I-ah!

Napster ist so gut wie tot, Morpheus wurde unlängst ausgesperrt, aber der Esel lebt. Und das sogar unter Linux. Wer ihn noch nicht kennen sollte: Bei eDonkey handelt es sich um ein Filesharing-Netzwerk wie KaZaA oder Gnutella. Genau wie diese beherrscht auch eDonkey Auto-Resuming und den Download von verschiedenen Quellen.

Für die Hardcore-User unter Ihnen reicht wahrscheinlich der Kommandozeilen-Client, den Sie auf der eDonkey-Seite unter http://www.edonkey2000.com/downloads.html herunterladen können. Wer es lieber grafisch mag, sollte für die passende Oberfläche die Seite http://users.aber.ac.uk/tpm01/guihome.html ansteuern und dabei noch einen Abstecher zu http://users.aber.ac.uk/tpm01/kioslave.html machen. Sobald Sie den dort zum Download bereitstehenden eDonkey-Kioslave installiert haben, können Sie per Mausklick oder Drag&Drop aus dem Konqueror von Seiten wie http://www.filenexus.com/ oder http://www.sharereactor.com/ Server- oder Datei-Links zum GUI hinzufügen.

Glossar

Kioslave

Die ominösen "Ioslaves" ("Input/Output-Sklaven") sind eigentlich nichts anderes als Codefragmente, die den Zugriff auf beliebige Datenquellen managen. Am meisten profitiert davon der Konqueror, da er jene damit ohne weiteres Tamtam wie Verzeichnisse oder Dateien verwalten und passende Viewer finden kann. Auch den Entwicklern wird die Arbeit durch diese kleinen Programme sehr erleichtert. Zum Beispiel weiß der HTTP-Ioslave kio_http alles über das Senden und Empfangen von Daten zu und von einem Web-Server. Es kennt sich aus mit SSL, Encoding und den verschiedenen Headern, die während des Datenaustauschs verwendet werden. Möchten KDE-Entwickler nun in einem KDE-Programm irgendeinen Unsinn mit einer Webpage veranstalten, brauchen sie sich selbst nicht mehr mit all den oben angeführten Nichtigkeiten auseinander setzen. Sie verwenden einfach kio_http, der sich um den Rest kümmert.

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