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Digitaler Linux-Videorekorder im Eigenbau, Teil 4

MP3-Player

Zu Beginn zeigt sich eine leere Liste, wenn Sie den MP3-Modus erstmals starten. Die Übersicht enthält später eine Sammlung von Playlists, in denen wiederum die gewünschten Titel enthalten sind.

Um direkt einen Titel abzuspielen, gelangen Sie mit der gelben Farbtaste in ein Auswahlmenü, das Ihnen alle Titel aus dem Verzeichnis /mp3 anzeigt. /mp3 kann dabei auch ein symbolischer Link auf das tatsächliche MP3-Verzeichnis sein.

Das MP3-Modul hat sechs Grundfunktionen, die Fernbedienung hat jedoch nur vier Farbtasten. Deshalb ist in der ersten Ebene die blaue Taste und in der zweiten die rote Taste als Blätter-Taste ausgelegt. Um eine neue Playlist anzulegen, blättern Sie mit Blau zunächst auf die zweite Ebene und legen mit Grün eine neue Liste an.

Im Menü Playliste bearbeiten können Sie nun mit Rot einen Titel hinzufügen, den Sie in der nachfolgenden Liste auswählen.

Abbildung 5: In der Datei-Auswahl können Sie einzelne Titel der Playlist hinzufügen. Auch die ID3-Tags - soweit vorhanden - zeigt das MP3-Modul korrekt an.

Haben Sie alle gewünschten Titel aufgenommen, sollten Sie die Playlist mit zwei mal Blau umbenennen - "unbenannt" ist nicht gerade ein aussagekräftiger Name. Die Eingabe des neuen Namens ist identisch mit der Benennung von Timern.

Mit Ok wird die Playlist nun abgespielt, beginnend beim ersten Titel. Nochmaliges Drücken von Ok bringt, wie vom Abspielen von Aufnahmen gewohnt, einen Statusbalken auf den Schirm. Die Grund-Navigation ist jedoch unterschiedlich. Rechts spult im Titel drei Sekunden vor, oben und unten springen zum nächsten und vorherigen Titel. Die Taste Links sollten Sie nicht benutzen - sie soll laut Dokumentation drei Sekunden zurück spulen, verursachte auf unserem Testsystem jedoch regelmäßig Abstürze von VDR. Auch Lautstärke-Änderungen während der Statusbalken eingeblendet ist hinterließen im Test kleine Aufbaufehler.

Die Tasten Menu und Back funktionieren wie gewohnt, bemerkenswert sind noch die Farbtasten: Blau hat die gleiche Funktion wie Back, und Gelb ist die Pause-/Fortsetzungs-Taste. Die grüne Taste steuert den Wiedergabe-Modus, man sollte sie am besten bei eingeblendetem Statusbalken verwenden (Abbildung 6). Durch mehrmaliges Drücken können Wiederholung (Loop, "L") oder Zufallswiedergabe (Shuffle, "S") ein- und ausgeschaltet werden. Sind Wiederholung und Zufallswiedergabe gleichzeitig eingeschaltet, wird nach Abspielen aller Titel wieder von vorn begonnen. Die Standard-Einstellung lässt sich übrigens über Punkt 8, "Einstellungen" im Hauptmenü ändern.

Abbildung 6: Der Statusbalken zeigt Position und Abspiel-Modus (rechts): "L" steht für Wiederholung, "S" für Zufallsauswahl, zu ändern über die grüne Taste.

Die System-Einstellungen, in Abbildung 1 unter Punkt 8 zu sehen, wurden in Rubriken gegliedert. Das ist zum einen übersichtlicher, andererseits können damit Einstellungen für Module wie den MP3-Player einfach hinzugefügt werden.

Ausblick

Bis zur endgültigen Freigabe von VDR 1.0 sind keine größeren Änderungen mehr geplant, die Arbeit beschränkt sich derzeit auf Fehlerbeseitigung. Klaus Schmidinger hofft, dass VDR 1.0.0pre5 die letzte Vorab-Version ist. Die Patches für die Pre-Release 5 scheinen aber noch nicht ganz sauber zu sein: Beim Testbetrieb wenige Minuten nach Freigabe stürzte uns VDR mit den Patches noch reproduzierbar ab. Die Probleme werden zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels wahrscheinlich schon behoben sein, sie können die wenige KByte großen Pakete im Download-Bereich von http://LinVDR herunterladen.

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Infos zum Autor

Mirko Dölle

Redakteur für Linux bei c't, Heise Zeitschriften Verlag; ehemals Competence Center Hardware/Linux-Magazin, Linux New Media AG


Infos zur Publikation

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LinuxUser 06/2012

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