Frisch renoviert
SuSE Linux 8.0 Personal im Test
KDE 3.0 aufgeräumt
Die Standard-Installation ist auf Otto Normal-Pinguin ausgerichtet, es gibt nur jeweils ein Programm für die tägliche Arbeit. StarOffice wurde als zentrales Office-Paket und Konqueror nebst Netscape-Plugins als Browser installiert. K-Office 1.1.1, Netscape 6.0, Mozilla 0.98, Opera 6.0 Beta und viele andere Pakete können bei Bedarf nachgeladen werden, falls einem die Programme aus der Standard-Installation nicht zusagen.
Insgesamt sind nicht nur der KDE-Desktop und die Menüs sehr übersichtlich, die Installation umfasst nur knapp 1,3 GByte und erfolgt komplett von der ersten CD.
Ein kleiner Schönheitsfehler hat sich in die Kontrollleiste von KDE 3.0 eingeschlichen. Ist der Rechner belastet, bleiben die Kurzinfos der Icons, auch als "Tooltips" bekannt, eingeblendet und überdecken je nach Länge verschiedene Icons. Wenn Sie die Kurzinfos nicht benötigen, können Sie sie im Kontrollzentrum unter Erscheinungsbild / Kontrollleiste / Erscheinungsbild / Kurzinfos anzeigen abschalten.
Firewall leicht gemacht
Das YaST-Modul zur Firewall-Einrichtung hat SuSE deutlich verbessert und vereinfacht (Abbildung 4): Nun reicht die Angabe des nach außen führenden Geräts (in der Regel ppp0 für DSL- oder Modem-Nutzer, und ippp0 bei ISDN) und des internen Geräts, zum Beispiel eth0. Anschließend werden die vom Internet aus erreichbaren Dienste ausgewählt, und fertig ist die Konfiguration.
Ebenfalls über das Firewall-Modul können Sie die Masquerading-Funktion einschalten. Damit mutiert der Linux-Rechner zum vollwertigen Internet-Access-Router für das heimische Netzwerk. Datenpakete für das Internet werden vom Access-Router entsprechend weitergeleitet und umgekehrt die Antwort-Pakete empfangen und zurück verteilt.
Auf allen anderen Rechnern im Netzwerk müssen Sie nur noch den Access-Router als so genanntes Standard-Gateway sowie den DNS des jeweiligen Providers eintragen. Unter SuSE Linux 8.0 geht das mit dem YaST-Modul Hostname und DNS aus der Kategorie Netzwerk/Erweitert. Wenn SuSE in einer späteren Version noch eine einfache Nameserver-Konfiguration für das lokale Netzwerk einbaut, bräuchte man nur noch den Access-Router als einzigen Nameserver bei allen Rechnern anzugeben - der Aufbau eines Heim-Netzwerks wäre noch leichter.



