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Externe Festplatten

01.08.2002 Die Diskette als Datenträger ist längst überholt, heute sind viele Dateien mehrere Megabyte groß, Videos umfassen sogar mehrere Gigabytes. Wir stellen Ihnen drei externe Festplattenlaufwerke für Datentransport und Rechnererweiterung vor.

Wer Daten mit auf Reisen nehmen möchte, hat die Qual der Wahl: Ob Diskette, Wechsel-Platte, CD oder Festplatte, der Markt bietet eine große Auswahl. Bisher krankten alle Lösungen daran, dass von SCSI abgesehen kein Datenbus mit hoher Transferrate und geringem Umbau-Aufwand zur Verfügung stand. USB-Festplatten sind zwar praktisch, aber viel zu langsam - sie erreichen nicht mal die Geschwindigkeit eines 6-fach CD-ROM-Laufwerks.

Mit USB 2.0 und Firewire verschwindet dieser Flaschenhals: Die maximale Datenrate von 60 respektive 50 MByte pro Sekunde können selbst moderne Festplatten kaum ausreizen. Der Aufwand, eine Festplatte mit Wechselrahmen einzusetzen oder sie direkt einzubauen, bringt kaum noch Vorteile.

Western Digital Firewire-Festplatte

Drei externe Festplatten-Lösungen mit Firewire oder USB 2.0 treten zum Test an. Die Western Digital WD1200B002-RNN mit 120 GByte hat etwa die Größe eines CD-ROM-Laufwerks. Das Gerät wird über den Firewire-Port auf der Rückseite angeschlossen, der zudem durchgeschleift ist (Abbildung 1): So lässt sich ein zweites Gerät gleich dahinter hängen. Western Digital verbaut eine Standard-Desktop-Festplatte aus eigener Produktion, was das externe Laufwerk insgesamt sehr stromhungrig macht: Es kann sich nicht mehr aus dem Firewire-Port versorgen und benötigt ein externes Netzteil.

Abbildung 1: Durchgeschleift: Die Firewire-Festplatte von Western Digital schleift den Firewire-Port durch, so dass ohne Probleme ein zweites Gerät dahinter gehangen werden kann

Iomega-Festplatte mit USB 2.0

Die externe USB-2.0-Festplatte von Iomega kommt ebenfalls nicht mit dem Strom aus dem Rechner aus, obwohl dort nur eine 20 GByte große Notebook-Festplatte eingebaut ist; auf Reisen muss also das Netzteil stets dabei sein. Die Festplatte hat Iomega mit Schaumstoff-Würfeln an allen vier Ecken gedämpft, Transportschäden sind nicht unmittelbar zu befürchten. Die Gehäusegröße gut gewählt - mit zwei Zentimetern ist es ist nur doppelt so dick wie die Notebook-Festplatte im Inneren und etwa doppelt so lang.

Als Clou lässt sich der hintere Teil mit dem USB-Anschluss abziehen (Abbildung 2), womit die Festplatten-Einheit nur noch 14,5 Zentimeter lang ist. Damit ließen sich prinzipiell auch andere Anschlussformen wie Firewire, PCMCIA oder parallele Schnittstelle anstecken, entsprechende Adapter bietet Iomega derzeit aber nicht an.

Abbildung 2: Abnehmbar: Bei Iomega sind Festplatte und USB-2.0-Controller voneinander getrennt. Obwohl technisch möglich, bietet der Hersteller derzeit keine anderen Anschluss-Einheiten als USB 2.0 an

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Infos zum Autor

Mirko Dölle

Redakteur für Linux bei c't, Heise Zeitschriften Verlag; ehemals Competence Center Hardware/Linux-Magazin, Linux New Media AG


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LinuxUser 03/2012

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