Web-Surfen ohne X

Aus LinuxUser 06/2002

Web-Surfen ohne X

Pure Information

Ohne X-Server und Maus schnell im Web surfen? Was auf den ersten Blick wie ein frommer Wunsch betagter Rechner wirkt, ist mit Text-Browsern kein Problem und keineswegs nur etwas für Besitzer altersschwacher Hardware.

Wie ihre grafischen Schwestern sind auch die textbasierten Web-Browser den Kinderschuhen längst entwachsen und bieten ihren Anwendern durchaus mehr als “nur” die schnelle Darstellung von Internet-Seiten. Ihre Stärken spielen sie beispielsweise dann aus, wenn es gilt, Fehler in HTML-Dokumenten aufzuspüren. Aber auch zum schnellen Navigieren im eigenen Datei-System, für’s Datei-Management und zum Drucken (um)formatierter HTML-Seiten eignen sie sich.

Textbasierte Web-Browser, kurz und missverständlich auch Text-Browser genannt, arbeiten, wie der Name schon erahnen lässt, im Textmodus. Sie benötigen keine grafische Oberfläche und können von jeder Konsole oder von einem xterm aus gestartet werden. So surft man beispielsweise auch auf entfernten Rechnern im Web, auf die man sich per ssh über eine langsame Modem-Leitung eingeloggt hat.

Natürlich stellen Text-Browser die grafischen Elemente einer Web-Seite, zum Beispiel Werbe-Banner, Animationen, Bilder, von sich aus nicht dar, sodass sich zeigt, wie ernst es die jeweiligen Web-Designer mit der Barrierefreiheit meinen. (Nur die Informationen, die textbasierte Browser darstellen können, lassen sich über Sprachausgabe oder Braille-Zeile etwa Blinden zugänglich machen.) Doch ist es genau jenes Verhalten, das diese Programmgattung nicht nur für ältere Rechner interessant macht, sondern auch für die merkbar höhere Surf-Geschwindigkeit gegenüber herkömmlichen Browsern sorgt. Nebenbei gehen Text-Browser schonend mit den Speicherreserven der Rechner um.

Aus all diesen Gründen sind textbasierte Web-Browser recht beliebt, was sich schon darin widerspiegelt, dass es mehrere Programme dieser Kategorie gibt. Alle gängigen Distributionen enthalten mindestens lynx im Lieferumfang, aber auch links, emacs_w3 und w3m, dem sich ein Artikel in einer älteren LinuxUser- Ausgabe [1] eingehend widmete, lohnen einen Blick. Je nach Distribution lassen sich die Programme mit den üblichen Paket-Managern einspielen oder aus dem Quellcode kompilieren.

Hopplahopp ins Web

Einmal installiert, können Sie sich mit all diesen Tools – eine Internet-Verbindung vorausgesetzt – sofort zu Testzwecken ins WWW begeben. Teilen Sie dem Text-Browser Ihrer Wahl einfach mit, welche URL Sie besuchen wollen: Soll lynx die LinuxUser-Homepage anzeigen, so geht das mit dem Aufruf

lynx http://www.linux-user.de/

Statt einer URL können Sie als Argument immer auch Namen und Pfad einer Datei oder eines Verzeichnisses auf Ihrem Rechner angeben; das funktioniert selbstverständlich auch offline. Eine Ausnahme macht emacs_w3: Er wird aus einer laufenden emacs-Sitzung gestartet.

Abbildung 1: Lynx zeigt die LinuxUser-Homepage

Abbildung 1: Lynx zeigt die LinuxUser-Homepage

Nicht jeder Text-Browser stellt alle textuellen Informationen gleich gut dar. Die Knackpunkte sind Frames und Tabellen. Immer wieder liest man beispielsweise, dass lynx keine HTML-Seiten mit Frames anzeigen könne. Diese Aussage ist so nicht (mehr) ganz korrekt. Die einzelnen Frames einer Seite präsentiert das Programm als kleines Menü. Sie können wie normale Links direkt angewählt werden (Abbildung 2). Die gleiche Seite mit links (Abbildung 3) kommt dem grafischen Original (Abbildung 4) hingegen sehr nahe. Den besten “grafischen” Eindruck macht emacs_w3 (Abbildung 5).

