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Angestöpselt

USB-IDE: Notebook-Platten überall anschließen

01.03.2002 Zwanzig umsteckbare Gigabyte in der Hemdtasche, das hört sich verlockend an. Jede Menge Platz für Grafikdateien, die CD-Sammlung als MP3 oder als Backup-Medium, wie geht das? USB ist die Antwort auf die Frage!

Der universelle serielle Bus USB hat sich plattformübergreifend als Standard für den Anschluss von Peripheriegeräten etabliert. Viele USB-Geräte funktionieren anstandslos auch unter Linux, den richtigen Treiber vorausgesetzt. Treiber für Windows oder MacOS liefern die Hardware-Hersteller normalerweise mit oder stellen sie auf ihrer Homepage zur Verfügung. Unter Linux ist momentan noch etwas detektivische Feinarbeit nötig (siehe auch LinuxUser 12/2000 bis 04/2001).

Externe Lösung um die 50 Euro

In diesem Artikel geht es um den Anschluss einer USB-Festplatte an unterschiedliche Linux-Rechner. USB-Platten gibt es nur wenige, aber leere USB-Gehäuse mit USB-zu-IDE-Interface gibt es derzeit ziemlich preiswert; beispielsweise liegt das an fast jeder Straßenecke erhältliche Datafab MD2-USB [2] für 2,5"-Notebook-Platten bei günstigem Einkauf um die 50 Euro. Es unterstützt prinzipiell Platten beliebiger Größen - beim Test kamen je eine 20- und eine 30-GByte-Platte von Toshiba zum Einsatz (Modelle MK2016GAP respektive MK3017GAP). Das Datafab MD2-USB gibt es sowohl in apartem iMac-Design wie abgebildet als auch in schlichtem PC-Grau. Außer durch möglicherweise ideologisch bedingte Vorzüge unterscheiden sich die Varianten aber nicht.

Abbildung 1: Die Notebook-Platte muss man lediglich auf die passende Buchse stecken.

Abbildung 2: Um die Steckverbindung vor Erschütterungen zu schützen, empfiehlt es sich, die Platte mit den mitgelieferten Schrauben auf der Platine zu befestigen.

Zum Einbau der Platte sind lediglich die beiden Schrauben an der Unterseite zu lösen und die Platte mit ihrem 44-poligen Stecker auf die passende Buchse auf der eingebauten Platine zu stecken (Abbildung 1). Am besten verschraubt man die Platte mit der Platine (Abbildung 2), damit die Einheit vor mechanischen Erschütterungen einigermaßen gefeit ist. Notebookplatten vertragen schon mal die eine oder andere Misshandlung (eher als 3,5"-Platten), aber im Betrieb sollte man sie nicht auf den Tisch fallen lassen, damit es keinen Headcrash gibt.

Platte behandeln wie ein rohes Ei

Als Stromversorgung genügt laut beigefügter Dokumentation das USB-Kabel selbst. Immerhin vermag der USB-Port bis zu 500 mA zu liefern, was für den normalen Betrieb reicht (das sind etwa 2,5 Watt). Manche Platten brauchen aber zum Anlaufen erheblich mehr, und im Normalbetrieb 2,7 bis 3 Watt; in diesem Fall muss man das mitgelieferte Versorgungskabel einsetzen, um die 5 V Versorgungsspannung vom Tastatur- oder Mausport abzuzwacken (Abbildung 3). Bei den genannten Toshiba-Platten erwies sich das aber als nicht nötig - zum Einen verbrauchen sie laut Datenblatt etwas weniger als das durch USB erlaubte Maximum, zum Anderen erwies sich der Betrieb sowohl an einem IBM Thinkpad 600E (Intel PIIX4) als auch an einem Tyan S1590S (VIA MVP3) als stabil.

Zum Ein- und Ausschalten des Geräts befindet sich an der Vorderseite ein kleiner Schiebeschalter. Beim Betrieb mit dem Versorgungskabel wird die Stellung des Schalters jedoch ignoriert, so dass die Platte dann immer läuft.

Abbildung 3: Das dazugehörige Versorgungskabel ist nötig bei Platten mit höherem Strombedarf.

Zentrale Anlaufstelle für Linux und USB ist die Linux-USB-Web-Seite [1]. Dort ist auch gleich nachzulesen: "USB-Storage is not supported in the 2.2 line of kernels." Da die Anbindung externer Platten aber gerade den USB-Storage-Treiber voraussetzt, beschreibt dieser Artikel Installation und Betrieb mit einem Kernel 2.4.10 an besagtem IBM Thinkpad.

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