Home / LinuxUser / 2002 / 08 / Mit dem Sharp Zaurus ins Internet

Newsletter abonnieren

Lies uns auf...

Folge LinuxCommunity auf Twitter

Top-Beiträge

Mandriva gibt Distribution in die Hände der Community
(268 Punkte bei 24 Stimmen)
Neues vom Systemd
(161 Punkte bei 4 Stimmen)

Heftarchiv

LinuxUser Heftarchiv

EasyLinux Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Partner-Links:

Shopping
Topsuche
 
Yatego Deutschlands größte Shoppingmall. 10000 Shops,
3.5 Mio Artikel. Alle Bestseller, Servertechnik und Technik Themenwelten.

Notebooks und Netzwerkhardware bei Mercateo günstig kaufen.
Internet Telefonie mit VoIP Telefonen von Gigaset
Das B2B Portal www.Linx.de informiert über Produkte und Dienstleistungen.
Günstige Digitalkameras finden Sie im Preisvergleich.

Saurier in freier Wildbahn

Mit dem Sharp Zaurus ins Internet

01.08.2002 Wie kommt ein Zaurus-PDA ins Netz? Da er mit Linux als Betriebssystem läuft, leicht und auf unterschiedlichste Weise. Wir zeigen, wie's geht.

Der Sharp Zaurusist nicht nur ein einfacher PDA – mit Linux als Betriebssystem ist er bestens auf einen Betrieb im Internet eingerichtet. Im Folgenden stellen wir Ihnen verschiedene Methoden vor, mit denen man ihn ins Netz der Netze bringen kann: mit dem mitgelieferten USB-Kabel, per Handy oder mit einer WaveLAN-Karte. Egal auf welchem Weg Ihr Zaurus ins Netz gelangt ist, stehen Ihnen danach viele neue Anwendungsmöglichkeiten offen, von denen wir im nächsten Heft die spannendsten vorstellen.

Lässig: Mit WaveLAN-Karte

Die entspannteste Variante ist leider auch die teuerste: Vernetzung mit WaveLAN. Dies ist ein Standard (IEEE 802.11b) für drahtlose Netzwerkkommunikation, der ähnlich einem kabelgebundenen Ethernetbenutzt wird. Sein großer Vorteil: Man kann den Zaurus wirklich mobil, ohne jegliches Kabel, verwenden. Allerdings verbraucht die für eine solche Anbindung nötige CompactFlash-WaveLAN-Karte zusätzlichen Strom, so dass die Akkulaufzeit mit diesem Zubehör auf etwa eineinhalb bis zwei Stunden sinkt.

Entsprechende Karten gibt es zum Beispiel bei [2] für etwa 300 € zu erwerben. Beim Kauf lohnt es sich aufzupassen [3]: Nicht alle Karten funktionieren mit dem Zaurus, und manche Modelle blockieren das Stiftfach oder den Kopfhörerausgang. Falls Sie dennoch solch eine Karte erwischt haben, können Sie den Stift nur bei ausgeschaltetem Gerät ins Fach hineinstecken oder herausnehmen, ohne die Netzanbindung zu unterbrechen.

Außerdem benötigen Sie eine Gegenstelle, mit der die Karte im Zaurus Kontakt aufnehmen kann. Viele Firmen und Universitäten haben diese Infrastruktur bereits installiert; der Zaurus sollte überall mitfunken können, wo gemäß "802.11b" vernetzt wurde. Für ein Heimnetzwerk benötigen Sie eine Basisstation, die die Daten vom Funknetz ins Internet weiterleitet, zum Beispiel über Modem oder ADSL. Hier gibt es separate Geräte (etwa die Apple AirPorts), die sehr einfach zu installieren sind. Alternativ kann auch ein Linux-Rechner mit WaveLAN-Karte diese Aufgabe übernehmen, indem er die Adressen im dahinterliegenden drahtlosen Netz maskiert (siehe auch [4]).