Abbildung 2: Lynx listet Frames als Menü auf

Abbildung 2: Lynx listet Frames als Menü auf

Abbildung 3: Darstellung von Frames mit dem Textbrowser links

Abbildung 3: Darstellung von Frames mit dem Textbrowser links

Abbildung 4: Die Frame-Testseite (SELFHTML 7.0 [2]) dargestellt mit Netscape

Abbildung 4: Die Frame-Testseite (SELFHTML 7.0 [2]) dargestellt mit Netscape

Abbildung 5: Frames in emacs_w3

Abbildung 5: Frames in emacs_w3

Auch die Darstellung von Tabellen gelingt dem Altvater lynx nicht optimal – im Gegensatz zu emacs_w3 und links, die hier sehr gute Ergebnisse liefern. Ob die Darstellung dem persönlichen Geschmack entspricht, muss jeder Anwender für sich selbst klären, hier kommt es oft auch auf den Einsatzzweck an.

Finden Sie Gefallen an der Schnelligkeit und der einfachen Bedienbarkeit eines Text-Browsers, sollten Sie seiner Konfiguration in jedem Fall einige Aufmerksamkeit widmen.

Konfigurieren von lynx

lynx, ohne weitere Optionen aufgerufen, präsentiert Ihnen (je nach Vorkonfiguration durch den Distributor) oft schon auf der Hauptseite eine äußerst umfangreiche Dokumentation, die zum Teil aber nur online abzurufen und außerdem englischsprachig ist. Bekommen Sie stattdessen die Testseite eines lokal laufenden Web-Servers o. ä. angezeigt, führt die Betätigung der [h]-Taste zu dieser Lynx Help Page.

Deutschsprachig wird lynx auf Wunsch bei der Ausgabe der Hilfezeilen und im Konfigurationsmenü; auch die Datei .lynxrc, die die im Optionsmenü gesetzten persönlichen Einstellungen speichert, kann auf Deutsch erstellt werden, so dass auch des Englischen nicht besonders mächtige Benutzer darin Einzelheiten zur Nutzung der Optionen nachlesen können.

Zeigt Ihnen Ihr lynx ausschließlich englischsprachige Hilfezeilen, schauen Sie sich bei Bedarf an deutschsprachiger Unterstützung die UmgebungsvariableLANG mit dem Befehl echo $LANG an: Erst wenn die Ausgabe z. B. de_DE oder de_DE.ISO-8859-1 lautet, schalten viele Programme, nicht nur lynx, auf die deutsche Sprache um. Voraussetzung dafür ist aber, dass Ihre Linux-Distribution für das jeweilige Programm Mehrsprachigkeit bietet, und das ist nicht immer der Fall.

Temporär können Sie die Variable mit

export LANG=de_DE.ISO-8859-1

ändern. Für dauerhafte Speicherung ist ein Eintrag in Ihrer /.bashrc oder ~/.profile nötig. Mindestens eine dieser versteckten Dateien befindet sich vermutlich schon in Ihrem Home-Verzeichnis.

Welche Variablen lynx noch nutzt, können Sie in der Lynx Help Page nachlesen: Dort finden Sie einen Link auf den Lynx Users Guide, den Sie mit [Return] anwählen. In dessen Inhaltsverzeichnis (Table of Contents) gehen Sie mit der Pfeiltaste nach unten auf den Link Environment variables used by Lynx, dem Sie mit einem erneuten [Return] nachfolgen.

Zum Konfigurieren Ihrer persönlichen Einstellungen geben Sie im Anschluss an den lynx-Aufruf auf der Tastatur ein o (für “Optionen”) ein. Die Hoch/Runter-Pfeiltasten dienen auch im Konfigurationsmenü der Navigation; zum Markieren der Auswahlmöglichkeiten benutzen Sie den Pfeil nach rechts oder [Return].

Das Menü enthält zwar einen Link zu ausführlicher Hilfe (HELP!), trotzdem ein paar Worte dazu: Erst ein Kreuzchen neben Save options to disk bzw. Optionen permanent speichern (Abbildung 6), zu setzen mit der [Return]-Taste, und die nachfolgende Bestätigung des Links Änderungen akzeptieren (Accept Changes) erzeugt die persönliche Konfigurationsdatei ~/.lynxrc. Sie ist solange gültig, bis Sie das Optionsmenü wiederum speichern. “Von Hand” eingetragene Optionen werden dabei überschrieben.

Innerhalb des Optionsmenüs haben Sie unter anderem die Möglichkeit, mit dem User mode Einfluss auf die von lynx unten eingeblendeten Hilfezeilen zu nehmen. Sie haben die Wahl zwischen Novice, Intermediate und Advanced; für neue Anwender ist ersteres ein Muss.

