Nach etwa einjähriger Entwicklungszeit macht icepack Linux den Versionssprung zur 2.0. Im Gegensatz zur 1.x ist diese Version RPM-basiert und bietet viele aktuelle Pakete und ein recht komfortables wenngleich gewöhnungsbedürftiges Installationsprogramm.
Öfter mal was Neues: Neben den bekannten Größen der Linux-Szene wie SuSE, Red Hat, Mandrake, Caldera und Debian gibt es einige kleinere Distributionen, auf die wir regelmäßig einen Blick werfen. icepack Linux, vor etwa einem Jahr erstmals auf dem deutschen Markt aufgetaucht, ist in Version 2.0.1 erhältlich, und dieser Artikel beschreibt die Installation der abgespeckten 1-CD-Version, die Sie auf der Heft-CD finden. Informationen zur Vollversion (vier CDs, je nach enthaltenem Support ab 29,90 Euro) gibt es unter http://www.icepack-linux.de/.
icepack 2 ist kurz vor KDE 3 erschienen, enthält also noch die älteren KDE-2.2.2-Pakete - nach Auskunft der icepack-Entwickler sind jedoch Update-Pakete auf KDE 3 in Vorbereitung und vielleicht mit Erscheinen dieser Ausgabe schon verfügbar. Neben KDE gibt es die Desktop-Umgebungen GNOME und WindowMaker; die Kaufversion kommt mit StarOffice und Netscape. Office und Web-Browser bietet aber auch die Heft-CD: Hier gibt es Mozilla 0.9.8, KOffice 1.1.1, Abiword und Gnumeric.
Installation
Nach Auswahl der Installationssprache (Deutsch oder Englisch) und der Begrüßung durch "iceTux", das Installatiosprogramm, folgt eine kurze Auflistung der erkannten Hardware; das betrifft Prozessor, Platten, CD-ROM, Diskette und eventuelle Netzwerk- und SCSI-Karten.
Im Anschluss wird die Tastaturbelegung eingestellt; hier ist Deutsch/QWERTZ Latin1-Tastatur mit keinen unbelegten Tasten Default-Einstellung und auch richtige Wahl. Danach wird der Standort festgelegt; Europa/Berlin ist hier die Vorgabe und kann für andere Länder angepasst werden.
SCSI?
Der nächste Schritt ist nur für Anwender mit SCSI-Karte notwendig: In einer Liste wird die automatisch erkannte Karte bereits angezeigt und braucht nur bestätigt zu werden. Sollte der Installer sich irren, können Sie hier Support für eine andere Karte aktivieren - notwendig ist die Treiberauswahl, damit das SCSI-Modul in die Initial Ramdisk aufgenommen wird, die vor dem Mounten der Dateisysteme gelesen wird.



