Desktop überall
Netzwerkweit ein Desktop mit VNC
Der Desktop lebt weiter
Wenn der VNC-Server auf einem Rechner läuft, der nicht ausgeschaltet wird, dann können Sie eine VNC-Sitzung ewig ab Leben halten: Auch wenn sich alle VNC-Clients abgemeldet haben, bleibt der VNC-Server aktiv, und alle darunter gestarteten Programme laufen weiter. So kommen Sie bei der nächsten Anmeldung zu dem Zustand zurück, indem Sie den Client beendet haben. Aus Sicherheitsgründen sollten Sie aber alle offenen Dokumente sichern, bevor Sie den Client schließen.
Sicherheit mit SSH
VNC schützt zwar mit einem Passwort vor unberechtigtem Verbindungsaufbau, die eigentliche Übertragung erfolgt aber (ähnlich einer Telnet-Sitzung) unverschlüsselt. Wenn Ihnen das zu unsicher ist, bauen Sie einen SSH-Tunnel auf.
Zunächst ist der VNC-Server mit der zusätzlichen Option "-localhost" zu starten: Dadurch können keine Verbindungen von anderen Rechnern aufgebaut werden. Um nun doch von einem anderen Rechner zuzugreifen, "tunneln" Sie den VNC-Port über SSH. Das geht wie folgt: Die Port-Nummer des VNC-Servers lässt sich einfach aus der Display-Nummer errechnen, indem Sie 5900 addieren; für Display :1 ist es also Port 5901. Der folgende Befehl setzt voraus, dass der VNC-Server auf einem Rechner myserver läuft und Sie den SSH-Befehl auf einem Client-Rechner eingeben.
ssh -L 5901:myserver:5901 myserver
SSH fragt nun wie üblich nach dem Passwort. Was zusätzlich passiert, ist, dass Verbindungen zu Port 5901 auf dem Client an Port 5901 von myserver weitergeleitet werden. Wenn Sie nun den VNC-Client starten wollen, geben Sie also
vncviewer localhost:1
an. Der Viewer sucht dann nach einem lokal laufenden VNC-Server und spricht dazu Port 5901 (lokal) an. Dieser wird durch SSH verschlüsselt an den richtigen Port auf dem Server weitergeleitet, und die VNC-Verbindung steht. Ist der Client ein Windows-Rechner, müssen Sie ein SSH-Paket für Windows installieren; eine Beschreibung würde den Umfang dieses Artikels sprengen. Der SSH-Aufruf ist dann identisch.



