Home / LinuxUser / 2002 / 06 / IRC-Service noteserv

Newsletter abonnieren

Lies uns auf...

Folge LinuxCommunity auf Twitter

Top-Beiträge

KDE Plasma Workspaces 4.8
(306 Punkte bei 32 Stimmen)
SUSE12
(173 Punkte bei 4 Stimmen)
Pardus Linux am Ende?
(164 Punkte bei 4 Stimmen)
OpenSuse 12.1-Service Kit 01/12
(161 Punkte bei 4 Stimmen)
Meinst Du: Patch CD Updates?
(161 Punkte bei 4 Stimmen)

Heftarchiv

LinuxUser Heftarchiv

EasyLinux Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Partner-Links:

Shopping
Topsuche
 
Yatego Deutschlands größte Shoppingmall. 10000 Shops,
3.5 Mio Artikel. Alle Bestseller, Servertechnik und Technik Themenwelten.

Notebooks und Netzwerkhardware bei Mercateo günstig kaufen.
Internet Telefonie mit VoIP Telefonen von Gigaset
Das B2B Portal www.Linx.de informiert über Produkte und Dienstleistungen.
Günstige Digitalkameras finden Sie im Preisvergleich.

Schreiben Sie nach dem Signalton

IRC-Service noteserv

01.06.2002 So manch moderne Freundschaft existiert nur im Chatroom, man kennt voneinander weder E-Mail-Adresse noch SMS-Nummer. Doch wie soll man solchen Freunden eine Nachricht zukommen lassen, wenn sie gerade nicht online sind?

Für die, die im IRCNet chatten, lässt sich diese Frage einfach beantworten: Mit noteserv, einem sogenannten IRC-Service, gibt es die Möglichkeit, Mitteilungen an andere solange zu speichern, bis sie zugestellt werden können oder wegen eines abgelaufenen Haltbarkeitsdatums verworfen werden. Darüber hinaus informiert dieser Dienst darüber, wenn sich jemand bestimmtes ein- oder ausloggt.

Kasten 1: Nutzen und Nutzenlassen

Bei noteserv handelt es sich um einen Service im IRCNet. Um diesen zu nutzen, muss auf dem eigenen Computer, vom IRC-Client selbst abgesehen, keine weitere Software installiert werden. Auch eine ständige Verbindung zum Netz ist nicht erforderlich. Wer jedoch eine Standleitung besitzt und einen solchen Benachrichtigungsdienst in einem anderen IRC-Netzwerk aufbauen möchte, kann sich den Quellcode des Programms von [2] herunterladen. Dies erfordert jedoch etwas Erfahrung bei der Konfiguration eines IRC-Server-Programms.

Mit einfachen Befehlen lässt er sich aus der Kommandozeile eines beliebigen IRC-Clients heraus bedienen; für ircII und mirc existieren Shortcut- und PopUp-Erweiterungen, die auf der noteserv-Homepage [1] beschrieben sind.

Die Verbindung zum noteserv wird grundsätzlich mit der Sequenz

/quote squery noteserv :

eingeleitet, woran sich Befehle und dazugehörige Optionen anschließen. Das /quote sendet den folgenden Text vom Client zum IRC-Server, das squery sorgt dafür, dass der folgende Befehl und alle Optionen unverändert beim Empfänger noteserv ankommen. Der Service versteht alles hinter dem Doppelpunkt als auszuführenden Befehl. Dabei ist noteserv etwas unflexibel bei der Interpretation der Parameter: Nach der Angabe des Empfängers (hier also noteserv) muss unbedingt ein Leerzeichen kommen, nach dem Doppelpunkt aber direkt ohne Zwischenraum das eigentliche Kommando folgen.

Die Befehle

noteserv versteht zwei unterschiedliche Kategorien von Kommandos: generische und Service-Befehle. Die ersten liefern Informationen zurück (Tabelle 1), beispielweise eine Bedienhilfe, die man sich in Ruhe ansehen sollte.

