Home / LinuxUser / 2002 / 08 / Bücher

Newsletter abonnieren

Lies uns auf...

Folge LinuxCommunity auf Twitter

Top-Beiträge

„Klickbunt auf dem Server? Warum nicht, wenn's hilft!"
(179 Punkte bei 5 Stimmen)
Bezahlstandard
(121 Punkte bei 4 Stimmen)

Heftarchiv

LinuxUser Heftarchiv

EasyLinux Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Partner-Links:

Das B2B Portal www.Linx.de informiert über Produkte und Dienstleistungen.

01.08.2002

E-Mail effektiv nutzen

Die elektronische Post, kurz E-Mail, hat sich zu einem der wichtigsten Kommunikationsmittel der Gegenwart entwickelt. Sie ist schnell und kostengünstig. Trotzdem lehren meist weder Schulen noch Universitäten Konventionen, die bei Umgang mit dem elektronischen Medium zu beachten sind. Mit dem Titel "E-Mail effektiv nutzen" aus dem Haus O'Reilly haben sich Michael Lutz und Alexander Schwertner des Themas angenommen.

Für den Linux-Anwender ist das Buch nur bedingt tauglich, da es sich in weiten Teilen auf den Mail-Client Outlook Express stützt. Die beiden Autoren besprechen zwar ebenfalls das Programm Pine, von einer angemessenen Einführung sind sie aber weit entfernt. Bleiben also die Grundlagen, die unabhängig von Betriebssystem und verwendeter Software immer die gleichen sind. Jedoch sind in diesem Bereich ebenfalls zahlreiche Kritikpunkte bei der Durchsicht der Kapitel zu Tage getreten.

Besonders unangenehm liest sich der Abschnitt "Signaturen" im Kapitel "Tipps für die E-Mail-Gestaltung". Hier wird offensichtlich, dass die beiden Verfasser des Buches endgültig das Internet als Informationsmedium zu Grabe tragen. Kunstwerke aus ASCII-Zeichen werden als nettes Beiwerk gepriesen.

Die wirklich wichtige Information, dass eine Signatur durch zwei Gedankenstriche gefolgt von einem Leerraum eingeleitet werden sollte, fällt ebenso unter den Tisch, wie die goldene Regel, dass Signaturen nach Möglichkeit nicht länger als vier Zeilen sein sollten. Siehe dazu auch http://www.ietf.org/rfc/rfc1855.txt

Die Regel für die Signatur mag auf den ersten Blick pedantisch wirken, erfüllt aber für zahlreiche Newsgroups den Zweck, dass die Anhängsel automatisch entfernt werden können. Zudem weist das oben genannte Dokument nicht ohne Grund daraufhin, dass mancher Benutzer immer noch für die Zeit zahlen muss, die er online ist. Jedes Byte, dass da weniger gezogen wird, ist somit bares Geld. Das gilt folglich auch für HTML in E-Mails.

Von diesen diskussionswürdigen Aspekten mal abgesehen unterlaufen den beiden Autoren inhaltliche Fehler, wie beispielsweise der Verweis auf Namenskonventionen für den Ordner mit verschickten Nachrichten. Dass dieser "Outbox" heißt, mag ja noch angehen, aber "Unsent Messages" steht für nicht verschickte Nachrichten. Das dürfte selbst bei reduzierten Englischkenntnissen offensichtlich sein.

Zum Mail-Verkehr unter Unix/Linux sagt das Buch nicht viel. Aber in den Übersichten, die dem Leser geboten werden, machen die Autoren den Fehler, Äpfel und Birnen zu vergleichen: Unter Unix ist das Konzept der eierlegenden Wollmilchsau eigentlich nicht vorgesehen. Daher kann der eigentliche Mail-Client natürlich vieles nicht automatisch, aber es können zahlreiche andere Tools zur Hilfe genommen werden, die beispielsweise Filterung, Download oder Anzeige der Nachrichten besser und schneller erledigen als komplexe Programme mit grafischer Oberfläche. Die Bewertung scheint daher oft ungerecht.

