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Midnight Commander

Der programmierbare Dateimanager

Jetzt wird bedient.

Das auffälligste am Midnight Commander ist das Doppelfenster, das Sie durch die Menüpunkte Links und Rechts mit Inhalt füllen. Sie dürfen sich zwischen einer Listenansicht, Schnellansicht, Info und einer Darstellung als Baum entscheiden.

Die Listenansicht öffnet ein weiteres Fenster mit Einstellungen, die dem Dateimanager sagen, wie Sie die Darstellung des aktuellen Verzeichnisses wünschen.

Einen Blick in den Inhalt einer angewählten Datei bietet Ihnen die Option der Schnellansicht. Vorsicht ist jedoch geboten, wenn Sie mit der Schnellansicht im Gepäck ein Verzeichnis besuchen, in dem große Dateien liegen. Als Beispiel wäre der Pfad /var/log zu nennen. Der Midnight Commander wird versuchen, Ihnen jedes komprimierte Logfile, über das der Cursor-Balken streift, in der Schnellansicht zu präsentieren. Und das kostet Zeit und Rechenleistung.

Mit dem Punkt Info erhalten Sie vom mc eine Liste von Informationen über die Datei, den Link oder das Verzeichnis unter dem Auswahl-Cursor.

Die Baum-Ansicht bildet einen Ausschnitt der Verzeichnisstruktur ab. Mit der Tabulatortaste wechseln Sie zwischen den Fensterhälften und können auf diese Weise sehr schnell in ein neues Verzeichnis eintauchen.

Um ausgewählte Dateien oder Verzeichnisse anzuzeigen, hilft Ihnen die Option Filter weiter. In der Voreinstellung erscheint das Joker-Zeichen *, durch das Sie den gesamten Inhalt eines Verzeichnisses sehen. Verändern Sie hingegen die Eingabe auf das Muster *.html, zeigt Ihnen der Midnight Commander ausschließlich Dateien mit der Endung .html an.

Die Optionen Netzwerkverbindung, FTP-Verbindung und SMB-Verbindung verwandeln den Midnight Commander zu einem Fernwartungs-Tool. Jeder dieser Punkte stellt eine Eingabemaske zur Verfügung, die eine Angabe zum Zielrechner erwartet. Oft genügt der Rechnername, manchmal fordert der Remote-Rechner zusätzlich einen Port oder eine Nutzerkennung:

User-Name@remote.rechner.fi:12345/Verzeichnis

Eine Netzwerkverbindung kann nur zu einem Rechner aufgenommen werden, auf dem das Programm mcserv läuft. Eine FTP-Verbindung setzt einen funktionierenden FTP-Server und einem SMB-Verbindung einen funktionierenden Samba-Server voraus.

Die Menüs der Optionen Datei und Befehl zeigen sehr deutlich, was mit ihnen zu erreichen ist und machen jede Erklärung überflüssig. Vom manipulieren der Zugriffs-Bits mit der Auswahl chmod bis zum Suchen einer Datei erwarten Sie hier alle Möglichkeiten eines effizienten Dateimanagements in einem Programm gebündelt.

Zum Ende des Artikels noch eine kleiner Spickzettel: Damit Ihnen der Umgang mit Ihrem neuen Arbeitsgerät schneller von der Hand geht, haben wir die Tastenkürzel der wichtigsten Optionen in Tabelle 1 für Sie zusammengefasst.

Tabelle 1: Shortcuts

C-r Neu Einlesen
M-! Filteransicht
C-x c chmod
C-x l Link
C-x s Symlink
C-x C-s Symlink bearb.
C-x o chown
M-c Schnelles cd
M-? Datei suchen
Tab Fenster wechseln
M-Enter In Shell kopieren
M meint die Meta-Taste, die auf den meisten Systemen der Taste [Esc] entspricht. C für Control erreichen Sie durch die Taste [Strg].
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LinuxUser 05/2014

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