Die farbige Darstellung, die die Orientierung durchaus erleichtern kann, schalten Sie, sofern Ihre Konsole bzw. Ihr Terminal dies unterstützt, am Menüpunkt Farbe zeigen (Show color) ein, indem Sie always wählen.

Die Option HTML-Fehlerbehandlung (HTML error recovery) bietet strict (SortaSGML mode) und relaxed (TagSoup mode) zur Auswahl an. Der strikte Modus sorgt dafür, dass Sie gar nichts sehen, wenn Sie eine Seite aufrufen, die für lynx missverständlich kodierte SGML-Zeichen enthält; diese wird schlicht nicht angezeigt.

Abbildung 6: Das Konfigurationsmenü zu Lynx

Abbildung 6: Das Konfigurationsmenü zu Lynx

Tastenkürzel lernen

Der größte Nachteil an lynx ist vermutlich, dass man – wie bei einer Reihe anderer Tastatur-bedienbarer Programme auch – erstmal einen gewissen Vorrat an Tastenkürzeln erlernen muss, ehe man den Browser richtig flink bedienen kann. Im unteren Teil des lynx-Fensters finden Sie die wichtigsten aufgelistet – etwa, dass sich auf ein [g] hin eine Art Kommandozeile öffnet, in der man die gewünschte URL einträgt (und mit den Pfeiltasten nach unten und oben bislang angesprungene URLs wieder hervorholt). Viel mehr Hilfe finden Sie in diesem Mini-Menü aber nicht: Daraus geht beispielsweise nicht hervor, dass

  • [k] (“keymap”) alle verfügbaren Tastaturkürzel auflistet,
  • [z] eine Übertragung abbricht,
  • [l] alle Links im aktuellen Dokument auflistet und
  • [/] nach dem anschließend eingegebenen Suchbegriff im aktuellen Dokument fahndet.

Das Äquivalent zum Zurück-Button grafischer Browser ist die Pfeiltaste nach links. Während der aktuellen Surf-Session angesprungene URLs lassen sich in einer mit [Strg-h] hervorzuholenden Übersicht erneut anwählen. Verfolgen Sie auf dieser Seite den Link Letzte Meldungen von der Statuszeile (Your recent statusline messages), können Sie die letzten Statusmeldungen nachlesen, sollten Sie die beim Surfen verpasst haben.

Richtig sensationell verhält sich lynx, wenn Sie die Konsole mal kurz für einen anderen Arbeitszweck brauchen. Tippen Sie auf [!], so zieht sich das Programm mit der Meldung

Default Shell wird gestartet, für Rückkehr zu Lynx 'exit' eingeben.

zurück. Aber Vorsicht, vergessen Sie die weiterhin bestehende Verbindung nicht!

Mit Emacs ins Internet

Wer gerne richtig viele Tastenkürzel lernt, kommt vermutlich mit dem Editor emacs oder seinem grafischen Pedant xemacs sehr gut über die Runden. Dass ihm scherzhafterweise nachgesagt wird, in Wahrheit ein Betriebssystem zu sein, hat sicher auch damit zu tun, dass es jede Menge Erweiterungen für ihn gibt, darunter auch eine namens emacs_w3, mit der man im Web surfen kann.

Wie der Editor selbst, dürfte auch dieses Paket zum Leistungsumfang Ihrer Distribution gehören. Alle, die vom Erscheinungsbild des Browsers begeistert sind (Abbildung 5), aber noch nichts mit emacs zu tun hatten, sollten sich zunächst daran gewöhnen, dass

  • ein C (Steuertaste) in der Emacs-Nomenklatur die [Strg]-Taste auf Ihrer Tastatur meint, während
  • M die Meta-Taste bezeichnet, die es auf PC-Tastaturen nicht gibt und deren Funktion daher die [Alt]-Taste übernimmt. Manchmal ist es auch/stattdessen die [Esc]-Taste, und viele Distributoren machen mittlerweile die linke Windows-Taste unter X zu Meta.

Der Umgang mit diesen Kürzeln erklärt sich am besten am Beispiel. C-x C-f heißt, Sie drücken [Strg] und halten diese Taste, bis Sie ebenfalls [x] und [f] gedrückt haben.

Um w3 zu starten geben Sie in einer laufenden emacs-Sitzung M-x w3 ein. Auf M-x folgt immer ein Befehl; Sie drücken und halten also die Meta-Taste, tippen [x] an und schreiben dann w3.

