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Gnomogram

gFTP 1.2.12

Auch wenn heutzutage jeder Web-Browser Dateien via FTP herunterladen kann, gehört ein leistungsfähiger FTP-Client doch auf jeden Rechner. Dabei ist das alte FTP aus den Anfängen von Unix längst nicht mehr zeitgemäß. Wer intensiver mit FTP arbeitet, wird den Komfort eines Programmes wie gFTP bald zu schätzen wissen. Leider fehlt im Augenblick noch eine aktuelle Dokumentation. Die mitgelieferte aus dem Jahr 1999 behandelt eine sehr frühe Version von gFTP und beschränkt sich obendrein auf die Grundfunktionen. Folglich geht Probieren über Studieren.

Die Fensteraufteilung von gFTP ist eher klassisch und leider nicht konfigurierbar. Lokale Platte auf der einen, FTP-Server auf der anderen Seiten des Fensters. Darunter gibt es je ein Statusfenster für die zu übertragenden Dateien und das Verbindungsprotokoll. Interessant, aber nirgends dokumentiert ist, dass statt der lokalen Festplatte auch ein anderer FTP-Server angegeben werden kann. Mit Hilfe des FXP-Protokoll baut gFTP dann eine Verbindung zwischen zwei Servern auf, um Dateien von A nach B zu übertragen, ohne den eigenen Rechner zu belasten. Selbstverständlich müssen beide Server das FXP-Protokoll unterstützen. Neben FXP unterstützt gFTP auch die Protokolle FTP, HTTP und SSH, letzteres in beiden gängigen Versionen. Dabei macht besonders die Implementation des SSH-Protokolls gFTP attraktiv. gFTP ermöglicht es so, wesentlich komfortabler Dateien in einer verschlüsselten Verbindung zu übertragen, als das in OpenSSH enthaltene Programm sftp. Sogar komplette Verzeichnisbäume lassen sich bequem übertragen. Damit ein solcher Download nicht die ganze Bandbreite vereinnahmt, kann gFTP ein Transferlimit übergeben werden. Geschickt gewählt, reicht die verbleibende Bandbreite problemlos zum Surfen oder Chatten. Natürlich sind das nur einige der Funktionen von gFTP. Da es, wie bereits erwähnt, keine aktuelle Dokumentation gibt, sollten Sie schon etwas Entdeckergeist besitzen. Probieren Sie ruhig alle Einstellungen aus: Es lohnt sich. http://gftp.seul.org/

dia

Sicher haben Sie auch schon einmal bei einem Vortrag oder einer Schulung die Organigramme und Flussdiagramme des Dozenten bewundert und sich gefragt, ob so etwas auch unter Linux machbar ist. Zwar ist Star Impress schon länger in der Lage, Organigramme zu erstellen, der Funktionsumfang muss aber eher als marginal bezeichnet werden. Dia tritt nun an, auf einfachem und komfortablem Weg Diagramme in Linux-Präsentationen zu bringen. Zwar kann sich Dia im Augenblick noch nicht mit Microsoft Visio, der Referenz zur Erstellung von Diagrammen, messen, aber man ist ja schließlich noch auf dem Weg und nicht bereits am Ziel. Die einfache Bedienung ermöglicht in kürzester Zeit erste Erfolge. Dabei müssen Sie die verschiedenen Objekte Ihres Diagramms nicht selber zeichnen. In 19 vorgegebenen Kategorien, die von Chronogramm über Netzwerk bis Zivil reichen, können Sie aus verschiedenen Standardobjekten wählen. Jedes Objekt Ihres Diagramms verwaltet Dia in einem Diagrammbaum, ähnlich dem Navigator von Star Office. In diesem Baum können sie Objekte direkt anwählen und die Eigenschaften über das Kontextmenü der rechten Maustaste ändern. Gerade bei großen Diagrammen gehen Änderungen so schnell von der Hand. Einen weiteren Pluspunkt von Dia gegenüber Star Impress stellt das Ebenenkonzept dar: Wie bei Gimp oder Photoshop lassen sich alle Elemente eines Diagramms auf verschiedene Ebenen verteilen, welche bei Bedarf eingeblendet werden. Ein separates Dialogfenster erleichtert deren Verwaltung.

Die so erstellten Diagramme können entweder im Dia-eigenen Format gespeichert oder zur weiteren Bearbeitung in andere Formate exportiert werden. Neben SVG und PNG unterstützt Dia noch zehn weitere Formate. Ein Visio-Filter gehört aber nicht zum Repertoire. Bei den Importfiltern ist die Liste sehr übersichtlich: Außer dem eigenen Format werden nur DXF und FIG unterstützt. Es ist aber gut möglich, dass sich hier schon in einer der nächsten Versionen weitere Formate hinzugesellen.

Nichtsdestotrotz ist Dia bereits jetzt für ernsthafte Aufgaben geeignet. Wer bis dato seine Organigramme mit StarOffice erstellt hat, wird begeistert sein. http://www.lysator.liu.se/~alla/dia/

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