Der Editor KWrite

Die Auswahl an Editoren in KDE ist reichlich. KWrite ist dem Windows-Editor sehr ähnlich, bietet aber einige zusätzliche Fähigkeiten. Sie starten das Programm über Büroprogramme/Editoren/Erweiterter Editor. Die Einstellungen von KWrite nehmen Sie wie bei den meisten KDE-Anwendungen über Einstellungen/Editor einrichten in der Menü-Leiste vor.

Abbildung 11: Dem Windows-Editor sehr ähnlich aber komfortabler ist KWrite

Hier können Sie die Hintergrundfarbe und die Farbe von markierten Textteilen verändern. Schriftart und -größe können den individuellen Bedürfnissen angepasst werden. Beim Arbeiten mit KWrite kann die Schrift auch mit einem Klick auf die Lupensymbole in der Werkzeugleiste vergrößert und verkleinert werden.

Im Abschnitt Einstellungen/Editor einrichten/Bearbeiten legen Sie fest, nach wie vielen Zeichen eine Zeile umgebrochen werden soll - die Voreinstellung ist 80 Zeichen. Der Zeilenumbruch wird aber erst aktiv, wenn Sie Bearbeiten/Zeilenumbruch aufrufen.

Abbildung 12: Zeilenumbruch und Tabulatorbreite können Sie ebenso einstellen wie Anzahl der Rückgängig-Befehle

Die Breite der Tabulator-Einrückung kann ebenso variiert werden wie die Anzahl der möglichen Rückgängig-Schritte. Eine praktische Funktion ist im Bereich Auswählen voreingestellt: Alle mit der Maus kopierten Textteile werden automatisch zwischengespeichert. Sie sparen also den Befehl Kopieren und können Markiertes sofort an der entsprechenden Stelle im Text einfügen. Dies funktioniert wie unter Windows.

KWrite verfügt über eine Rechtsschreibprüfung. Im Abschnitt Einstellungen/Editor einrichten/Rechtschreibung kann zwischen alter und neuer deutscher oder englischer Rechtsschreibung gewählt werden.

Abbildung 13: Korrektur nach den neuen oder alten Rechtschreibregeln

Das Feature Kommentar, das KWrite in die Nähe eines Office-Programms rückte, ist noch nicht implementiert. Bequem zu einer bestimmten Zeile springen kann man über Bearbeiten/Gehe zu. Einzelne Worte suchen Sie mit Bearbeiten/Suche, automatische Ersetzungen sind über Bearbeiten/Ersetze möglich.

Wheel-Funktion der Maus aktivieren

Linux erkennt während der Installation problemlos alle gängigen Mäuse. Nur leider funktioniert bei einer Radmaus das Rad oft nicht - dazu muss eine Konfigurationsdatei angepasst werden. Hier können Sie gleich die Arbeit mit dem Editor KWrite kennen lernen: Loggen Sie sich als Root ein und starten den Editor über Büroprogramme/Editoren/Erweiterter Editor. Aktivieren Sie in der Menü-Leiste Datei/Öffnen. Im Verzeichnisbaum wählen Sie die Konfigurationsdatei /etc/X11/XF86Config.

Abbildung 14: Öffnen Sie die Datei XF86Config mit einem Editor

Es gibt in dieser Datei zwei Sections "InputDevice", eine für die Tastatur und eine für die Maus. Im Abschnitt InputDevice mit dem Driver "mouse" müssen Sie hinter die letzte Option die Zeile

Option "ZAxisMapping" "4 5"

einfügen. In der Zeile Option Device muss für USB-Mäuse stehen: "/dev/input/mice", für andere Mäuse "/dev/psaux" oder "/dev/imps/2". In der Zeile Option Protocol muss ebenfalls "imps/2" stehen.

Der ZAxisMapping-Eintrag bewirkt, dass die Bewegungen des Mausrades als Drücken von vierten und fünften Maustasten interpretiert werden.

Für eine aktuelle Distribution wie SuSE 7.3 ist die Konfigurationsarbeit damit erledigt. Starten Sie die X-Oberfläche erneut (ausloggen und dann [Strg-Alt-Rueck] drücken), und das Rädchen Ihrer Maus funktioniert. Wenn Sie noch mit XFree86 3.x arbeiten, müssen Sie zusätzlich zum oben beschriebenen Vorgang das Tool imwheel starten. Dies tun Sie zum Beispiel beim Start der Arbeitssitzung mit dem Schnellstarter [Alt-F2]. Geben Sie "imwheel" ein und drücken [Enter].

Abbildung 15: Eine Zeile muss in die Datei eingefügt werden, damit die Wheel Mouse funktioniert

Weitere nützliche Anwendungen, die Windows unter "Zubehör" sortiert, stellen wir in der nächsten Ausgabe vor.

Glossar

FAT

FAT steht für File Allocation Table (Dateizuordnungstabelle) und bezeichnet das Dateisystem von MS-DOS und Windows 9x/Me. Die Tabelle selbst stellt das Inhaltsverzeichnis eines Datenträgers, also zum Beispiel einer Diskette, dar.

ext2

Das Second Extended Filesystem (ext2) wird von Linux benutzt. Es ist ein moderneres Dateisystem.

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