Mit der Zeit gehen
NTP und andere Zeit-Server
Abgleich bei Einwahl
Nutzt man ohnehin ein Skript wie /etc/ppp/ip-up, das bei jedem Verbindungsaufbau ins Internet aufgerufen wird, bietet sich ntpdate an:
ntpdate -s ntp.uni-trier.de slug.ctv.es ntp.maths.tcd.ie ntp.cs.strath.ac.uk
Die Option -s leitet Fehler- und Statusmeldungen in das Syslog um und sorgt so dafür, dass sie in den zentralen Logdateien (in der Regel in /var/log/messages) einzusehen sind.
Es folgt eine Liste einiger NTP-Server. Eine Übersicht öffentlich zugänglicher NTP-Server finden Sie in [2]; die Höflichkeit gebietet es, keinen "fremden" NTP-Server anzuzapfen, wenn der Admin das nicht wünscht. Auch sollten Sie als Privatmann tunlichst keine Server aus Stratum 1 verwenden, um keine Überlast zu provozieren. Wie bereits erwähnt, wird NTP nur einen der Server für die eigentliche Synchronisierung verwenden, die übrigen dienen lediglich als Vergleichsobjekte.
Treffer beim ersten Versuch
Etwas genauer funktioniert der NTP-Daemon im "One-Shot-Modus", bei dem ein einmaliger Abgleich durchgeführt wird. Dazu starten Sie ntpd mit der Option -q. Der Daemon arbeitet dabei so exakt wie möglich; anschließend beendet er sich jedoch und überwacht die Systemzeit nicht mehr weiter.
Für ntpd benötigen Sie eine einfache Konfigurationsdatei namens /etc/ntp.conf mit Angaben über die Server. Diese könnte etwa so aussehen:
server ntp.uni-trier.de iburst server slug.ctv.es iburst server ntp.maths.tcd.ie iburst server ntp.cs.strath.ac.uk iburst
Das Schlüsselwort iburst sorgt für eine schnelle Übertragung zahlreicher Anfragen unmittelbar hintereinander und erlaubt damit eine möglichst zügige Synchronisation.



