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Der richtige Typ

Jo´s alternativer Desktop: Launcher

Bekanntmachung

Springen Sie nun von den Launcher Options zu den Handler Definitions, so gelangen Sie in die Konfigurationsmaske, mittels derer Sie Ihre Handler bearbeiten. Diese zeigt eine Liste aller Applikationen, die Sie für die jeweiligen Dateitypen vorsehen (Abbildung 3).

Abbildung 3: Konfiguration der Handler

Der Umgang mit diesem Dialog ist etwas gewöhnungsbedürftig. Möchten Sie eine neue Anwendung hinzufügen, so klicken Sie zunächst auf Set und tragen Ihre Anwendung mit einem Rufnamen (XEmacs), dem echten Programmnamen (xemacs) und dem Aufruf (xemacs %s) ein. Wichtig ist das %s anstelle eines Dateinamens; als Stellvertreter für ein Verzeichnis wirkt ein %d. Erst ein Klick auf Add fügt den neuen Eintrag der Liste hinzu.

Verbunden

Bleibt noch der Eintrag Type/Handler Mappings (Abbildung 4), in dem Sie nach Herzenslust die eben eingetragenen Anwendungen ihrer Bestimmung zuordnen. Wählen Sie für einen MIME-Typen mehrere Applikationen aus Ihrer Liste, sollten Sie sich darüber informieren, welcher als Default eingestellt ist, und gegebenenfalls nachbessern. Das heißt aber nicht, dass der Default im künftigen Betrieb zuerst aufgelistet würde – er kommt lediglich bei aktiviertem default in den allgemeinen Optionen zum Tragen.

Abbildung 4: Wer mit wem?

Bei der Definition neuer MIME-Typen gibt es allerdings auch Stolpersteine: Nehmen wir an, Sie besitzen eine PNG-Grafikdatei namens grafik.png. Analog zu den voreingestellten Einträgen in der Launcher-Konfiguration (z. B. image/gif) sollte der MIME-Typ nun image/png lauten. Doch Launcher präsentiert Ihnen statt Ihrer Wahl die gesamte Handler-Liste – der neu eingetragene MIME-Typ scheint wirkungslos zu sein. Licht ins Dunkel bringt folgender Befehl:

jo@planet ~> launcher --showtypes grafik.png
grafik.png: image/x-png

Damit wissen Sie, dass Sie für eine PNG-Grafik den MIME-Type image/x-png definieren sollten.

Einen Makel hat das überaus praktische Tool dennoch: Es kann (noch) keine MIME-Typenbezeichnungen mit Wildcards verarbeiten. Und so lassen sich nicht alle Grafiken einfach mit dem MIME-Typen image/@L: * konfigurieren, auch wenn die mitgelieferte Konfigurationsdatei etwas anderes suggeriert.

Glossar

MIME

Die Abkürzung steht für "Multipurpose Internet Mail Extensions". Wird ein Attachment per E-Mail verschickt, gibt das Mail-Programm mit an, um welchen Typ Datei es sich handelt. Wertet die Empfänger-Mail-Anwendung diesen "MIME-Header" aus, muss sie keine Inhaltsanalyse mehr durchführen, um zu wissen, ob ein Textdokument, eine Sound-Datei, ein Archiv oder etwas völlig anderes auf sie zukommt. MIME-Typen werden außerdem bei der Kommunikation zwischen Web-Server und Web-Browser mitgeschickt und finden oft auch dort Verwendung, wo Unix-Anwendungssoftware sich auf Dritt-Programme verlässt.

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