Wenn die Hardware-Seite geklärt ist, teilt man dem Zaurus zunächst die Einstellungen des Wireless LANs unter Einstellungen / Wireless LAN Einstellungen mit (Abbildung 1). In der Regel müssen Sie hier die verwendete ESSID ("Extended Service Set ID"), die vielfach auch als Netzwerkname bekannt ist, sowie den Typ des Netzwerks einstellen. Letzterer ist bei Installationen, die spezielle Access Points benutzen, Infrastruktur und nur bei selbstgebauten Lösungen 802.11 Ad-Hoc. Eventuell müssen Sie hier außerdem noch die verwendeten WEP-Einstellungen eintragen.

Abbildung 1: Die Wireless-LAN-Einstellungen des Autors

Im zweiten Schritt erstellen Sie unter Einstellungen / Netzwerk & Sync eine neue "LAN - TCP/IP"-Verbindung. Abhängig von der Installation des Funk-LANs sollte es ausreichen, in deren Verbindungseinstellungen die Option Automatische TCP/IP-Konfiguration aktiviert zu lassen (Abbildung 2). Nach dem Schließen dieses Kontrollfelds können Sie einfach die WaveLAN-Karte in den Zaurus stecken und sollten automatisch ins Netz eingebunden werden.

Abbildung 2: Die Verbindungseinstellungen für das WLAN

Funktioniert das nicht auf Anhieb, überprüfen Sie am besten zuerst die Wireless-LAN-Einstellungen. (Manche Karten zeigen an, wenn Sie kein Netz finden können, Proxim Harmony-Karten zum Beispiel durch Blinken der grünen Leuchtdiode.) Wenn diese Einstellungen richtig sind, schauen Sie sich den Verbindungsstatus im Netzwerk & Sync-Kontrollfeld auf dem Reiter Aktuelle Konfiguration an: Falls hier neben IP-Adresse nur eth0 zu lesen ist, ist das ein typisches Zeichen dafür, dass die Konfiguration des Netzwerks, also nicht die der WaveLAN-Karte, fehlerhaft ist. Versuchen Sie in diesem Fall, die IP-Adresse und -Parameter doch von Hand einzustellen, indem Sie im Reiter Verbindungen Ihre Verbindung auswählen, auf Einstellungen klicken und dort die Werte eintragen.

Mobil: Mit Handy und IR

Unabhängiger von spezieller Infrastruktur sind Sie mit einem Handy und Einwahlverbindung. Der Zaurus besitzt an der linken Gehäuseseite eine IrDA-Schnittstelle, über die er mit einem Handy kommunizieren kann (Abbildung 3). Das Mobil-Telefon muss ein sogenanntes Softmodem über die Infrarotschnittstelle bereitstellen, das heißt, es muss reguläre AT-Befehleverstehen. Dies ist meist bei als "Business-Handy" vermarkteten Geräten wie zum Beispiel dem Nokia 6210 oder dem Siemens S35i der Fall; [5] gibt detailliertere Auskunft.

Abbildung 3: Internet-Einwahl mit Handy

Außerdem benötigen Sie eine Einwahlmöglichkeit, entweder über Ihren normalen Internet-Provider oder auch über Ihren Handy-Netzbetreiber. Auf dem Zaurus gehen Sie in den Reiter Einstellungen und wählen dort Internet Wizard. Dann erstellen Sie mit Neu eine neue Verbindung und suchen den Punkt Wählverbindung aus. Auf der zweiten Seite tragen Sie einen Namen für die Verbindung und die Telefonnummer ein. Als Modemtyp wählen Sie IR für Infrarot. In den erweiterten Einstellungen (der Weg dahin ist in Abbildung 4 rot markiert) wählen Sie eine Datenrate, die Ihr Handy nicht überfordert; 19200 hat sich bewährt, schneller ist die Kommunikation über Mobiltelefon sowieso nicht. Auf der dritten Seite tragen Sie Ihre Benutzerkennung und (wenn Sie möchten) auch Ihr Passwort ein. DNS-Adressen brauchen Sie in der Regel nicht anzugeben, die meisten Internet-Provider teilen sie automatisch mit. Wenn gewünscht nehmen Sie im selben Wizard auch gleich Ihre E-Mail-Einstellungen vor.

