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Alles neu!

Digitaler Linux-Videorekorder im Eigenbau, Teil 4

01.05.2002 Die Zeit ist reif für einen Neuanfang. Seit dem ersten Teil unseres Workshops hat sich viel getan, insbesondere hinsichtlich Stabilität und Funktionsumfang der Software.

Die Entwicklung des Linux-Videorekorders hat im letzten halben Jahr bedeutende Fortschritte gemacht. Viele Fehler wurden beseitigt, die Bedienung verbessert und neue Features eingebaut. Derzeit arbeitet der Autor von VDR, Klaus Schmidinger, an der Fertigstellung der Version 1.0.

Anders als im letzten Teil angekündigt geht es in dieser Ausgabe um Übersetzung, Installation und Bedienung von VDR 1.0.0pre4 sowie dem Einbau verschiedener Module und Patches für zusätzliche Funktionen. Damit bauen wir den Linux-Videorekorder zum Multimedia-Zentrum aus: Neben Aufnahme, Schneiden und Wiedergabe können auch DVDs und MP3 abgespielt werden.

Neuer DVB-Treiber

Zunächst sollten Sie den DVB-Treiber austauschen, aktuell ist derzeit Version 0.9.4. Es handelt sich um Kernel-Module zur Ansteuerung der DVB-Karten von Fujitsu-Siemens und Hauppauge, die zum Übersetzen die Kernel-Quellen benötigen. Unter SuSE 7.3 müssen Sie deshalb das Paket kernel-source aus der Serie "d" nachinstallieren, wenn Sie den Standard-SuSE-Kernel benutzen. Ansonsten benötigen Sie die Quellen des von Ihnen verwendeten Kernels.

Das Treiber-Paket siemens_dvb-0.9.4-2002-03-16.tgz finden Sie auf der Heft-CD unter LinuxUser/Videorekorder und entpacken es im Verzeichnis /dvb. Danach legen Sie den symbolischen Link DVB folgendermaßen an:

ln -s /dvb/siemens_dvb-0.9.4-2002-03-16 /dvb/DVB

Damit ist das Treiber-Update praktisch erledigt. Beim nächsten Neustart werden die Kernel-Module automatisch neu übersetzt und geladen. Wenn Sie die Module von Hand übersetzen wollen, wechseln Sie in das Verzeichnis /dvb/DVB/drivers und rufen make auf.

Audio-Bibliotheken

Für die Unterstützung von MP3 und AC3 werden die Bibliotheken mad und liba52dec benötigt. Die Quellpakete beider Bibliotheken finden Sie wiederum auf der Heft-CD. Wir beginnen mit der liba52dec:

cd /usr/src
tar xzf /cdrom/LinuxUser/Videorekorder/a52dec-0.7.3.tar.gz
cd a52dec-0.7.3/
./configure
make
make install

Anschließend übersetzen Sie das Paket mad-0.14.2b.tar.gz:

cd /usr/src
tar xzf /cdrom/LinuxUser/Videorekorder/mad-0.14.2b.tar.gz
cd mad-0.14.2b
./configure
make
make install

Für manche Distributionen, zum Beispiel Debian Sid, sind die Bibliotheken als a52dec, a52dec-dev, libmad0 und libmad0-dev verfügbar. Dann entfällt das Neu-Kompilieren, Sie brauchen nur die Bibliotheken installieren.

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Infos zum Autor

Mirko Dölle

Redakteur für Linux bei c't, Heise Zeitschriften Verlag; ehemals Competence Center Hardware/Linux-Magazin, Linux New Media AG


Infos zur Publikation

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LinuxUser 06/2012

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