Virtueller Projektor

Bei den Vorlagen des Präsentationsmoduls handelt es sich um poppige, oft bunt aufgemachte Präsentationen, die keinen besonders professionellen Eindruck hinterlassen. Aufgrund der vorhandenen Werkzeuge sollten sich eigene Präsentationen aber schnell selbst verwirklichen lassen.

Wie alle guten Programme dieser Gattung arbeitet auch StarOffice Impress mit mehreren Ansichten (Layout, Gliederung und Diareihenfolge), die miteinander verknüpft sind. So wird eine Änderung in der Gliederungsansicht automatisch in das Layout übertragen. Die bei Präsentationen besonders wichtigen Aufzählungs- und Gliederungsmöglichkeiten entsprechen denen des Textmoduls. Des Weiteren bietet StarOffice Impress Hilfen zur Erstellung von Handzetteln und Notizen für den Vortragenden.

Zur Illustration stehen umfangreiche Werkzeuge bereit, wie man sie sonst nur aus Vektormalprogrammen kennt. Darüber hinaus lassen sich beliebige Objekte mit sehr ansehnlichen 3D-Effekten versehen. Vermissen wird der professionelle Anwender lediglich eine Erstellungshilfe für Organigramme. Diese müssen per Hand aus Vektorformen und speziellen Verbindungslinien zusammengesetzt werden. Zudem erreichen die vorgefertigten grafischen Objekte nicht ganz den Reichtum der PowerPoint-Konkurrenz unter Windows. Als Ausgleich lässt sich jedes einzelne Objekt effektreich ein- und/oder ausblenden. StarOffice Impress ist als einziges Präsentationsprogramm in der Lage, Animationen zu erstellen: Wie bei einem Daumenkino werden beim Abspielen mehrere Objekte nacheinander angezeigt. Zusammen mit der Bewegung an einem Pfad kann man z. B. einen Ball über die Folie hüpfen lassen.

Darüber hinaus kann jedem Objekt eine Aktion zugeordnet werden, die beim Anklicken mit der Maus ausgeführt wird. So viel Flexibilität hat ihren Preis: Die Benutzerführung erfolgt in allen Bereichen über mehrere Dialogfenster, deren Knöpfe oft mit nichtssagenden Symbolen ausgestattet sind. Die vielen verschiedenen Ansichten und Bearbeitungsmodi steuern ihr Übriges bei.

Ein weiteres Highlight sind die Exportmöglichkeiten. So stellt Sun nicht nur ein kostenloses Abspielprogramm für Rechner ohne StarOffice bereit, es gibt auch neben der HTML-Variante die Möglichkeit, einen sog. WebCast zu erzeugen. Damit wird wahlweise ein ASP- oder Perl-Skript generiert, mit dessen Hilfe die Präsentation über das Internet gehalten werden kann.

Keine Zeit

Der einbaute Terminplaner StarOffice Schedule bietet überdurchschnittliche Standardkost. Outlook-Benutzer werden beim Umstieg einige Abstriche hinnehmen müssen.

Abbildung 12: Der etwas karge, für einfache Ansprüche aber brauchbare Terminkalender von StarOffice 5.2

An einen Termin kann man sich per Bildschirmmeldung, akustischem Signal oder E-Mail erinnern lassen. Interessant ist die Möglichkeit, einem Termin mehrere Teilnehmer zuzuordnen. Sofern Zugriff auf deren Terminkalender besteht, gleicht StarOffice Schedule die Termine mit denen der anderen Teilnehmern ab. Bei Änderung eines Termins werden die übrigen Teilnehmer automatisch per E-Mail benachrichtigt. Zur Übersicht wird zusätzlich eine kleine Balkengrafik angezeigt. Außer der Filterfunktion wären damit bereits alle Highlights erwähnt. Ein Abgleich mit PalmPilot-Geräten ist möglich, das entsprechende Modul wird allerdings in der Standardkonfiguration nicht mitinstalliert.

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