Abbildung 4: Die erweiterten Einstellungen der Wählverbindung

Ist die Verbindung erstellt, erscheint unten in der Leiste ein neues Symbol (in Abbildung 5 rot umrandet). Wenn Sie mit dem Stift darauftippen, geht ein Menü auf, in dem Sie den Wählvorgang einleiten können. Geht alles gut, sind Sie nach einem Klick auf Verbinden und kurzer Wartezeit im Internet. Bei vielen Handys muss die Infrarotschnittstelle erst aktiviert werden – ansonsten bekommt der Zaurus keine Antwort. Ausschalten können Sie die Verbindung ebenfalls wieder über das besagte Symbol.

Abbildung 5: Das Symbol für die Wählverbindung

Die größten Nachteile dieser Variante sind die sehr geringe Datenrate und die hohen Verbindungskosten. Andererseits handelt es sich wohl um die mobilste Möglichkeit, mit der man von nahezu überall E-Mails auf einem erträglich großen Bildschirm lesen, halbwegs komfortabel schreiben oder schnell etwas im Web nachschlagen kann.

Einem Freund empfehlen    Druckansicht Bookmark and Share
Kommentare

793 Hits
Wertung: 0 Punkte (0 Stimmen)

Schlecht Gut

Infos zur Publikation

Infos zur Publikation

LinuxUser 06/2012

Aktuelle Ausgabe kaufen:

Heft bestellen Heft als PDF kaufen

LinuxUser erscheint monatlich und kostet in der Nomedia-Ausgabe EUR 5,50 und mit DVD EUR 8,50. Weitere Informationen zum Heft finden Sie auf der LinuxUser-Homepage.

Im LinuxUser-Probeabo erhalten Sie drei Ausgaben für 3 Euro. Das Jahresabo (ab EUR 56,10) können Sie im LNM-Shop bestellen.

Tipp der Woche

Adobe AIR
Adobe-AIR-Programme installieren und (manuell) starten
Tim Schürmann, 14.05.2012 13:09, 0 Kommentare

Es gibt sie noch: neue Anwendungen, die Adobes Integrated Runtime voraussetzen. Aktuellstes und vermutlich auch größtes Beispiel ist das Adventure Botanicula

Aktuelle Fragen

gibt es ein Kommandozeilen Tool, um ein X11-Fenster in ein Anderes einzubetten?
GoaSkin , 21.05.2012 16:44, 0 Antworten
Das XEmbed-Protokoll ist u.A. dazu gedacht, dass man eine X11-Anwendung in eine andere wie ein Wi...
Apache2, Options -Indexes geht nicht
no no, 12.05.2012 19:01, 8 Antworten
Habe in apache2.conf folgendes stehen: Options -Indexes ...
LInux auf Dell LS H500
Andreas Endresl, 09.05.2012 08:54, 2 Antworten
Habe einen alten Dell Latitude LS H500 nur mit ext. Floppy und CD es geht nur immer eines von den...
Datenwiederherstellung unter Ubuntu 12.04 mit "Simple Backup" nach Umzug von Linux Mint
Christian Lottmann, 07.05.2012 13:33, 0 Antworten
Vor dem Umzug auf Ubuntu 12.04 habe ich unter Linux MInt mit "Simple Backup" voll (15.4.2012) und...
DKMS für den propritären NVIDIA-Treiber
Commander Data, 26.04.2012 22:02, 2 Antworten
Hallo an die Gemeinde. Ich habe hier ein interessantes Stück openSuSE gefunden. http://forums.op...