Tabelle 1: Generische Kommandos

Befehl

Bedeutung

HELP Zeigt einen allgemeinen Hilfetext oder die Erklärung zu dem als Argument angegebenen Befehl oder Thema.
ADMIN Zeigt administrative Daten, u. a. Server-Informationen.
INFO Erklärt die Aufgabe von noteserv.
VERSION Gibt die aktuell eingesetzte noteserv-Version aus.

Zu nahezu jedem Kommando gibt es eine ausführliche Erklärung mit einem Beispiel. Auch einige für noteserv-User relevante Stichwörter, sogenannte Topics (Tabelle 2), werden mit einer Extra-Hilfeseite bedacht.

Tabelle 2: Spezielle Hilfethemen

Parameter zu /quote squery noteserv :help

Erklärung

authentication Informationen zum Login-Verfahren.
privacy Erklärungen zur Privatsphäre der User.

Bedienen lässt sich der Service über die zweite Befehlskategorie, die Service-Kommandos. Mit deren Hilfe meldet man sich beispielsweise bei noteserv an, hinterlegt Nachrichten oder listet die in der Warteschlange befindlichen Nachrichten auf.

Tabelle 3: Service-Kommandos

Befehl

Bedeutung

LS Zeigt alle Nachfragen und noch wartende Mitteilungen an.
NOTIFY gültigkeitsdauer nick!ident@hostmaske benachrichtigungstext Informiert eine Zeitlang (oder bis in alle Ewigkeit) darüber, wann der gesuchte Benutzer das IRC betritt oder verlässt.
RM ziffer_der_benachrichtigung Löscht den mit seiner Nummer, dem Kennbuchstaben oder einem Suchmuster (das Wildcards enthalten darf) angegebenen Eintrag.
RM buchstabe_der_nachricht
RM suchmuster
LOGIN username passwort Anmelden des Benutzers username mit dem Passwort passwort beim Service
PASSWD altes_passwort neues_passwort Setzt statt des alten ein neues Passwort.
STATUS Zeigt den eigenen Login- und Authentifikationsstatus an.
SEND gültigkeitsdauer nick!ident@hostmaske nachricht Wartet eine Zeitlang darauf, dass der angegebene Benutzer sich einloggt, um die Nachricht dann zuzustellen. Verstreicht die Gültigkeitsdauer erfolglos, verwirft noteserv die Meldung.
FIND nick!ident@hostmaske Findet User, auf den der Suchstring aus nick, ident und hostmaske passt.
LANG sprachkürzel Bestimmt die Sprache, die von noteserv verwendet wird.

Bei der ersten Anmeldung braucht man nicht einmal einen Account zu besitzen. Sofern der angegebene Benutzername noch nicht existiert, wird einfach ein neues Konto erzeugt und das Passwort entsprechend gesetzt. Als Benutzernamen sollte man des Wiedererkennungswertes wegen den eigenen Nick verwenden.

/quote squery noteserv :login Deichgraf Hauke

erzeugt beim erstmaligen noteserv-Login den Benutzer Deichgraf mit dem Passwort Hauke [3]; diese Daten gilt es dann bei späteren Logins zu verwenden. Das Passwort lässt sich mit dem Befehl PASSWD auch später noch ändern. Einmal angemeldet, geht es darum, noteserv mit Abfragen zu füttern.

Der Kurier

Die wichtigste Anwendung von noteserv besteht sicher darin, gerade offline befindlichen IRCern kurze Nachrichten zu hinterlegen. Zu diesem Zweck dient der Befehl SEND. So sorgt der folgende Befehl, eingegeben in der Kommandozeile des IRC-Clients, dafür, dass noteserv sieben Tage lang versucht, die angegebene Nachricht an denjenigen zuzustellen, der sich über eine T-Online-Verbindung mit dem Nick Deichgraf und dem Ident renner ins IRCNet verbindet:

/quote squery noteserv :send +7 Deichgraf!renner@*t.online.de Haben uns leider verpasst, ich warte am Freitag in #flirt auf dich

