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LinuxUser 04/2002: Buchrezension

01.04.2002

Linux

linux.png

Marc André Selig hat ein Buch vorgelegt, das gleichzeitig auf SuSE und Red Hat zugeschnitten ist und somit zu einer interessanten Lektüre für viele Linux-Nutzer werden kann. Da er beide großen Mainstream-Distributionen mit einbezieht, ist das Buch für alle ein Gewinn, die sich mit den Unterschieden der beiden Konzepte befassen wollen.

Lobenswerterweise berücksichtigt der Autor bei seinen Betrachtungen immer wieder die Sicherheitsaspekte, die bei der Administration eines Linux-Systems zu beachten sind und die für den Laien unter Umständen nicht offensichtlich werden. Hier wird der Benutzer in die Philosophie von Unix-Systemen eingeführt, die durch den modularen Aufbau besonders umfangreich zu konfigurieren sind.

Inhaltlich umfasst das Buch die Installation (einschließlich der Vorbereitungen), die Konfiguration des Systems und Tipps zur täglichen Arbeit mit Linux. In einem gesonderten Kapitel findet der Leser tiefergehende Hinweise, die sich vor allem mit der Arbeit in einer Shell beschäftigen. Eine vi-Referenz führt in das ultimative Konfigurationswerkzeug ein.

Die Referenz wird dem selbstgestellten Anspruch gerecht, einfach und schnell zu informieren. Naturgemäß führt die Dichte an Informationen zu einer gewissen Unübersichtlichkeit, die aber aber durch die Zweiteilung des Buches in Einführung und fortgeschrittenen Teil wieder abgefangen wird.

Infos

Autor Marc André Selig
Titel Linux - Kompakt, komplett, kompetent
Preis 29,95 Euro
ISBN 3-8272-5947-9
Web: http://www.mut.de

Linux Problemlöser

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Wer kennt das nicht: Alles richtig gemacht mit dem Internet-Zugang, und trotzdem will sich im Browser keine Seite öffnen? Es ist zum Verzweifeln. Mit dem Linux-Problemlöser könnten Sie dem Problem möglicherweise auf die Spur kommen. Das Buch von Brian Ward, das von Matthias Kranz ins Deutsche übersetzt wurde, beschäftigt sich in neun umfangreichen Kapiteln mit den Hauptaufgabenfeldern der Administration.

Hilfen zur Installation werden hier nicht mehr gegeben, es sei denn, es handelt sich um zusätzliche Software, die für die Aufgaben benötigt wird. Für das Netzwerkproblem könnte der Leser zum Beispiel Kapitel 2 konsultieren, das sich um die Netzwerkadministration dreht. Hier wird unter anderem auf das Setzen einer Default-Route eingegangen. Vielleicht ist das schon die Lösung.

Prägnante Problemstellungen werden jeweils in einem grau unterlegten Kasten behandelt. Hier erläutert der Autor Symptome und Ursachen für Probleme und schlägt Strategien zur Lösung vor. Es lohnt sich, die Kästen zu studieren, auch wenn auf dem eigenen Rechner ein solches Phänomen noch nicht aufgetreten ist. Wie der Autor richtig sagt, kommt es höchstwahrscheinlich früher oder später dazu. Typischerweise dann, wenn man es absolut nicht gebrauchen kann.

Das Buch deckt ebenfalls die Kommunikation zwischen Linux-Rechnern und anderen Systemen ab, sei es Windows oder Apple. Im Kapitel über die Druckerwartung wird auf Cups als Alternative zu Lpr verwiesen, das Kapitel über die Aktualisierung des Kernels enthält Hinweise auf den Umgang mit Journaling-File-Systemen. Das Buch ist auf der Höhe der Zeit und ein guter Ansatz für die ersten Schritte in der Problemlösung.

Infos

Autor Brian Ward
Titel Der Linux-Problemlöser
Preis 36 Euro
ISBN 3-89864-109-0
Web http://www.dpunkt.de
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Wertung: 120 Punkte (10 Stimmen)

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Infos zur Publikation

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LinuxUser 05/2014

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