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Office-Suite HancomOffice 2.0
Das Frühjahr 2002 wird neben KDE 3.0 und GNOME 2.0 ganz im Zeichen neuer Office-Pakete für Linux stehen. Während die Entwickler bei Sun/OpenOffice, KOffice, Abiword und Gobe Software noch dabei sind, die letzten Features und Bugfixes vor der jeweils neuen (Final-)Release einzufügen, hat man im fernen Südkorea mit der Veröffentlichung von HancomOffice 2.0 Standard bereits für Fakten gesorgt.
HancomOffice ist eine Office-Suite, bestehend aus der Textverarbeitung HancomWord 6.0, der Tabellenkalkulation HancomSheet 2.0, dem Präsentationsprogramm HancomPresenter 2.0 sowie dem Bildbearbeitungsprogramm HancomPainter 2.0. Die Professional-Variante, die noch im Februar erscheinen soll, wird darüber hinaus noch eine Reihe weiterer, von der amerikanischen Firma TheKompany beigesteuerter Programme - namentlich: das DBMS HancomEasyDB, das Flowchart-Programm HancomEnvision, der HTML-Editor HancomWebBuilder sowie der Personal Information Manager HancomQuicksilver - enthalten.
HancomOffice 2.0 wurde komplett mit Trolltech's Qt-Bibliothek erstellt. Einer Portierung auf andere Plattformen und Betriebssysteme steht daher nichts im Wege. Laut HancomLinux wird die neue Office-Suite zusammen mit einer auf koreanische Verhältnisse angepassten Linux-Distribution demnächst in 120000-facher Ausführung an die südkoreanische Regierung verkauft werden.
Da HancomOffice nicht nur in koreanischer, sondern auch in chinesischer, japanischer und englischer Sprache erhältlich ist, könnte HancomLinux auf dem Weltmarkt für Office-Pakete womöglich zu einem der gefährlichsten Konkurrenten von Microsoft werden. Ob allerdings in absehbarer Zeit eine an deutsche Verhältnisse angepasste Version erhältlich sein wird, war bis Redaktionsschluss nicht bekannt. Die englischsprachige Version ist jedenfalls für 49,95 US-Dollar (Standard plus Versandkosten) beziehungsweise 99,95 US-Dollar (Professional plus Versandkosten) im Online-Shop erhältlich. Nähere Infos: http://www.hancom.com
Web-Browser Opera 6.0 TP 3
Der kommerzielle Web-Browser der norwegischen Firma Opera Software gehört neben Konqueror und Mozilla unter Linux zu den besten Navigationsprogrammen durch die weite Welt des WWW. Einige Monate nach der Release von Version 6 der Windows-Version, steht nun auch die Veröffentlichung der Linux-Version unmittelbar bevor.
Zum Redaktionsschluss war bereits die "Technology Preview 3" von Opera 6.0 für Linux verfügbar. Wie üblich gibt es den Web-Browser wahlweise in einer kostenlosen Variante mit Werbebanner-Einblendung im oberen Fensterbereich oder aber in einer "freigeschalteten" Version (39 US Dollar).
Wer Opera als Browser verwendet, sollte möglichst bald auf die neue Version umsteigen, da es für die bisherige Version 5 des Browsers trotz einiger Sicherheitsschwächen keine Bugfix-Versionen mehr geben wird.