Bei der Angabe des Empfängers wird man vernünftigerweise Wildcards verwenden, und da gilt es, insbesondere beim auf alles passenden Ersetzungszeichen * etwas Sorgfalt an den Tag zu legen. In den meisten Fällen reicht es sicher, den Nick sowie den Ident anzugeben, den Hostrechner mit einem * allgemein zu halten, während die Domain wieder unverändert angegeben wird. Denkbar sind aber auch andere Ersetzungen, beispielsweise die Angabe des Nicks, während alles andere durch einen Stern ersetzt wird, analog zum obigen Beispiel also Deichgraf!*@*. Eine solche Praxis birgt natürlich die Gefahr, die Nachricht der falschen Person zuzustellen. Fasst man den Such-Ausdruck hingegen zu eng, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die Nachricht gar nicht zugestellt wird, weil sich der anvisierte User beispielsweise das nächste Mal von einem anderen Rechner aus ins Netz eingewählt hat.

Kann noteserv die Nachricht nicht innerhalb der angegebenen Zeitspanne zustellen, wird sie verworfen. Ein Minuszeichen vor der Lebensdauer der Nachricht legt eine Haltbarkeit im Stundenbereich fest, das Pluszeichen markiert ganze Tage. Bei SEND ist die Vorhaltedauer auf 30 Tage begrenzt. Der Absender wird übrigens über den Status der Nachricht informiert: noteserv meldet sowohl die erfolgreiche Zustellung als auch das Verstreichen der Haltbarkeitsfrist.

Einem Freund empfehlen    Druckansicht Bookmark and Share
Kommentare

410 Hits
Wertung: 0 Punkte (0 Stimmen)

Schlecht Gut

Infos zur Publikation

Infos zur Publikation

title_2012_02

Aktuelle Ausgabe kaufen:

Heft bestellen Heft als PDF kaufen

LinuxUser erscheint monatlich und kostet in der Nomedia-Ausgabe EUR 5,50 und mit DVD EUR 8,50. Weitere Informationen zum Heft finden Sie auf der LinuxUser-Homepage.

Im LinuxUser-Probeabo erhalten Sie drei Ausgaben für 3 Euro. Das Jahresabo (ab EUR 56,10) können Sie im LNM-Shop bestellen.

Tipp der Woche

Knoppix: Bootvorgang mit Cheatcode beschleunigen
Knoppix: Bootvorgang mit Cheatcode beschleunigen
Marcel Hilzinger, 18.01.2012 21:05, 0 Kommentare

Die Bootsequenz der Live-Distribution sucht beim Start zunächst auf Festplatten, dann auf USB-Sticks und erst dann in den DVD-Laufwerken (/dev/sr* oder /dev/scd*) nac...

Aktuelle Fragen

OpenSuse 12.1-Service Kit 01/12
Christoph-J. Walter, 28.01.2012 08:52, 2 Antworten
Hallo Gemeinde, ich habe 12.1 neu installiert. Alles in Ordnung! Nun möchte ich das Service Kit (...
Ubuntu 11.10 konfigurieren
Michael Hinz, 27.01.2012 17:52, 0 Antworten
Ubuntu läuft bei mir. Allerdings nur, wenn die Daten-CD eingelegt ist. Unabhängig von Bios-Einste...
SUSE12
Jörg Müller, 25.01.2012 14:27, 5 Antworten
Hallo Gemeinde Ich habe schon ziemlich lange auf einem Rechner Linux laufen, bin also nicht ganz...
Hat jemand Erfahrung beim Einsatz einer Kinect / OpenNI?
GoaSkin , 24.01.2012 23:35, 0 Antworten
Hallo, ich habe mir eine Kinect zugelegt, um zu schauen, was man damit unter Linux so machen k...
Kollaboration - Zeichnen auf mehreren Geräten gleichzeitig
Ludwig jun. B., 19.01.2012 11:17, 4 Antworten
Schönen guten Tag, ich suche aktuell eine Software für Linux/Windows (eines von beiden), welch...