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SuSE Linux 8.0 Personal im Test

Fazit

SuSE Linux ist ab Version 8.0 noch einfacher zu installieren als bisher. Die Zusammenfassung der Konfiguration ist sehr übersichtlich, die meisten Anwender können jetzt mit wenigen Mausklicks eine sinnvolle Installation durchführen. Das YaST-Kontrollzentrum am Ende ermöglicht zudem, Peripherie gleich nach der Installation komfortabel einzubinden.

Doch die SuSE 8.0 Personal hat auch ihre Schattenseiten: Das Quick Install Manual der 7.3 war eine große Hilfe für Einsteiger, um Linux schnell und ohne großartige Handbuch-Lektüre auf den Rechner zu bekommen. Das als Ersatz eingebrachte Installationskapitel verdient diesen Namen nicht. Dabei war die umfangreiche und wirklich gelungene Dokumentation immer eine herausragende Eigenschaft der SuSE-Distributionen. Unserer Meinung nach haben die Nürnberger am falschen Ende gespart.

Auch das Update verdient mehr Aufmerksamkeit durch die SuSE-Qualitätssicherung. Englische Benutzeroberfläche, beschädigte ISDN-Konfiguration und defektes YaST stellen insbesondere Einsteiger vor unlösbare Probleme. Das Update eines längere Zeit benutzten Arbeitsrechners schlug sogar vollkommen fehl. Derzeit raten wir, alle wichtigen Dateien zu sichern und statt eines Updates lieber komplett neu zu installieren, auch wenn es durchaus mehrere Tage beanspruchen kann, alle manuellen Einstellungen wiederherzustellen.

Insgesamt ist die SuSE Linux 8.0 Personal eine gelungene Zusammenstellung, die hier und da aber den Eindruck einer etwas übereilten Veröffentlichung hinterlässt. Manches ist noch nicht fertig oder funktioniert nicht richtig, es hakt im Großen und Ganzen aber nur an Kleinigkeiten.

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Infos zum Autor

Mirko Dölle

Redakteur für Linux bei c't, Heise Zeitschriften Verlag; ehemals Competence Center Hardware/Linux-Magazin, Linux New Media AG


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