-Konfiguration unterstützt DSL, ISDN und Modems und bietet für die beiden letzteren eine Provider-Datenbank, die neben den großen bundesweiten Providern auch zahlreiche lokale kennt - selbst die Einwahlnummern der Hochschulrechenzentren für ihre Studenten sind hier gespeichert. Merkwürdigerweise stehen die lokalen Daten aber nur bei der ISDN-Konfiguration zur Verfügung: Bei der Modem-Einrichtung werden nur die bundesweiten angezeigt. Interessant ist darüber hinaus, für welche Länder diese Datenbanken existieren: Neben Deutschland gibt es Daten für Tschechien, Norwegen, Slovenien und England - Österreich und die Schweiz tauchen hingegen im deutschsprachigen Produkt nicht auf.

Abbildung 2: Ein Internet-Zugang über Modem, ISDN oder DSL ist schnell konfiguriert

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