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01.03.2002

http://www.fli4l.de/

Abbildung 1: http://www.fli4l.de/

Der Name ist Programm - hier kommt ein "on(e)-disk-router", der nur eine Diskette zum Arbeiten benötigt. Für den ISDN-, DSL- und Ethernet-Router ist ein PC mit Intel-486-Prozessor und 16 MB RAM ausreichend; die Web-Seite verspricht, dass keine Linux-Kenntnisse erforderlich seien, Erfahrung mit Netzwerken, TCP/IP, DNS und Routing werden allerdings vorausgesetzt.

Auf der Web-Seite finden Sie allerhand nützliche Informationen rund um fli4l. Die Navigationsleiste links führt Sie unter anderem zur Download-Seite und zu den sogenannten OPT-Paketen (zusätzliche Software). Leider sind diese beiden Sektionen nicht sehr übersichtlich gestaltet. Der Hinweis, dass für DSL, ISDN und weitere Software Pakete separat heruntergeladen werden müssen, hilft Neulingen zunächst nicht viel weiter. Das alphabetisch geordnete Download-Archiv lässt ebenfalls einen thematischen Überblick vermissen. Unter "Hilfe" geht es zu Dokumentationen, FAQs und HOWTOs - die Doku zur aktuellen Version besticht zwar nicht gerade durch eine übersichtliche Benutzerführung, dennoch stimmt der Inhalt. Wenn man erstmal auf die Idee gekommen ist, dass es zwei Navigationsleisten gibt (oben und links), geht es Schritt für Schritt ins Detail. Vom Auspacken des Programmpakets über Erklärungen zur Konfiguration bis hin zum praktischen Einsatz im lokalen Netzwerk werden Informationen anfängertauglich vermittelt. Eine Suchmaschine, ein Gästebuch und Links zu themenverwandten Gebieten helfen weiter, wenn man sich in den Frames verloren hat.

http://www.bundestux.de/

Abbildung 2: http://www.bundestux.de/

Freie Software in den Bundestag - auf der Web-Seite des Bundestux-Projektes findet sich neben kurzen Statements im Wesentlichen eine Unterschriftenaktion. Wer sich in die Liste einträgt (und erst nach Bestätigen einer automatisch vom Server verschickten Antwort-Mail endgültig in die Liste aufgenommen wird), der unterstützt damit das Ziel, den Bundestag zum Einsatz von Linux anderer Open-Source- bzw. Freier Software zu bewegen.

Als drei zentrale Gründe für den Umstieg von Windows auf Linux & Co. führt Bundestux an:

  • Ordnungspolitik und Freier Wettbewerb: Microsoft Windows, Internet Explorer, Office und Outlook sind laut Bundestux mit über 90 % Marktanteil in einer so stark marktbeherrschenden Stellung, dass der Staat hier seiner Aufgabe nachkommen sollte, Monopolstellungen zu verhindern.
  • Demokratie: Die Ideologie hinter Freier Software hat mehr mit Demokratieverständnis gemeinsam als kommerzielle Software.
  • Standortvorteile: Bundestux sieht es also vorteilhaft an, wenn Deutschland als Staat (etwa durch Fördergelder) die Entwicklung freier Software vorantreiben würde; es drohe die Gefahr, den Anschluss zu verlieren, nachdem bereits mehrere Regierungen sich deutlich zu Freier Software bekannt haben.

Der Bundestux-Server ist (laut eigenen Angaben) erst seit 29.01.2002 online und konnte bereits in der ersten Woche 20.000 Unterschriften sammeln - eine beachtliche Leistung. LinuxUser unterstützt die Aktion.

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