Piloten in Serie

Einen Import unserer Adressen im CSV-Format erlaubt StarOffice schlichtweg nicht. Also bleibt uns nichts anderes übrig, als entweder eine neue Datenbanktabelle zu erstellen oder die Adressen manuell in das ziemlich mager ausgestattete Adressbuch einzugeben.

Abbildung 8: Das Adressbuch von StarOffice 5.2

Die dortigen Felder reichen gerade einmal für das Nötigste aus. Erfreulicherweise kann als Grundlage eines Serienbriefes jede beliebige Datenbanktabelle gewählt werden.

Die Erstellung eines Serienbriefs geht dank der vielen Vorlagen und des hervorragenden Assistenten schnell und einfach von der Hand - sofern man die über das Menü verstreuten Funktionen auf Anhieb findet.

Abbildung 9: Der Autopilot für die Erstellung von Briefen hat seine Arbeit aufgenommen
Abbildung 10: Die benötigten Felder der Anschrift werden einfach zusammengeklickt, wobei das Fenster ruhig etwas größer hätte ausfallen können

Nachdem der AutoPilot seine Arbeit beendet hat, klappt am oberen Rand ein Fenster mit sämtlichen Adressen auf. Dort selektiert man alle benötigten Datensätze, klickt auf das Symbol Serienbrief, und schon beginnt der Ausdruck.

Abbildung 11: Die im Text grau hinterlegten Stellen werden beim Druck automatisch gegen die am oberen Bildschirmrand markierten Datensätze ausgetauscht

Die Falzmarken werden automatisch korrekt gesetzt, und sogar bedingte Feldbefehle sind möglich. Für das Erstellen eines Briefumschlages existiert eine ebenso komfortable, assistentengeführte Methode.

Mr. Big

Wir erstellen einen ca. 300 Seiten starken Bericht, der als Buch gedruckt werden soll. Hierzu wird die Vorlage Buch eingesetzt, die bereits fertige Stilvorlagen mitbringt. Dank letzteren geht das Formatieren sehr leicht von der Hand. Auch komplexe Verzeichnisse lassen sich einfach erstellen. Um z. B. dem Stichwortverzeichnis ein Wort hinzuzufügen, genügen dessen Markierung und der Aufruf eines Menübefehls. Beim Erstellen eines Quellenverzeichnis hilft die Bibliographie-Datenbank. Dieses Angebot ist im Testfeld übrigens einmalig.

Beim Umsetzen eines Absatzes wandern alle Elemente korrekt mit. Lediglich mit automatischen Numerierungen scheint StarOffice ab und an Probleme zu bekommen. Die Navigation innerhalb großer Dokumente erleichtern Links, die z. B. beim Einfügen von Fußnoten angelegt werden. Ein keines Fenster mit dem bezeichnenden Namen Navigator erlaubt zusätzlich schnelle Sprünge zu allen Elementen wie Bildern oder Tabellen.

Formeln werden innerhalb des zugehörigen Editors durch eine textuelle Beschreibung zusammengesetzt. Eine grafische Palette hilft bei der Auswahl der richtigen Befehle. Profis werden diesen schnellen und eindeutigen Mechanismus zu schätzen wissen, Einsteiger wohl eher abgeschreckt.

Wer mit großen Dokumenten arbeitet, sollte häufig zwischenspeichern und regelmäßig Sicherheitskopien anlegen. In unseren Tests stieg das Absturzrisiko mit der Dokumentengröße an. Den Versuch, eine ca. 17 MB große Testdatei zu importieren, brachen wir nach einer Stunde ab. Das Öffnen des gleichen Dokumentes erfolgte übrigens in einem Bruchteil der Zeit. Glücklicherweise existieren in StarOffice die Globaldokumente: Mit ihrer Hilfe lassen sich mehrere StarOffice-Writer-Dokumente zu einem großen zusammensetzen.

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