Neue Software

icepack 2.0

Icepack Linux meldet sich zurück: Die deutsche Linux-Distribution, deren Version 1.0 wir in Heft 04/2001 getestet haben, kommt pünktlich ein Jahr darauf mit Version 2.0 auf den Markt.

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Die Hersteller-seitigen Angaben versprechen mit Kernel 2.4.17, Glibc 2.2.4, XFree86 4.2.0, Gnome 1.4.1 und KDE 2.2.2 ein aktuelles System. Die seit dem ersten Erscheinen auf Linux-Einsteiger ausgerichtete Distribution ist in vier Varianten erhältlich: 4 CDs/Basic Support (29,90 Euro), 4 CDs/Premium Support (34,90 Euro), sowie entsprechende Pakete mit je zwei zusätzlichen Quelltext-CDs (für 34,90 Euro bzw. 39,90 Euro). Wer Premium Support kauft, kann sich laut Pressemitteilung sogar beim Kompilieren fremder Anwendungen helfen lassen.

Für die kommende Ausgabe planen wir einen ausführlichen Test von icepack Linux 2.0. Weitere Informationen zum Produkt finden Sie auf der Herstellerseite, http://www.icepack-linux.de/. Version 2.0 stand zum Redaktionsschluss noch nicht zum Download bereit, wohl aber die letzte Testversion 1.9.8.1: http://planetmirror.com/pub/icepack/1.9.8.1/iso/

Sicheres IRC

SILC steht für "Secure Internet Live Conferencing", und die SILC-Entwickler haben einen Standard für eine abhörsichere IRC-Variante entwickelt. Zur Verschlüsselung der Daten werden Public/Private-Key-Paare verwendet, wie dies auch bei PGP der Fall ist. Für Anwender von SILC bedeutet dies, dass vertrauliche Daten ausgetauscht werden können, wobei weder auf dem Weg zwischen Client und Server noch auf dem Server selbst Informationen ausgespäht werden können.

Seit kurzem ist die SILC-Software, die aus drei separaten Paketen (silc client für Anwender, silc server für Server-Betreiber und silc toolkit für Entwickler von SILC-Clients) in Version 0.8 verfügbar. SILC unterstützt alle gängigen Unix-Plattformen, es gibt aber auch eine Version für Windows-Anwender. Die Projekt-Homepage ist http://www.silcnet.org/.

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Der einzige bisher verfügbare, ausgereifte SILC-Client ist eine Terminal-Anwendung und basiert auf dem IRC-Client irssi. Auf der SILC-Mailingliste wurde aber die Entwicklung eines grafischen Clients namens "Bombyx" angekündigt (http://bombyx.sourceforge.net/): Dieser benutzt das Widget Set FLTK und wird, sobald er ausgereift ist, sicherlich das Interesse an SILC erhöhen - Konsolenprogramme sind eben nicht nach jedermanns Geschmack.

DirectX 8 Support

TransGaming (http://www.transgaming.com/), Entwickler von WineX, der DirectX-Portierung auf Wine/Linux, haben erste Erfolge bei der Unterstützung von Programmen erreicht, die für Microsoft DirectX 8 erstellt wurden: So brachte das Team das Spiel "Max Payne" unter Linux zum Laufen.

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Die Web-Seite von TransGaming verrät als Anekdote, dass "Subscriber" (also Kunden, die sich gegen Gebühr für Downloads registriert haben) die Windows-Produkte auswählen, für die TransGaming dann die nötigen API-Funktionen nachbaut… Wer nicht zahlen will, darf statt fertiger Binärpakete nur die Sourcen sehen, die der Aladdin Free Public License unterliegen: Kurz zusammengefasst erlaubt diese jede private Nutzung, verbietet aber kommerziellen Einsatz.

MandrakeSofts "Linux Gaming Edition" (http://www.mandrakesoft.com/products/81/gaming-edition) basiert auf einer früheren WineX-Version und wird mit dem Windows-Spiel "The Sims" ausgeliefert; dieses Mandrake-Paket ist in Deutschland allerdings nicht erhältlich.

Opera 6.0 Beta 1

Der wegen seiner hohen Geschwindigkeit beliebte Web-Browser Opera steuert auf eine neue Major Release zu: Ende Februar wurde die erste Beta-Version von Opera 6.0 veröffentlicht. In der Liste der neuen Features (gegenüber Opera 5) finden sich unter anderem ein Cookie-Editor, Programmsteuerung durch Mausgesten, Netscape & Internet Explorer Bookmark-Import sowie Unicode-Support, über den sich auch Web-Seiten mit fremden Zeichensätzen darstellen lassen (die Abbildung zeigt eine taiwanische Web-Seite). Praktisch: Beim Doppelklick auf ein beliebiges Wort öffnet sich ein Kontextmenü, aus dem heraus sich Such-, Übersetzungs- oder Enzyklopädie-Seiten aufrufen lassen, in denen das Wort nachgeschlagen wird.

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Opera bleibt beim Konzept "Ertrag die Werbung oder bezahl": In der Menüleiste werden ständig Werbe-Banner angezeigt, die sich über die Optionen wenigstens an eigenen Interessen ausrichten lassen. Wer die Banner nicht länger erträgt, kann die Software lizensieren.

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