Windows verkleinern

icepack Linux erlaubt das Verkleinern von Windows-Partionen - allerdings nur, wenn es sich dabei um VFAT-Partionen handelt, wie sie von Windows 95, 98 und Me verwendet werden: Ist auf dem Rechner ein NT-Abkömmling (Windows NT, 2000, XP) auf einer NTFS-Partition installiert, die die ganze Platte füllt, so müssen Sie zum Verkleinern ein anderes Tool wie z. B. Partition Magic verwenden oder aber Windows neu installieren und dabei freien, unpartitionierten Platz auf der Platte lassen.

In unserem Installationsbeispiel haben wir die 1 GByte große Platte mit einer diese ganz füllenden VFAT-Partition versehen, um die Größenänderung zu testen. Bitte beachten Sie, dass diese zuvor unter Windows defragmentiert werden sollte und natürlich genug freien Platz haben muss, um schrumpfen zu können.

Markieren Sie die zu verkleinernde Windows-Partition und klicken Sie dann auf Größe ändern. Geben Sie im Feld Neue Größe die gewünschte kleinere Größe für die Windows-Partition ein. Die hinreichend deutliche Warnung bestätigen Sie per Klick auf Ändern. Nach der Bearbeitung erscheint der freie Plattenplatz in der Partitionstabelle. Diesen neuen Eintrag können Sie nun markieren und per Klick auf Neu Partitionen für Linux anlegen.

Wollen Sie auf dem Rechner nur mit Windows und Linux arbeiten, reicht es, zwei zusätzliche primäre Partitionen anzulegen: eine rund 2 GByte große Partition für das Linux-Dateisystem und eine Swap-Partition, für die sich zum Beispiel eine Größe von 256 - 512 MB eignet. Als Dateisysteme verwenden Sie Linux ReiserFS und Linux Swap. Haben Sie die Einstellungen festgelegt, erzeugen Sie die Partition per Klick auf Erstellen.

Abbildung 3: Mit dem Partitions-Manager erstellen Sie neue Partitionen für Linux-Daten und Swap

Sind alle notwendigen Partitionen angelegt, markieren Sie die Linux-Datenpartition und klicken auf OK, womit dieser Schritt beendet wird.

Abbildung 4: So sieht eine Standard-Partitionierung am Ende aus: Platz für Windows und Linux

LILO einrichten

Nun wird noch der Boot-Manager eingerichtet. Für Linux legt der icepack-Installer automatisch einen Eintrag an; wurde die Windows-Partition als bootfähig erkannt, taucht sie ebenfalls dort auf. Falls nicht, klicken Sie auf Mehr und schieben die Windows-Partition aus der Liste der nicht-aktiven Partitionen nach oben; danach müssen Sie mit Zurück zur vorherigen Maske zurück kehren.

Der Boot-Manager sollte in den MBR (Master Boot Record) der ersten Platte installiert werden, damit er automatisch beim Rechnerstart aktiviert wird. Alternativ können Sie ihn in den Boot-Sektor der Linux-Partition installieren; das ist nur interessant, wenn Sie einen anderen Boot-Manager verwenden wollen - in dem muss die neue Linux-Partition nach der Installation aktiviert werden.

Wenn mehrere Boot-Menü-Einträge vorhanden sind, markieren Sie nun noch diejenige, die automatisch starten soll, wenn Sie die Wartezeit des Boot-Managers verstreichen lassen - klicken Sie auf Standard-Boot, um genau dies festzulegen: Der Button vor dem Eintrag wird dann blau.

Klicken Sie schließlich auf OK, um Ihre Angaben zum Boot-Manager zu übernehmen. Je nach Konfiguration erscheint dann eine Warnung, dass Sie den Boot-Manager besser auf Diskette installieren sollten - es ist in der Regel ratsam, diesem Vorschlag zu folgen, es sei denn, Sie haben funktionsfähige Windows-Boot-Disketten, mit denen Sie ein nicht bootendes System wieder startfähig machen können.

