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Alles beim Alten
Ansonsten entspricht StarOffice 6 bis auf wenige Neuerungen seinem Vorgänger. Dank vollständiger TrueType-Unterstützung kommt die Darstellung der Schriften ohne Klötzchenbildung aus, und auch ihr Druck klappt nun fast reibungslos. Leider treten beim Neuzeichnen der Anzeige ab und an immer noch störende Streifen und Fehldarstellungen auf. Bei einem importierten StarOffice-5.2-Dokument wurden plötzlich reproduzierbar Schriften überlappend gedruckt, obwohl die Anzeige auf dem Bildschirm fehlerfrei war. Ein Export ins neu unterstützte PDF-Format brachte keine Abhilfe.
Ebenfalls leicht überarbeitet wurden fast alle Dialogfenster. Die Eingewöhnungsphase für alte StarOffice-Hasen sollte aber recht kurz sein. Die Hilfe kommt nun im Windows-Stil daher, wobei die eigentlichen Hilfetexte immer noch recht allgemein gehalten sind.
Der in der Vorversion eher nervige HelpAgent ist bedeutend zurückhaltender: Er erscheint in Form eines kleinen Lampensymbols am unteren Bildrand. Nimmt man ihn per Mausklick nicht in Anspruch, verschwindet er nach einer kurzen Zeit wieder. Benötigt man seine Dienste, öffnet er anstelle eines kleinen Fensters gleich die ganze Hilfe.
Beim häufigen Kopieren von Textstellen mussten wir in unseren Tests Probleme beim Einfügen verbuchen: So war der entsprechende Punkt aus unerklärlichen Gründen plötzlich deaktiviert. Die Tastenkombination [Strg+V] fügte den Text in einigen Fällen aber dennoch korrekt ein. Bei einem Klick auf eine Internet-Adresse versucht StarOffice seit neuem, einen externen Browser zu öffnen.
Die Serienbrieferstellung wird aufgrund des fehlenden Adressbuchs etwas kniffliger. An seine Stelle tritt eine beliebige Datenbanktabelle. Alternativ erlaubt StarOffice den Zugriff auf einige externe Adressbücher wie z. B. das des Web-Browsers Mozilla. Alle Datenbanken werden in der neuen Version über den Punkt Datenquellen... im Menü Extras verwaltet. Das ehemalige Beamer-Fenster dient ab sofort zur Anzeige und Verwaltung aller unter StarOffice vorhandenen bzw. sichtbaren Datenbankelemente. Leider wurden bis auf den Formularassistenten alle AutoPiloten aus dem ehemaligen StarOffice Base verbannt. Berichte müssen sogar manuell in Form normaler Textdokumente erstellt und verwaltet werden. Als Hauptdatenbankmotor setzt Sun weiterhin auf Adabas D, das wie gehabt zum Lieferumfang von StarOffice gehört.
In der Tabellenkalkulation gehört zu den wenigen Neuerungen die direkte Möglichkeit, Daten aus fremden, dynamischen Quellen wie z. B. Internet-Seiten zu integrieren. Zudem kennt der AutoPilot zur Euro-Umrechnung nun auch endlich die Griechen. Bei allen anderen Komponenten verbergen sich die Unterschiede zur Vorversion lediglich in kleineren Detailverbesserungen.
Von Format
In unseren Tests konnten wir die angebliche Überarbeitung der Import- und Exportfilter nicht nachweisen. Die Ergebnisse sind bis auf die ersetzten Schriftarten mit denen aus StarOffice 5.2 identisch. Auch der Import unserer 17-MB-Datei zeigt die gleiche Warteschleife wie schon die Vorgängerversion. Neu ist das StarOffice-eigene Dateiformat: Auf dem Austauschformat XML basierend, soll es zukünftige Konvertierungsorgien verhindern helfen.