Infos

Autoren Michael Lutz, Alexander Schwertner
Titel E-Mail effektiv nutzen
Preis 18 Euro
ISBN 3-89721-271-4
Web http://www.oreilly.de

Freie Software

Freie Software ist ein Phänomen, das gesellschaftliche und politische Aspekte mit sich bringt und das Bewusstsein vieler Menschen im Umgang mit Technik gewandelt hat. Welche Ursprünge das Phänomen hat, welche Auswirkungen es im Detail nach sich gezogen hat und wie die Entwicklung weitergehen könnte, darüber lässt sich Volker Grassmuck in "Freie Software zwischen Privat- und Gemeineigentum" aus.

Das Buch ist von der Bundeszentrale für politische Bildung herausgegeben worden und kostet lediglich 1,50 Euro Versandgebühren. Dafür erhält der Leser ein kompaktes Werk, das von einem Kenner der Szene zusammengestellt wurde und viele geschichtliche Aspekte beleuchtet, die sich teilweise so spannend lesen wie ein Roman.

Das Buch vermittelt viel von dem Pioniergeist, der die Veteranen des Internets und der freien Software beflügelt hat; es ist gleichzeitig aber auch hochaktuell, wenn es die Diskussionen um das Copyright in Europa und der restlichen Welt beleuchtet. Eine lohnenswerte und gleichzeitig günstige Möglichkeit, einen Einstieg in die Thematik "Freie Software" zu finden.

Infos

Autor Volker Grassmuck
Titel Freie Software zwischen Privat- und Gemeineigentum
Preis kostenlos
ISBN 3-89331-432-6
Web http://freie-software.bpb.de
Einem Freund empfehlen    Druckansicht Bookmark and Share
Kommentare

523 Hits
Wertung: 120 Punkte (10 Stimmen)

Schlecht Gut

Infos zur Publikation

Infos zur Publikation

title_2013_06

Aktuelle Ausgabe kaufen:

Heft bestellen Heft als PDF kaufen

LinuxUser erscheint monatlich und kostet in der Nomedia-Ausgabe EUR 5,95 und mit DVD EUR 8,50. Weitere Informationen zum Heft finden Sie auf der LinuxUser-Homepage.

Im LinuxUser-Probeabo erhalten Sie drei Ausgaben für 3 Euro. Das Jahresabo (ab EUR 60,60) können Sie im Medialinx-Shop bestellen.

Tipp der Woche

Terminator
Viele Terminals im Griff mit Terminator
Tim Schürmann, 07.05.2013 10:57, 1 Kommentare

Wer morgens nach dem Einschalten des Rechners erst einmal mehrere Terminals öffnet und sich diese mühevoll auf dem Bildschirm drapiert, der sollte einen Blick auf Terminator werfen. Das kleine...

Aktuelle Fragen

Kontakt via QR code hinzufügen
Herman Sproesser, 17.05.2013 17:46, 3 Antworten
Hi hab in der aktuellen ausgabe 06.2013 den artikel über QR Codes gelesen. Ich hab nartürlich...
Dateimanager Dolphin, wo legt er die Datei Kommentare ab?
Uwe Heine, 16.05.2013 15:19, 1 Antworten
Suse Linux 12.1 - KDE 4.7.2 / Dolphin 1.7. Ich habe bei vielen Dateien über Dolphin Kommentare...
wie baut man Kernel Module so, dass sie mit jedem Kernel laden?
GoaSkin , 22.04.2013 10:22, 1 Antworten
Hallo, baut man anhand eines Kernel-Sources Module, nutzt Linux im Normalfall eine strikte V...
Problem beim Installieren von SuSe 12.3
Georg Prokert, 14.04.2013 00:04, 16 Antworten
Hallo, auf meinem neuem Laptop (Acer Aspire V3-771, Intel Core i5-3230 M, Intel HD Graphics 4...
lvm wieder loswerden
Peter Dibbern, 11.04.2013 16:28, 4 Antworten
Ich habe sämtliche alten Kisten ausgeschlachtet und aus der Teilen einen Rechner zusammengeschrau...