GNU/Aldi

01.05.2002

Liebe Leserinnen und Leser,

München, 15.05.2004 (dpa). Aldi-Süd wird ab dem kommenden Donnerstag in seinen Filialen den neuen Medion Multimedia-PC 2400 anbieten. Zu den Leistungsdaten wurde vorab bekannt, dass die Athlon4-2400-Maschine erstmals ein vorinstalliertes Linux-System an Stelle des branchenüblichen Windows XP 2003 einsetzt. Die Software-Ausstattung beinhaltet neben dem Betriebssystem Debian GNU/Linux 4.1 das Office-Paket Microsoft Office XP 2003 Home, AOL 8.0 und KDE 4.0/Redmond. Wie der Pressesprecher von Aldi-Süd betonte, kann ein durchschnittlicher Anwender Linux im Redmond-Modus nicht von einem XP-Rechner unterscheiden. Auf der Hardware-Seite bietet der Medion-Rechner die üblichen 1,5 GB XDDR-RAM, …

So oder ähnlich könnte in zwei Jahren ein Nachrichtenbeitrag aussehen; jedenfalls würde es gut zur Aldi-Philosophie (Gute Produkte auswählen und in Massenproduktion billig unters Volk bringen) passen, auf Linux zu setzen: Ein mit Linux vorinstallierter Rechner lässt sich schon heute von jedem Anwender bedienen, und an den Problemen der Software-Kompatibilität zu Windows wird gearbeitet. Vor wenigen Tagen wurde Codeweavers "CrossOver Office 1.0" veröffentlicht - das Wine-basierte Programm erlaubt u. a. die Ausführung von MS Office 97/2000 (inklusive Internet Explorer und Outlook) sowie Lotus Notes unter Linux. Wenn Codeweavers Software hält, was sie verspricht, gilt ab sofort nicht mehr die Ausrede "Wir können nicht auf Linux umsteigen, weil wir im Büro MS-Office-Dokumente erstellen und auf einen Exchange-Server zugreifen müssen": All das geht dann ohne Einschränkung sofort auf einem sehr stabilen und kostenlosen Betriebssystem - Linux.

KDE 3.0 ist da

Auf der Titelseite ist es sicher nicht zu übersehen gewesen: Es gibt eine neue KDE-Version. Wenn Sie den Artikel auf Seite 24 lesen, erfahren Sie, dass KDE 3 schöner, schneller und leistungsfähiger als seine Vorgänger ist. Auf der Heft-CD finden Sie Pakete für SuSE Linux 7.3, die nach unserer Statistik unter den Lesern meist benutzte Distribution. Für Benutzer anderer Linux-Versionen ist eine Zusatz-CD in Planung; mehr Informationen dazu finden Sie auf unserer Web-Seite.

In Kürze wird auch GNOME, die bekannteste Alternative zu KDE, ein Update erfahren: GNOME 2.0 steht in den Startlöchern: Als Release-Termin ist der 1. Mai angekündigt. Wenn es so weit ist, bringen wir Sie auf den aktuellen Stand.

Sicherheit

Eigentlich als Titelthema geplant und von der neuen KDE Release verdrängt, soll das Thema Sicherheit trotzdem nicht im Schatten stehen: In unseren zwei Workshops helfen wir bei der Einrichtung einer Firewall mit iptables und der Mail-Verschlüsselung mit GnuPG in KMail und Evolution.

Nun viel Spaß bei der Lektüre des 24. LinuxUser,

Hans-Georg EßerChefredakteur

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