Daraufhin versucht w3, eine Verbindung mit der eigenen Web-Site herzustellen, und das ist auch gut so, denn hier können Sie die Online-Dokumentation und die FAQ zum Selbststudium heranziehen. Falls Sie noch keine Verbindung hergestellt haben oder aus anderen Gründen einen Befehl zurücknehmen wollen, benutzen Sie C-g. Emacs bietet auch offline ausführliche Hilfen an.C-h t etwa führt zum Tutorial, C-h i lädt zum Browsen im Info-System ein. Die wichtigsten Tastenkürzel stellt Tabelle 1 zusammen.

Tabelle 1: Emacs- und Emacs_w3-Tastenkürzel

Emacs
Datei öffnen C-x C-f
Datei speichern C-x C-s
Emacs beenden C-x C-c
w3
w3 starten M-x w3
w3 beenden [q]
Bewegen im Web
Neue URL eingeben C-o
Vor- und Rückwärts-Scrollen auf der Seite [Leer],[Backspace]
Nächsten Link anspringen [Tab]
Vorhergehenden Link anspringen [Umschalt-Tab] falls Ihr Terminal das nicht kann, [Alt-Tab] oder [Esc-Tab] ausprobieren
Zur letzten Internet-Adresse zurückkehren [l]
Buffer verlassen [q] oder [u]

Anpassen und loslegen

Während w3 wohl am meisten begeistert, wenn man ohnehin Emacs nutzt und beim Schreiben eines Texts schnell etwas im Web nachschlagen kann, lässt sich links als Kommandozeilenprogramm erfrischend einfach nutzen. Ein Aufruf von links ohne weitere Optionen produziert ein leeres Fenster. Lassen Sie sich davon nicht verwirren; auf den Druck der [Esc]-Taste hin bekommen Sie ein Menü zu sehen. Dies erinnert zwar optisch stark an DOS-Zeiten, nicht jedoch beim Funktionsumfang (Abbildung 7). Alle Tastaturkürzel sind visuell gekennzeichnet. Sie lernen dadurch “auf einen Blick” alle Kürzel kennen; die wichtigsten sind

  • [g] (“gehe zu”); hier lässt sich eine neue URL eingeben und mit den Pfeiltasten nach oben oder unten die “History” nach bereits eingegebenen Adressen durchsuchen.
  • die Pfeiltaste nach links. Sie entspricht – genau wie bei lynx – dem Zurück-Button grafischer Browser. Interessanterweise haben beide Browser denselben Fehler in ihrem Benutzer-Interface: Die rechte Pfeiltaste verhält sich nämlich gerade nicht wie der Forward-Knopf der GUI-Browser.
  • [Bild hoch]/[Bild runter] und [Pfeil auf]/[Pfeil ab]. Damit bewegen Sie sich auf einer Seite. Die [Leer]-Taste scrollt nach unten.
  • [Tab], damit hüpfen Sie auf Frame-Seiten von Frame zu Frame.
  • [/], das nach dem anschließend eingegebenen Suchbegriff im aktuellen Dokument fahndet.

Das englischsprachige Handbuch erreichen Sie online im Menü-Punkt Hilfe / Handbuch. Sinnvoll ist es, den Menü-Punkt Setup / Language auf German zu stellen, woraufhin dieser Menüpunkt zu Einstellungen / Sprache wird. Unter Einstellungen / Zeichensatz bügelt man ein paar anfängliche Darstellungsfehler aus: Ist 7-bit ASCII voreingestellt, lassen sich keine Umlaute darstellen. Damit die Einstellungen dauerhaft bleiben, müssen sie unter Einstellungen / Optionen speichern gesichert werden. Ein Untermenü, in dem man sich dann doch nicht zu einer Änderung entschließt, schließt man übrigens mit [Esc].

Passende externe Anzeigeprogramme vorausgesetzt, wird links über den Menüpunkt Einstellungen / Verknüpfungen sogar Multimedia-fähig. Ehe Sie hier jedoch die Helper Applications von Netscape (Edit / Preferences / Navigator /Applications beim Netscape Navigator 4.78) übertragen, sollten Sie bedenken, dass grafische Applikationen nur dann sinnvoll sind, wenn Sie mit links in einem X-Terminal arbeiten. Auf der Konsole ist das Angebot etwa an Bildbetrachtern naturgemäß etwas eingeschränkt. Können Dateien eines Dateityps verschiedene Namensendungen tragen, geben Sie die Alternativen unter Einstellungen / Datei-Endungen an. Ein praktisches Beispiel finden Sie in Artikel [4], der auch zu lynx und w3m noch einige Zusatzinformationen bietet.

