Mit vereinten Kräften
DVDs mit dvd::rip und transcode im Cluster kopieren
Startschuss
Per Klick auf Schedule Project beginnt die Verarbeitung. Die Jobs werden der Reihe nach den freien Knoten zugewiesen. Es gibt eine Fortschrittsanzeige, die Sie darüber informiert, wie weit die einzelnen Jobs sind.
Mit Stop Node und Start Node können Sie jederzeit einzelne Knoten ab- bzw. einschalten. Wenn gerade ein Job auf dem Knoten läuft, wird dieser abgebrochen und bei nächster Gelegenheit erneut gestartet.
Sie können auf diese Weise beliebig viele Projekte auf das Cluster legen. Mit den Knöpfen Move Up und Move Down legen Sie deren Priorität fest.
Wenn das Projekt fertig berechnet wurde, wird es in der Liste entsprechend gekennzeichnet und nach unten verschoben. Mit Remove Project können Sie es dann auch ganz aus der Liste entfernen, um die Sicht für neue Projekte frei zu machen.
Das Cluster-Control-Fenster kann übrigens inklusive dvd::rip jederzeit geschlossen werden: Der Cluster Control Daemon läuft unabhängig davon. Wenn Sie den Daemon beenden wollen, wählen Sie hierzu Shutdown Daemon. Das Fenster schließt sich, und der Daemon wird sich kurze Zeit später beenden, wobei natürlich auch alle laufenden Jobs abgebrochen werden.
Abschließend möchten wir noch auf ein besonderes Projekt verweisen, das auf dem transcode / dvd::rip Cluster aufbaut: eine boot-fähige Linux-CD [6], die alles an Bord hat, um aus einem beliebigen Rechner einen dvd::rip-Cluster-Knoten zu machen. Das System wird im RAM gestartet und benötigt keine Linux-Partition auf der Festplatte. Damit kann man auch eigentlich nicht unter Linux betriebene Rechner (es soll ja noch ein paar davon geben) kurzzeitig in einen dvd::rip-Cluster einbinden.
Glossar
Transkodierung
Die Umrechnung von Video- und Audiodaten in ein anderes Dateiformat (z. B. MPEG2 Video nach DivX4 und AC3 Audio nach MP3).
PSU
Die Program Stream Unit ist eine interne Verwaltungseinheit von DVD-Videos. Bei der Zerlegung des Videodatenstroms in voneinander unabhängige Teile müssen die PSUs berücksichtigt werden.
NFS
Network File System. Die Standardmethode um unter Unix über das Netzwerk auf die Festplatte anderer Rechner zuzugreifen.
SSH
SSH ist ein Protokoll, welches ähnliche Dienste realisiert wie telnet, d. h. man kann sich mit dem ssh Programm interaktiv auf anderen Rechnern im Netz einloggen. Im Unterschied zu telnet wird die Kommunikation dabei aber vollständig verschlüsselt.
Public Key
Neben der üblichen Passwortabfrage kann SSH Public-Key-Authentifizierung verwenden. Dabei wird ein auf dem Heimrechner erstellter Schlüssel (der Public Key) auf dem entfernten Rechner in eine Liste von autorisierten Schlüsseln eingetragen. Wenn der eigene Public Key auf dem Heimrechner nicht mit einem Passwort geschützt ist, ermöglicht dies auch das Einloggen auf dem entfernten Rechner ohne Passwort.
Infos
[1] "DVDs gequetscht und gebrannt", Artikel zu dvd::rip und transcode, LinuxUser 04/2002, Seite 52, http://www.linux-user.de/ausgabe/2002/04/052-dvdrip/dvdrip.html
[2] http://www.theorie.physik.uni-goettingen.de/~ostreich/transcode/, das Kommandozeilenprogramm zur Videobearbeitung unter Linux von Thomas Östreich
[3] http://www.exit1.org/dvdrip/, dvd::rip ist die transcode-Oberfläche zum Kopieren von DVDs
[4] http://www.cpan.org/modules/by-module/Storable/, Perl-Modul Storable, wird von dvd::rip benötigt
[5] http://www.cpan.org/modules/by-module/Event/, Perl-Modul Event, wird von dvd::rip benötigt
[6] http://www.ronsmits.org/cluster-node.html, boot-fähige transcode-Cluster-Mode-Linux-CD



