Frisch renoviert
SuSE Linux 8.0 Personal im Test
K(r)ampf mit DSL
Als unerwartet problematisch erwies sich die Abschaltung des DSL-Zugangs - sei es, weil der Provider gekündigt hat, oder in Folge eines Umzugs. Wir konnten zwar die Zugangsdaten verändern, das komplette Abschalten von Kinternet war aber ohne manuelle Eingriffe in die Konfigurationsdateien nicht möglich. Es half auch nichts, mittels ISDN-Modul des YaST die Sedlbauer SpeedFax PCI einzurichten - Kinternet wollte den ISDN-Zugang nicht erkennen, sondern beharrte auf DSL: Wir kamen nicht mehr ins Netz.
Nach Löschen der Datei /etc/sysconfig/network/provider/dsl-provider0 war es immerhin möglich, einen ISDN-Provider zusätzlich einzurichten, auch wenn Kinternet auf DSL als Standard-Einstellung beharrte. Selbst die Neuinstallation von Kinternet löste das Problem nicht vollständig.
Update-Problematik
Das Update auf SuSE 8.0 ist, wie schon in der Vergangenheit, kein Kinderspiel. Als Update-Basis sollten Sie - wenn überhaupt - SuSE 7.3 Personal verwenden, bei älteren Versionen gibt es erfahrungsgemäß noch mehr Probleme. Für den Test verwendeten wir eine Standard-Installation der SuSE 7.3 Personal Edition mit allen YOU-Updates, die bei Redaktionsschluss erhältlich waren. Zudem installierten wir Kernel 2.2.19 vom SuSE-FTP-Server.
Das Update auf Version 8.0 lief zunächst ohne Auffälligkeiten. Nach Start des fertigen Systems erwartete uns jedoch ein englisches KDE 3.0 - obwohl alle Umgebungsvariablen für Sprache und Ländereinstellung korrekt gesetzt waren (Abbildung 5). Beim Update hat YaST vergessen, das Paket kde3-i18n-de mit der deutschen Sprachunterstützung für KDE zu installieren. Die manuelle Nachinstallation brachte wieder ein deutschsprachiges KDE zum Vorschein.
Weitere Probleme gab es mit dem eingebauten ATAPI-CD-RW-Laufwerk. Es war bereits bei der Installation der SuSE 7.3 korrekt eingerichtet worden und lief in der üblichen IDE-SCSI-Emulation. Der ursprüngliche Zugriff auf das Laufwerk erfolgt ohne Emulation über /dev/hdc, innerhalb der SCSI-Emulation muss aber über /dev/sr0, /dev/scd0 oder /dev/cdrecorder zugegriffen werden.
YaST hatte zwar das Icon auf dem KDE-Desktop korrekt mit Zugriff auf /dev/cdrecorder angelegt, benutzte zur Nachinstallation der Pakete jedoch hartnäckig /dev/hdc, was in der SCSI-Emulation nicht mehr zur Verfügung steht (Abbildung 6). Es half auch nichts, als Installationsquelle wieder "CD-ROM" anzugeben, der Fehler blieb. Im Ergebnis war YaST zur Paket-Installation unbrauchbar geworden, einzig nach Abschalten der IDE-SCSI-Emulation konnte der Brenner von YaST angesprochen werden.