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 

Ähnliche Artikel

  • Installationsanleitung zur Distribution auf der Heft-CD
    icepack Linux ist eine neue Linux-Distribution, das laut Hersteller "speziell auf die Bedürfnisse des Heimanwenders zugeschnitten ist" und sich an Linux-Einsteiger wendet. Das wollen wir uns natürlich näher ansehen, und so bieten wir Ihnen auf der Heft-CD eine Evaluationsversion der frisch auf den Markt gekommenen Release 1.0.
  • icepack linux im Test
  • Aktuelle Linux-Distributionen im Vergleich
    Die "großen Drei", SuSE, Mandrake und Red Hat, haben ihre Distributionen auf den aktuellen Stand gebracht. In der letzten Ausgabe des LinuxUser haben wir Ihnen diese bereits kurz vorgestellt, nun soll ein Vergleichstest in die Tiefe gehen.
  • tar kopiert ganze Partitionen
    Ist die Festplatte bis zum Rand gefüllt, hilft meist nur der Einbau einer Zweitplatte. Wie Sie mit Ihren Linux-Partitionen auf die neue Platte umziehen, zeigt dieser Artikel.
  • Linux einfach und kompakt
    Wie bereits in den vergangenen Heften erklären wir, was Sie bei der Installation der beiliegenden Linux-Distribution beachten sollten. In der aktuellen Ausgabe liegt eine leicht abgespeckte Version der Mandrake 7.1 bei, die seit Juli 2000 im Handel ist.
Kommentare

Infos zur Publikation

title_2014_09

Digitale Ausgabe: Preis € 5,95
(inkl. 19% MwSt.)

Mit der Zeitschrift LinuxUser sind Sie als Power-User, Shell-Guru oder Administrator im kleinen Unternehmen monatlich auf dem aktuelle Stand in Sachen Linux und Open Source.

Sie sind sich nicht sicher, ob die Themen Ihnen liegen? Im Probeabo erhalten Sie drei Ausgaben zum reduzierten Preis. Einzelhefte, Abonnements sowie digitale Ausgaben erwerben Sie ganz einfach in unserem Online-Shop.

NEU: DIGITALE AUSGABEN FÜR TABLET & SMARTPHONE

HINWEIS ZU PAYPAL: Die Zahlung ist auch ohne eigenes Paypal-Konto ganz einfach per Kreditkarte oder Lastschrift möglich!       

Tipp der Woche

Schnell Multi-Boot-Medien mit MultiCD erstellen
Schnell Multi-Boot-Medien mit MultiCD erstellen
Tim Schürmann, 24.06.2014 12:40, 0 Kommentare

Wer mehrere nützliche Live-Systeme auf eine DVD brennen möchte, kommt mit den Startmedienerstellern der Distributionen nicht besonders weit: Diese ...

Aktuelle Fragen

Videoüberwachung mit Zoneminder
Heinz Becker, 10.08.2014 17:57, 0 Antworten
Hallo, ich habe den ZONEMINDER erfolgreich installiert. Das Bild erscheint jedoch nicht,...
internes Wlan und USB-Wlan-Srick
Gerhard Blobner, 04.08.2014 15:20, 2 Antworten
Hallo Linux-Forum: ich bin ein neuer Linux-User (ca. 25 Jahre Windows) und bin von WIN 8 auf Mint...
Server antwortet mit falschem Namen
oin notna, 21.07.2014 19:13, 1 Antworten
Hallo liebe Community, Ich habe mit Apache einen Server aufgesetzt. Soweit, so gut. Im Heimnet...
o2 surfstick software für ubuntu?
daniel soltek, 15.07.2014 18:27, 1 Antworten
hallo zusammen, habe mir einen o2 surfstick huawei bestellt und gerade festgestellt, das der nic...
Öhm - wozu Benutzername, wenn man dann hier mit Klarnamen angezeigt wird?
Thomas Kallay, 03.07.2014 20:30, 1 Antworten
Hallo Team von Linux-Community, kleine Zwischenfrage: warum muß man beim Registrieren einen Us...