Abbildung 7: Menüauswahl von links

Abbildung 7: Menüauswahl von links

Tabelle 2: Text-Browser im Internet

Browser URL Bemerkung
lynx http://lynx.browser.org/ lynx-Homepage
emacs_w3 http://www.cs.indiana.edu/elisp/w3/docs.html Homepage mit weiterführenden Links zu Dokumentation, Downloads und FAQ
http://www.cs.indiana.edu/elisp/w3/docs/w3_1.html “Getting started”: die Basics für emacs_w3-Anfänger und -Fortgeschrittene
links http://links.sourceforge.net/ links-Projektseite
http://artax.karlin.mff.cuni.cz/~mikulas/links/ Die neuesten Entwicklungen des links-Autors
w3m http://www.w3m.org/ Näheres zum Umgang und zur Installation bietet auch [1]

Glossar

ssh

“Secure Shell”. Eine sichere Möglichkeit, sich auf einem entfernten Rechner einzuloggen und die Software darauf so zu bedienen, als säße man direkt davor. Sofern man auf dem eigenen Rechner unter X arbeitet, kann man auch grafische Programme auf der entfernten Maschine starten, die dann auf dem lokalen Bildschirm angezeigt werden (“X-Forwarding”), doch braucht man dazu eine hinreichend schnelle Netzwerkverbindung. Zudem ist das X-Forwarding vom Sicherheitsstandpunkt aus gesehen problematisch und auch so manche moderne (KDE-)Anwendung spielt nicht immer mit.

Frames

Frames (englisch: Rahmen) unterteilen das Ansichtsfenster eines Browsers in kleinere, oft verschieden große Anzeigebereiche, von denen jeder eigene Inhalte enthalten kann.

Umgebungsvariable

Viele Funktionen der Shell werden durch Variablen gesteuert. Variablen, die auf Anwendungsprogramme Einfluss nehmen, heißen Umgebungsvariablen und werden systemweit (und teils je nach Distribution) aus den Dateien /etc/profile, ggf. /etc/profile.local und/oder /etc/bashrc eingelesen. Anwender haben die Möglichkeit, diese Einstellungen dauerhaft zu individualisieren, indem sie in ihrem Home-Verzeichnis entsprechenden Dateien editieren. Die Bash arbeitet nach dem Login die Dateien .bash_profile, .bash_login, .profile und ggf. .bashrc ab. Ist eine davon nicht vorhanden, wird die nächste auf mögliche Einträge untersucht. Welche Umgebungsvariablen im System gesetzt sind, bringt Ihnen der Befehl env auf den Ausgabebildschirm.

~

Kurzschreibweise für das eigene Home-Verzeichnis.

versteckt

Dateien, deren Namen mit einem Punkt (“.”) beginnen, versteckt der Befehl ls, aber auch so mancher Datei-Manager vor Ihnen, wenn Sie ihn nicht anders konfigurieren bzw. dem ls-Befehl die Option -a (“alle”) mitgeben. Der Grund für das Versteckspiel: Per definitionem speichern Anwendungen ihre Konfigurationsdateien als “Punktdateien” ab, zuviele davon verstellen der Anwenderin bei der normalen täglichen Arbeit allerdings den Blick auf ihre Datendateien.

SGML

Ein Standard zur Beschreibung von Dokumenten (“Standard Generalized Markup Language”). Mit ihm ist es möglich, Inhalte eines Dokumentes von einer äußeren Erscheinungsform (Layout) zu trennen, siehe auch [3].

Infos

[1] Christian Perle: “Surfen in ASCII”, LinuxUser 06/2000, S. 39 ff., http://www.linux-user.de/ausgabe/2000/06/039-ootb/ootb-w3m.html

[2] Stefan Münz: “SELFHMTL”, http://selfaktuell.teamone.de/

[3] Thomas Hofmann, Ursula Raithelhuber: “Home of SGML”, http://th-o.de/sgml/sgmlv.htm

[4] Heike Jurzik: “Surfin’on the Commandline”, LinuxUser 02/2001, S. 92 ff. http://www.linux-user.de/ausgabe/2001/02/092-zubefehl/befehl13.html

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